Storyline

Starfleet Operations Con 14

Persönliches Computerlogbuch Lieutenant Silok

Samstag 26.07.2379

Athina hat mir eine Videobotschaft von Susanna geschickt.

Hallo Silok
Ausgehend von den mir zur Verfügung stehenden Daten komme ich zu dem Schluss, dass ich Mama und Papa nie wieder sehen werde. Tante T'Pin hat mir die notwendigen Daten zur Verfügung gestellt. Ich vermisse sie so sehr. Wann wirst du wieder auf T'Khasi sein ? Mogli ist mittlerweile größer als ich. Komm bald wieder.

Dif-tor heh smusma Silok-kam
alles Liebe Susi

Susanna ein Sehlatbaby aus Tante T'Pins Zucht zu schenken ist aus der Retrospektive betrachtet positiv zu bewerten. Gemäß den Empfehlungen der Fachdatenbank über die Erziehung von Menschenkindern und Athinas Bauchgefühl. Die verantwortungsvolle Aufzucht eines Haustiers dient der Charakter und Persönlichkeitsbildung. Ausgehend vom Lebenslauf der Autoren gehe ich allerdings mit akzeptabler Relevanz davon aus, dass die Autoren niemals gesehen haben wie groß ein ausgewachsener Sehlat werden kann.

Donnerstag 31.07.2379

Meine Schwester wurde 20.07.2379 zum Lieutenant Commander befördert. Ihre Anfrage hinsichtlich meiner möglichen Beförderung kann ich mangels ausreichender Datenbasis nicht mit akzeptabler Relevanz beantworten. Ausgehend von Saqaks zweitem Lehrsatz über Trägheit organisierter Strukturen von intelligenten Einzelwesen wäre ein Minimalzeitraum von zwei Jahren zugrunde zu legen. Die zugrunde liegende Berechnungsformel geht dabei von einem definierten Zeitpunkt aus. In Ermangelung eines solches Zeitpunktes ist die Berechnung nicht mit akzeptabler Relevanz möglich.

Das Verhalten von Lieutenant Commander Thomas McCullum erschwert es mir meine Funktion als zweiter Offizier wahrzunehmen. Rückblickend kann ich mit akzeptabler Relevanz folgern dass es ein Fehler wahr den ersten Offizier nicht nachhaltig auf seine Verpflichtungen gegenüber untergeordneten Offizieren der Schiffsführung, speziell dem zweiten Offizier, hinzuweisen. Das gegenwärtige Verhältnis zwischen mir und dem Lieutenant Commander ist der Zusammenarbeit nicht zuträglich. Inwieweit sich dies noch ändern lässt, vermag ich zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht mit akzeptabler Relevanz zu extrapolieren.

Warnung diese Aufzeichnungen sind vertraulich. Kein wie auch immer gearteter Rang oder Dienstzugehörigkeit berechtigt zum Zugriff. Nicht von mir persönlich autorisierter Zugriff führt zur Zerstörung der Aufzeichnung.

Freitag 01.08.2379

Teile der Exeter Crew Referenz SilokJZ9998, Commander Grayne und Ensign Eron Miller wurden beauftragt die Singularitätstechnologie der Rihannsu zur Erzeugung von Energie auf mögliche Einsetzbarkeit auf Schiffen der Sternenflotte zu überprüfen. Zu diesem Zwecke wurde die Exeter zusammen mit der Cameron in das ch'Rihan System beordert. Die größte zivile Energieerzeugungstation auf ch'Rihan Tal'Auris wurde für diesen Test ausgewählt. Aufgrund welcher Kriterien und durch wen die Auswahl erfolgte ist mir unbekannt. Die Cameron verblieb an der Systemgrenze des ch'Rihan Systems Referenz SilokJZ9999. Der Transfer nach Tal'Auris erfolgte mit dem Runabout Amazonas. Aufgrund des begrenzten Raumes waren zwei Flüge erforderlich.

Das Standardprotokoll hätte vorgesehen, den ersten und den zweiten Offizier auf die Flüge aufzuteilen angesichts der Wichtigkeit der Mission. Lieutenant Commander Thomas McCullum entschied sich dagegen. Als Einzelereignis ist dies von geringer Relevanz, in Kombination mit anderen ähnlich gearteten Ereignissen lässt sich ein Trend mit zunehmender Relevanz erkennen. Lieutenant Commander McCullum sieht mich nicht als Kommandooffizier oder zweiten Offizier, außer wenn ihm die Umstände keine Wahl lassen.

Das Runabout wurde zu einem Schiff der Norexan Klasse dirigiert, dort gescannt. Bei dem Scan wurden die an Bord befindlichen Microtorpedos moniert. Von dort aus wurde das Runabout auf Referenz SilokKA0001 dirigiert. Das Runabout wurde angewiesen Antrieb und Sensoren zu deaktivieren. Die Landung auf Tal'Auris erfolgte per Traktorstrahl. Während des Fluges habe ich auf physiologische und kulturelle Besonderheiten der Rihannsu hingewiesen. Daraufhin hat mich Lieutenant Commander Thomas McCullum angewiesen den zweiten Flug auch zu begleiten und diese Informationen auch an die zweite Gruppe weiter zu geben. Vor dem zweiten Start haben wir die Torpedos entladen. Als Reaktion auf diese Maßnahme wurde der Amazonas gestattet direkt den Übernahmepunkt anzusteuern. In der zweiten Gruppe befand sich ein mir zu dem Zeitpunkt unbekannter Lieutenant Commander. Aus diesem Informationsmangel ergab sich ein Problem und eine Verzögerung in der Reaktion als die zweite Gruppe Tal'Auris betrat, von Mister Netak einem Rihannsu Techniker im Empfang genommen wurde. Er fragte nach dem Sprecher der Gruppe.

Ich ging aufgrund meiner Informationsgrundlage davon aus, dass Lieutenant Commander Craddock als ranghöchstem Offizier diese Aufgabe zufällt. Er ging davon aus, dass der zweite Offizier als funktional ranghöchster Offizier diese Aufgabe übernehmen würde. Die dadurch entstandene Verzögerung und unklare Kommandokette war nicht dazu angetan, einen positiven geordneten Eindruck zu vermitteln. Ich wurde nicht darüber informiert, dass Lieutenant Commander Craddock für diesen Einsatz zur Crew der Exeter gehört. Lieutenant Commander Thomas McCullum verfügte bereits über diese Information.

Mister Netak hat uns die Station gezeigt, auf die geltenden Sicherheitsbestimmungen hingewiesen und Quartiere zugewiesen. Stationsleiter Trelk begrüßte uns. Das Stationspersonal, welches sich uns gezeigt hat, bestand aus 4 Rihannsu. Zwei Vorschriften wurden mehrfach als besonders bedeutend hervorgehoben:

  1. Alle Besucher müssen im Reaktorbereich Helme tragen.
  2. Kein Besucher darf ohne Begleitung durch die Sicherheitsschleuse.

Die Vorschrift zum Tragen von Helmen für Besucher von Tal'Auris im Reaktorraum ist mit signifikanter Relevanz nicht dazu geeignet, die körperliche Integrität der Besucher zu wahren. Mögliche Störereignisse würden mit gleicher Intensität auch das Stationspersonal betreffen. Rihannsuleben wird durch die Rihannsuführung höher bewertet als das Leben anderer Völker. Aufgrund der über hundertjährigen Erfahrung mit künstlichen Singularitäten sind den Rihannsu effektive Schutzmaßnahmen bekannt. Man kann daher mit akzeptabler Relevanz folgern, dass alle effektiven Maßnahmen nur oder auch für das Rihannsu Stationspersonal getroffen würden. Für welche der beiden Handlungstrategien sich die Rihannsuführung entscheiden würde, vermag ich aufgrund der unzureichenden Datenbasis nicht mit akzeptabler Relevanz zu extrapolieren. Die Vorschrift dient lediglich dazu, die Besucher optisch abzugrenzen.

Nach dem Abendessen mussten alle mitgeführten Ausrüstungsgegenstände den Rihannsu vorgelegt und erläutert werden. Trotz eingeschränkter Datenbasis kann ich in diesem Fall mit akzeptabler Relevanz feststellen, dass die Bemerkungen der Rihannsu darauf abzielten zu beleidigen und zu verwirren. Alle Tricorder, Padds und Zusatzmodule, die wir ihnen vorführten, waren ihnen bereits bekannt. Die Erklärungen wurden von Lieutenant Commander Craddock, Lieutenant Tohkinen und mir durchgeführt. Auf Seite der Rihannsu waren Stationsleiter Trelk, Herr Netak, Frau Sorona und Frau Sitak anwesend. Die von den Rihannsu gezeigte Fertigkeit im Umgang mit den vorgeführten Geräten erlaubt den Schluss, dass sie mit den Grundfunktionen vertraut waren. Die von Ihnen durchgeführten Schaltvorgänge waren nicht geeignet die technischen Funktion der Gerätes zu ergründen. Ausgehend vom Überlegenheitsgedanken der Rihannsu und den bei der Maßnahme gemachten Äußerungen war dies mit akzeptabler Relevanz ein Versuch der geistigen Machtdemonstration.

Aufbauend auf meinen Beobachtungen der Crew kann ich mit statischer Relevanz sagen, dass die Beleidigungs- und Schikanestrategie der Rihannsu Stationsbesatzung Wirkung zeigt. Was sich meinem Verständnis entzieht, ist der Versuch der Rihannsu mich wie einen Menschen zu beleidigen. Ich begebe mich in das mir zugewiesene Quartier um zu meditieren.

Samstag 01.08.2379

Für den Test der Singularitätstechnologie soll eine Energieübertragung von Tal'Auris zum Runabout Amazonas erfolgen, während sich dieses im stationären Orbit über Tal'Auris befindet Referenz Silok KA1200. Zu diesem Zwecke wurde das Runabout modifiziert Referenz Silok KA1201. Energie des Singularitätsantriebes soll über den Deflektor des Runabout aufgenommen werden und für einen Testflug im System genutzt werden Referenz SilokKA1203. Lieutenant Tohkinen und ich haben zusammen die Teams für die Umbauarbeiten koordiniert Referenz SilokKA1204.

Aufgrund der unterschiedlichen Energietypen des Singularitätsreaktors Referenz SilokKA1205 und der Föderationstechnologie ist eine Umwandlung der Energie erforderlich. Der für diesen Zweck notwendige Plasmakonverter Referenz SilokKA1206 wird von den Rihannsu zur Verfügung gestellt. Zum Einbau des Plasmakonverters müssen weitere Energieleitungen verlegt werden Referenz SilokKA1208. Da die Singularitätsenergie mit der Energie des Warpantriebes inkompatibel ist Referenz Silok KA1209 wird der Warpkern physikalisch vom Energienetz des Runabout entkoppelt und das Warpplasma aus den Gondeln des Runabout abgelassen. Ich habe die medizinische Abteilung angewiesen die Singularitätstechnologie nach möglichen gesundheitsgefährdenden Aspekten zu untersuchen, speziell auf Strahlungsbelastung und Materialtoxizität. Ich habe die Sicherheitsabteilung angewiesen, Sicherheits- und Evakuierungsprotokolle für den Umgang mit Singularitätstechnologie zu erstellen. Ich habe Crewman First Class Ishana angewiesen die Strahlungsemissionen der Singularitätstechnologie auf mögliche bewusstseinverändernde Wirkung zu untersuchen.

Im Verlaufe der Umbauarbeiten haben die Rihannsu an diverse Personen Anfragen hinsichtlich der Dauer gerichtet. Die genaue Personenliste ist mir nicht bekannt. Die dabei erhaltene Auskunft war jeweils eine andere. Lieutenant Commander Thomas McCullum hat die Counselingabteilung als einzigen Ansprechpartner für die Rihannsu festgelegt. Er hat zu besserer Zusammenarbeit mit den Rihannsu aufgefordert. Lieutenant Eljas Tohkinen hat von seinen Erfahrungen mit den Rihannsu berichtet. Die Rihannsu führten ihn zu einem Lager, zeigten hinein und könnte er sich das passende raussuchen, weitere Unterstützung erfolgte nicht. In Umgang mit den Rihannsu ist das umsichtige Verhalten von Petty Officer Third Class Carol Gardner lobend zu erwähnen.

Für den Testflug wurde folgende Crew von Lieutenant Commander McCullum festgelegt:
Lieutenant Joran Sias
Lieutenant Silok
Ensign Eron Miller
Crewman Third Class John Heyes

Auf dem Weg zum angesetzten Testflug Zeitindex SilokKA1247 wurde ich von Manon angesprochen. Sie hat uns aufgefordert den Testflug abzubrechen. Sie wollte keine konkreten Gründe dafür angeben. Sie erweckte den Eindruck über weitere nicht näher spezifizierte Informationen zu verfügen. Ich setzte sie davon in Kenntnis, dass ich ohne konkrete relevante Informationen den Testflug nicht abbrechen könne. Auf dem weiteren Weg zum Shuttle wurden wir aufgefordert abzubrechen und zur Zentrale der Energiestation zu kommen, da es einen nicht näher spezifizierten Zwischenfall gegeben hätte.

Die Rihannsu-Technikerin Sorona hatte alle Konsolen für den Reaktorzugriff der Energiestation gesperrt. Sie sagte, sie hätte dies getan um eine zukünftige Katastrophe abzuwenden, die durch den Testflug verursacht worden wäre. Crewman Third Class Rory Sanders erinnert sich ebenfalls an ein solches zukünftiges katastrophales Ereignis. Ich habe in diesem Zusammenhang darauf hingewiesen, dass es sinnvoll wäre, beide Schilderungen getrennt voneinander zu hören um eine Verfälschung der Schilderung zu verhindern, der Rihannsu-Stationsleiter Trelk teilte meine Ansicht. Zu diesem Zeitpunkt erinnerte ich mich an Teile eines zukünftigen Ereignisses an Bord des Runabout Amazonas. Aufgrund der körpersprachlichen Reaktion der anwesenden Crewmitglieder auf die Schilderungen von Crewman Third Class Cory Sanders folgere ich mit akzeptabler Relevanz, dass Weitere Erinnerungen an zukünftige Ereignisse haben oder zu haben glauben. Ob es sich um zukünftige Ereignisse handelte oder ob sie das Ergebnis einer wie auch immer gearteten Manipulation sind, vermag ich aufgrund der unzureichenden Datenbasis nicht mit akzeptabler Relevanz zu extrapolieren. Die Rihannsutechnikerin Sorona wurde dem Tal'Shiar zur Befragung übergeben. Ihre begrenzte Mitteilungsbereitschaft hat nicht zur Klärung der Situation beigetragen. Die weiteren Schilderungen fanden nicht in meinem Beisein statt. Wir wurden von Stationsleiter Trelk aufgefordert, die Station zu verlassen und haben der Aufforderung entsprochen.

Falls es sich tatsächlich um ein Zeitreisephänomen handelt, so ist dies ausgehend von den mir zugänglichen Informationen im Laufe des noch nicht stattgefundenen Testfluges passiert. Eine Klärung der Ereignisse ist nicht zulässig gemäß den Vorgaben der temporalen Direktive, da durch die Klärung wahrscheinlich Informationen über mögliche oder wahrscheinliche zukünftige Ereignisse erlangt werden würden. In diesem Zusammenhang stellt sich mir die Frage ob sich für mich aus der temporalen Direktive die Verpflichtung ergibt, eventuelle Ermittlungsversuche der Crew zu unterbinden.

Angesichts dieser Entwicklung vermag ich nicht mit akzeptabler Relevanz zu extrapolieren ob die Erforschung des Singularitätstechnologie in Zusammenarbeit mit den Rihannsu fortgesetzt wird. Eine Erforschung alternativer Technologien erscheint mir indiziert. Ausgehend von einigen Äußerungen, die bestimmte Crewmitglieder mir gegenüber gemacht haben, muss ich mit statistischer Relevanz folgern, dass sich jemand Zugang zu meinem persönlichen Log verschafft hat. Es wurde auf Äußerungen Bezug genommen, die ich in dieser Form nur in meinem persönlichen Logbuch festgehalten habe.

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