Alle Crewmitglieder haben sich wieder an Bord der Exeter eingefunden und wir
haben einige sehr hohe Gäste zu Besuch... 1 Admiral und mehrere Captains...
Die Admiral nimmt mehrere Beförderungen durch: Captain Starkov wird Commodore,
und zum Sektorkommandanten, Commander Stafford wird Captain, bekommt aber ein
anderes Schiff, Lt. McCullum wird Lt. Commander und 1. Offizier, Lt. Silok wird
2. Offizier, PO T’Aloviks wird Chief. Die letzte Beförderung ist
zugegeben diejenige, der ich am meisten Applaus schenken kann, Chief T’Aloviks
kenne ich von den Beförderten nun mit am besten und (das werde ich Az’ra
nicht erzählen) ich mag ihn nun einmal und halte ihn für extrem fähig!
Ansonsten sind wieder an Bord: Lloyd als Offizier für taktische Analyse
und Lt. Drake von JAG. Ich traue Lt. Lloyd noch immer nicht so ganz, schließlich
habe ich bislang eigentlich nur sein Spiegeluniversums-Pendant richtig kennengelernt.
Lt. Drake dagegen entpuppt sich als recht nett und hilfsbereig: Er hilft mir
bei Lernproblemen und der Definition einiger Direktiven.
Lt. Mulligan und Lt.Cmdr. McCullum lassen kaum eine Gelegenheit aus, zu betonen,
dass die Abschlußprüfung schwierig wird.
Ansonsten führe ich eine interessante Unterhaltung mit Ens. Nash und Lt.
Mulligan über irdische Kriegstaktiken und die Marine der Erde.
Computer – Eintrag Ende
Habe meinen Brückendienst für heute hinter mir und die Medizinische
Jahrehauptuntersuchung ebenfalls. Beim Brückendienst gab es Kampfsimulationen...
Ens. Nash ist katastrophal geflogen, vermutlich Nervosität nehme ich an.
An meiner Arbeit gab es wenig auszusetzen. Commodore Starkov und Cpt. Stafford
sind noch an Bord, Commander Reuter habe ich noch nicht gesehen. Lt.Cmdr. McCullum
hat das Kommando und scheint aus irgendeinem Grund schlecht gelaunt zu sein.
Wir haben Gäste an Bord: Ein Archäologisches Forschungsteam bestehend
aus einem Captain der Bajoranischen Miliz, einer Bajoranischen und einer Cardassianischen
Wissenschaftlerin und deren Assistenten. Insgesamt 8 Personen, für die
ich Crewquartiere bereitgestellt habe.
Die Mission, auf der wir uns befinden, beinhaltet archäologische Ausgrabungen
auf einem Planeten, der wohl einmal von Ikonianern bewohnt war. Ein Eisplanet,
der von 95% Wasser (bzw. eben Eis) überzogen ist. Ob es dort noch Ikonianer
gibt war aus dem Missionsbriefing nicht herauszuhören. Da es aber um archäologische
Ausgrabungen geht, gehe ich nicht davon aus. Die Crew soll den Archäologen
helfen und sie unterstützen.
Lt.Cmdr. McCullum und Lt. Silok waren mehr als vage bei der Beschreibung der
Missonsparameter. Was zu tun ist, wenn wir auf das Dominion treffen, wie wir
reagieren... alles hängt von der Situation ab. Lt. Mulligan ist ziemlich
unzufrieden darüber. Fakt ist, dass dieser Ikonianer-Planet ausserhalb
der demilitarisierten Zone und ausserhalb von Dominion-Gebiet liegt also quasi
in neutralem Gebiet. Ich hoffe, unsere Führungsoffiziere sind Meister der
spontanen Diplomatie, denn wir wurden über kein Vorgehen gebrieft.
Aber immerhin: Es gibt auch ein positive Nachricht! Chief T’Aloviks hat
in einer Nachricht von Starfleet Engineering erfahren, was aus der QWSS-Absturzuntersuchung
herausgekommen ist: Es war kein Fehler unsererseits, sondern vielmehr erscheint
es so, als hätten wir entdeckt, dass es sogenannte „Subraum-Untiefen“
gibt... Der Subraum hat also nicht überall die gleiche Tiefe und wir sind
in einer weniger großen Tiefe des Subraums (eben bei 25 GeV) durch die
Subraum-Grenze zum Parallel-Universum gestoßen.
Das bringt mich zu der Überlegung, ob es nicht möglich ist, Langstreckensensoren
auf GeV-Werte zu programmieren und sozusagen nach Subraum-Echolot zu fliegen.
Aber darüber werde ich mir nach der Prüfung Gedanken machen.
Ich muß mir jetzt ein paar Stunden Zeit nehmen um mich auf die Prüfung
vorzubereiten.
Computer – Eintrag Ende
Captain Reuter hat sich endlich der Crew vorgestellt, Commodore Starkov hat
ihm die Commandocodes übertragen.
Es besteht der Verdacht, dass die Cardassianische Wissenschaftlerin sich Zugang
zu den Frachträumen verschafft hat, aber zumindest war sie nicht in der
Nähe der gesicherten Ladung. Es gibt irgendein Problem zwischen Lt. Masterson
und Lt. Drake. Ich gehe jetzt wirklich lernen.
Computer - Eintrag Ende
Es gab einige Male gelben Alarm.
Einmal war es ein Frachter der Parada, einer Händlerrasse des Gamma-Quadranten,
die Replikanten-Hersteller sind. Doch der Kontakt war nur kurz.
Einige Minuten später kam der erste Teil der Prüfung. Der praktische
Teil. Natürlich ohne Vorwarnung... Lt. Wagner rief ein Außenteam
zusammen bestehend aus Cdt. Speren, Cdt. Maxwell, Crewman Vaughn, PO Stiles,
sich selbst und mir. Es ging auf einen cardassianischen Frachter hinüber,
der anscheinend schwer beschädigt war. Aufgabe: Bergung der Verletzten.
Direkt nach dem Hinüberbeamen wurden Lt. Wagner und PO Stiles verwundet
und wurden ohnmächtig. Als einzige mit einem Tricorder kümmerte ich
mich sofort um die Verletzten, konnte ihnen jedoch nicht helfen. Die Strukturelle
Integrität des Schiffes ließ schnell nach, ein unbekanntes Alien
blockierte den Weg zu den verletzten Cardassianischen Zivilisten und wurde betäubt
und dann erschossen. Die Cardassianischen Zivilisten waren hochgradig panisch,
Transport war von diesem Teil des Schiffs nicht möglich, das einzige Computerpanel
konnte von uns nicht richtig bedient werden. Während also Vaughn, Maxwell
und Speren versuchten, die Cardassianer zu beruhigen und ich Schach zu halten
ging ich zurück um PO Stiles zu holen.
Crewman Vaughn schaffte es, ihn wieder zu Bewusstsein zu bringen und Stiles
erklärte, dass man mithilfe rollierender Kraftfelder, die von der Computerkonsole
aus gesteuert werden mussten, Kraftfelder im Gang lange genug aufrecht erhalten
konnte um die Zivilisten und die Crew von Bord zu beamen. Da ich die einzige
mit ausreichenden Comuterkenntnissen war, übernahm ich den Platz an der
Konsole und programmierte die Kraftfelder. Dies tat ich solange, bis der Rest
sich in Sicherheit gebracht hatte... wäre dies eine reelle Situation gewesen,
wäre ich gestorben. Aber immerhin ist es gelungen, den Rest des Teams und
die Zivilisten in Sicherheit zu bringen. Ein Glück war es eine Übung.
Mit Überraschung stelle ich fest, dass ich bis zuletzt davon ausgegangen
war, irgendwie noch gerettet zu werden. Es beruhigt mich allerdings irgendwie,
die Erfahrung gemacht zu haben, mich im Zweifelsfalle für meine Kameraden
und Zivilisten opfern zu können, so makaber dies auch erscheint. Bedeutet
das nicht, dass ich ein ein guter Offizier werden könnte, wenn ich die
Prüfung schaffe?
Wir haben noch ein wenig Freizeit bis zur schriftlichen Prüfung. Kadett
Speren übt Harfe auf dem Holodeck und ich bin mir unschlüssig, was
ich tun soll. Ich bin nicht wirklich nervös aber auch nicht wirklich gelassen.
Computer – Eintrag Ende
Das Interessante an dieser Prüfung ist irgendwie, dass wir während
des Ablaufes tatsächlich recht wenig vom Schiffsbetrieb mitbekommen haben.
Es hat wohl eine Aussenmission auf ein beschädigtes Schiff gegeben (diesmal
ein real beschädigtes Schiff, keine Simulation) und es wurden Verletzte
geborgen. Viel habe ich davon nicht mitbekommen, Ensign O’Kenner hatte
Brückendienst während dieser Zeit und auch die Anfrage von den Bajoranischen
Wissenschaftlern habe ich an Lieutenant Mulligan weitergeleitet, weil ich mich
auf die Prüfung vorbereiten musste.
Aber zur Prüfung: Die schriftliche Prüfung fand irgendwann gegen 18.30
Uhr statt. Ich hatte mich ja wirklich sorgfältig vorbereitet... ich fand
die Prüfung seltsam. Es waren sehr viele Fragen (12 Seiten, knapp 40 Fragen)
mit anderthalb Stunden Zeit, sie zu beantworten. Um die Statistik weiterzuführen:
Nur etwa 30% der Fragen konnten durch gelerntes Wissen beantwortet werden, der
Rest war durch Datenbankrecherche zu beantworten, was viel Zeit in Anspruch
genommen hat. Es waren auch einige typische „Was würden Sie tun,
wenn...“ Fragen dabei. Aber alles in allem waren es zu viele Fragen für
die Zeit und sie waren auch teilweise zu komplex um sie zufriedenstellend beantworten
zu können. Lt. Mulligan sagte später (was ich irgendwie schon fast
vermutet hatte) dass die Prüfung auch eine Prüfung war, welche Prioritäten
man bei den Fragen stellen würde. Das hat ja auch funktioniert, genauso
bin ich vorgegangen. Ich hoffe nur, dass es nicht allzu negativ bewertet wird,
dass ich einige reine Datenbankfragen nicht beantwortet habe. Dazu kam noch,
dass die Prüfungsoffiziere mehrere Zwischenfragen gestellt haben, um die
Prüflinge durcheinander zu bringen. Das fand ich zugegeben nicht ganz so
schlimm, so lang lasse ich nicht aus der Konzentration bringen (nicht mehr),
dennoch bin ich auf die Bewertung gespannt. Ich fand es nur ein wenig schade,
dass so wenig Fragen zum Thema OPS dabei waren...
Die Wartezeit zwischen der schriftlichen Prüfung und dem Referat war wieder
langatmig. Die Anweisung war, sich ein wenig zu entspannen... ich hoffe, die
Offiziere hatten ein Bild davon, wie schwierig so etwas ist!
Ich half lieber, die Messe für das Abendessen vorzubereiten. Währenddessen
gab es anscheinend noch eine weiter Rettungsmission... ein Vadi-Frachter, der
von Piraten überfallen worden war. Ein Außenteam beamte hinüber
und barg zwei verletzte Crewmitglieder.
Dann, nach dem Abendessen, kamen die Referate an die Reihe. Als erster war Kadett
Maxwell dran, er hielt sein Referat als einziger nicht vor der versammelten
Crew sondern nur vor den Offizieren, die die Prüfung abnahmen und den Counselorn.
Danach war ich an der Reihe. Ich hielt mein Referat zum Thema Sensorik vor fast
der ganzen Crew... so kam es mir zumindest vor. Die Messe war voll besetzt!
Das Referat war recht erfolgreich, die Kritik sehr gut. Ich bin dahingehend
guter Dinge.
Kadett Sperens Referat war ... interessant... er hat in der Theorie eine neue
Waffe entwickelt. Ein sehr kurzes, angeblich unglaublich leistungsstarkes kleines
Gewehr, das mit Pulsen funktioniert und keine Stun-Einstellung hat. Ich bin
zum Glück nicht die einzige, die es bedenklich findet, dass ein Kadett,
der bekannterweise ein Kriegstrauma hat (oder hatte), lethale Waffen entwickelt,
die keine serienmäßige Stun-Einstellung haben. Lt. Tohkinen hat uns
zum Glück versichert, dass diese Theorien rein technisch sehr am Anfang
stehen.
Nach dem Ende der Referate war die Prüfung dann endlich beendet! Lt. Mulligan,
Chief T’Aloviks, Lt. Tohkinen und ich stießen auf die Prüfung
an, dann zogen sich die Abteilungsleiter wieder einmal zur Besprechung zurück.
Ich hatte noch ein sehr interessantes Gespräch mit der Bajoranischen Wissenschaftlerin
und Lt. Tohkinen zum Thema meiner Architektonischen Programme. Die Programme
stoßen auf Interesse, ich glaube, sie könnten für die Mission
nicht unnützlich sein.
Bevor ich noch mehr andorianischen Brandy trinke, sollte ich besser ins Bett
gehen. Morgen bin ich vermutlich bei der archäologischen Untersuchung dabei.
Computer – Eintrag Ende
Ein aufregender Tag...
Wir sind am Planeten Costra 3 angekommen, dem Ort, an dem die archäologischen
Ausgrabungen stattfinden werden. Das Archäologenteam war morgends ziemlich
aufgeregt, Lt. Silok hatte die Missionsführung von Seiten der Exeter und
sollte alles vorbereiten.
Gestern abend nach meinem Referat war ich von den Wissenschaftlern noch gefragt
worden, ob ich an der Ausgrabungsmission teilnehmen möchte und habe mich
natürlich gerne bereit erklärt. Ich wurde also dem Archäologischen
Team zugeteilt.
Apropos Referat: Es ist jetzt ziemlich genau 24h nach dem Ende der Prüfungen
und es liegen noch immer keine Ergebnisse vor. Am Morgen nach dem Frühstück
gab es noch eine abschließende Unterhaltung (Beurteilung) des ersten Prüfungsteils
mit Ensign Navarre, die noch einige Fragen zu meinem Vorgehen bei dieser Mission
hatte. Offenbar hatte sie den Eindruck, dass ich streckenweise das Kommando
übernommen habe. Vermutlich hat sie recht... ich habe es nur nicht ausgesprochen,
weil das Team meiner Ansicht nach koordiniert und zielgerichtet vorgegangen
ist. Ich gebe allerdings zu, dass ich durchaus - sagen wir – koordinierend
auf den Missionsverlauf eingewirkt habe.
Wie dem auch sei.
Als Vorab-Analyse von Costra 3 kamen einige der Sensoren zum Einsatz. Wir scannten
den Planeten mit Geologischen Sensoren und schickten zwei spezialisierte Sonden
um Daten zu sammeln. Das Ergebnis war hochinteressant: Es gibt dort unten einiges
an intakter Architektur, die meisten Gebäude weisen Ähnlichkeit mit
der Gebäudestruktur der Mayas und Azteken der irdischen Geschichte auf.
Recherche über Costra 3 ergab, dass es ein Klasse O-Planet mit atembarer
Atmosphäre ist. Es befindet sich allerdings irgendetwas dort unten, dass
unsere Sensoren stört, denn wir waren zwar in der Lage, optische Scans
von den Gebäuden zu machen und zu erkennen, dass es dort unten anscheinend
Lebensformen gibt, doch genaueres konnte nicht erfasst werden. Auch eine planetare
Sonde und ein direkter Überflug mit dem Shuttle durch Lt. Sias blieb weitestgehend
erfolglos.
Das Archäologische Team betrachtete sich die Bilder der Planetenoberfläche
auf dem Hauptschirm und die Cardassianische Professorin suchte recht gezielt
eine bestimmte Gegend und Gebäudegruppe heraus, die sie für die archäologischen
Ausgrabungen in Betracht zog. Die Stimmung zwischen den Bajoranischen Forschern
und der Cardassianerin ist im übrigen leicht angespannt und auch hier an
Bord herrscht ein gewisses Misstrauen gegen die Professorin.
Nachdem der Ausgrabungsort festgelegt war, beamte ein erstes aus Sicherheitsleuten
und Lt. Silok bestehendes Vorab-Team an den Ort hinunter um diesen zu sichern.
Sie fanden Gebäudereste, einen Obelisken aber keine Zeichen von Lebensformen
oder Gefahr. So folgte das zweite Team, das bedeutend größer war
zusammen mit einigen Kisten an Ausrüstung. Der Beginn der Ausgrabungen
war durchaus aufregend! Ich konnte zahlreiche Scans an den Gebäuderesten
vornehmen, die ich alle bereits in den Computer überspielt habe. Nach den
Scans nahm ich Ausgrabungen in einer alten Holzhütte vor, in der ich ein
Skelett samt Schädel und einige hölzerne Geometrische Figuren fand.
Ausserhalb der Hütte fand ich zudem eine schwarze Figurine mit spitzen
Ohren. An dem anderen Ausgrabungsort fand das Team zudem einen iconianischen
Datenchip.
Kurz darauf entdeckte Lt. Rakal einen künstlich angelegten Höhleneingang.
Die Forscher entschieden, dass dieser erforscht werden sollte und ein kleiner
Teil des Teams begab sich zu dem Eingang. Da die Höhle sehr klein und eng
war, übernahm ich die Vorhut. Ich nahm extensive Tricorder-Scans der Struktur
vor und entdeckte dabei einen Stein mit eingemeißelten Schriftzeichen,
eine Schriftrolle und – ganz besonders interessant – eine bislang
unbekannte Lebensform, die die Form einer kleinen, farbiges Licht absondernden
Kugel mit haarartigen Fortsätzen hatte. Die Lebensform verhielt sich jedoch
nicht feindselig.
Bei weiterem Vordringen in die Höhle entdeckten Lt. Rakal, Kadett Maxwell
und ich zwei cardassianische Skelette und eine weitere unbekannte, skelettierte
Leiche. Ich nahm extensive Scans vor, entdeckte ferner die Überreste einiger
Tonfiguren und Gefäße, einige davon zerstört oder beschädigt.
Gerade als ich um eine Ecke vordringen wollte, wurde ich allerdings von einem
Pfeil getroffen, der ein betäubendes Gift abgesondert hat. Ich erinnere
mich nur noch, zunehmend müde geworden und auf dem Weg zum Ausgang der
Höhle eingeschlafen zu sein, während ich Direktiven rezitierte um
mich wachzuhalten... da war die Lernerei doch für etwas gut!
Ich bin dann auf der Krankenstation wieder aufgewacht.
Meine Daten und Erforschungsergebnisse wurden irgendwie weiterverwendet... aber
nach allem, was ich beurteilen kann, verlief die weitere Vorgehensweise zunehmend
wirr. Die Bajoraner und besonders die cardassianische Professorin sollten vorerst
nicht verständigt werden. Ich machte mich an die Untersuchung der Tricorderdaten
aus der Höhle, und anscheinen ordnete Lt.Cmdr. McCullum eine weitere Aussenmission,
geleitet von Lt. Silok an. Ich weiß nicht, ob ich meine Kompetenzen überschritten
habe, als ich meine Nachforschungsergebnisse über die Zustände in
der Höhle dem zweiten Außenteam geradezu aufdränge, aber ich
hielt es für wichtig, gerade in Bezug auf die Giftpfeil-Fallen.
Ich hatte aber den Eindruck, dass diese Ergebnisse und die Aufzeichnungen aus
der Höhle nur wenige wirklich interessierten.
Wie dem auch sei.
Die Wissenschaftler wurden immer ungehaltener, Lt. Mulligan ebenfalls, hauptsächlich
wegen der Cardassianerin, und den auf dem Schiff verbliebene blieb nur eine
lange Wartezeit während das Aussenteam in der Höhle war. Immerhin
durften wir ab und an Gegenstände hinunter oder Steinhaufen aus dem Weg
beamen.
Endergebnis ist: Das Aussenteam ist zurück, es gibt Fragen über Fragen
und alle arbeiten mehr oder weniger koordiniert und unter Ausschluß des
Forscherteams an den Antworten.
Ich werde später noch eine Weile weiter trainieren gehen, ich muß
alleine sein, brauche meine Ruhe und muß mich definitiv abreagieren. Dieses
Chaos an Bord treibt mich in den Wahnsinn!! Ich brauche wirklich meine ganze
Selbstbeherrschung um nicht unhöflich zu werden. Aber ich will ja Offizier
werden, da muß man sich eben unter Kontrolle haben, auch wenn es manchmal
schwer fällt. Ich darf mich auch nicht zuweit aus dem Fenster lehnen, ich
bin auf einem menschlichen Schiff, keinem Andorianischen. Es ist ein zweischneidiges
Chaka. Einerseits ist die Vorgehensweise auf menschlich dominierten Föderationsschiffen
teilweise unglaublich wirr und ich wünschte mir manchmal, doch auf einem
andorianischen Schiff Dienst tun zu können, andererseits habe ich hier
sehr viele Möglichkeiten, an hochinteressanten Projekten teilnehmen zu
können.
Weiter mit den Fakten:
Derzeit sieht es aus wie folgt: In der Umlaufbahn des Planeten wurde eine iconianische
Sonde zur Wetterkontrolle gefunden, die über 200.000 Jahre alt ist. Auf
der Oberfläche des Planeten wurde in den Höhlen eine verborgene Energieeinheit
der Iconianer entdeckt, die die Energie von mehreren hundert Warpkernen hat.
Bei der Energieeinheit gibt es ein Panel, das jedoch noch nicht entschlüsselt
ist.
Ferner gab es eine „Eingeborene“ Zivilisation auf dem Planeten,
deren jüngste Gebäude auf ein Alter von 400 Jahren zu datieren sind
(die Holzhäuser), aber es gibt auch ältere Gebäude, die bis zu
2000 Jahre alt sind.
Derzeit laufen mit Hochdruck Untersuchungen an den geborgenen Leichen, die Entschlüsselung
des Iconianischen Panels und die Erforschung der Artefakte.
Ferner hat Captain Reuter die Crew nach dem Abendessen noch einmal antreten
lassen, allen die gegenwärtige Lage der Nachforschungen erläutert
und zudem die Beförderung von Crewman Vaughn zum Petty Officer vorgenommen
(wurde auch Zeit) und die Beförderung von Ensign Winterson zum Lieutenant
Junior Grade. Dann rief er ein Bankett aus zur Feier der Beförderungen.
Aufgrund der Tatsache, dass die Auswertung der Kadettenprüfungen jetzt
schon über 24 Stunden dauert und es noch immer keinen Hinweis gibt, ob
wir bestanden haben oder nicht, habe ich Lust, an der Feier teilzunehmen. Ich
beschäftige mich lieber noch eine Weile mit meinem Archäologie-Architektur-Programm.
Computer - Eintrag Ende
Lt. Mulligan hat mir heute Nacht über PADD eine Nachricht geschickt, dass
die Prüfung bestanden ist. Immerhin etwas. Ich muß gestehen, dass
mich die Ergebnisse momentan nicht mehr wirklich interessieren... die Phase
der Spannung ist vorbei.
Immerhin bin ich dazu gekommen, heute morgen vor der Schicht endlich wieder
einmal ausgiebig zu trainieren. Ich bin ausser Übung, werde aber künftig
versuchen, regelmäßig vor dem Dienstbeginn zu trainieren, damit sich
das vor meinem nächsten Heimaturlaub wieder bessert, sonst bekomme ich
von meinem fünfjährigen Brudersohn eine Tracht Prügel mit dem
Chaka.
Wie dem auch sei. Ich habe heute den ersten Brückendienst, ich habe mit
Ensign O’Kenner getauscht, der an der Erforschung der Iconianischen Technologie
beteiligt ist.
Computer - Eintrag Ende
Ich habe endlich meinen Rangpin und meine neue Uniform. Der Captain hat alle
in der Messe antreten lassen und die Beförderungen von Kadett Speren und
mir offiziell gemacht. Es gibt allerdings noch immer keine Noten. Die Tatsache,
dass bei der Beförderung angemerkt wurde, dass die Leistungen von Kadett
Speren mit meinen Leistungen gleich bewertet werden, zeigt mir, wie meine Leistungen
bewertet werden. Ich gestehe, dass ich an den Noten nicht mehr wirklich interessiert
bin. Vielleicht hätte ich die Prüfung doch an der Akademie ablegen
sollen.
Es gibt auch etwas positives, dass mich diese Prüfung vergessen lässt!!
Mein Programm zur Rekonstruktion antiker Architektur anhand von geologischen
Scandaten funktioniert schon zum zweiten mal in sehr zufriedenstellendem Rahmen!
Ich habe über Nacht eine komplette Rekonstruktion der Gebäudereste
auf Costra 3 vorgenommen, die ich gestern bei der Aussenmission gescannt habe,
und das Ergebnis ist sehr zufriedenstellend! Interessant ist jedoch, dass alle
telepatisch Begabten Crewmitglieder, die gestern auf dem Planeten waren, von
genau diesen Gebäuden geträumt haben, und zwar exakt so, wie ich sie
rekonstruiert habe.
Derzeit arbeitet Chief Röhrich auf Holodeck 2 mithilfe des Programms an
einer Rekonstruktion der Höhle, die die iconianische Technik beinhaltet.
Auch das scheint gut zu funktionieren. Diese persönlichen Erfolge bauen
auf!
Computer - Eintrag Ende
Wir befinden uns im Jahr 2077 in einer Stabilen Umlaufbahn um Costra 3 und
alle sind reichlich verwirrt und ratlos. Wir empfangen ständig Kommunikation
aus anderen Zeitlinien der USS Exeter, Funksprüche von Commander O’Reardon,
Commander Stafford etc. Ich habe sogar einen Funkspruch von mir mitbekommen.
Aber eins nach dem anderen, quasi temporal geordnet:
Während des Mittagessens, als die Gamma-Schicht im Dienst war, hat Captain
Reuter autorisiert, dass das Shuttle mit dem bajoranischen Forscherteam und
vier Mann Sicherheit auf den Planeten fliegt. Nebenbei ohne Lt. Mulligan oder
Lt. Wagner Bescheid zu sagen, was bei beiden für etwas Verstimmung gesorgt
hat. Nur kurze Zeit später empfingen wir einen Notruf eines Föderationsschiffes,
dass von mehreren cardassianischen Schiffen bedrängt wurde... und nur sehr
kurz darauf kam eine Energiewelle auf uns zu, die uns erfasste und für
mehrere Stunden die Energie auf dem gesamten Schiff lahm legte. Während
die Techniker also mit Hochdruck arbeiteten, arbeiteten Wissenschaft, Counseling
und OPS mit Hochdruck an der Entschlüsselung der Schriftrollen von Costra
3 und der Entschlüsselung des Datenkristalls. Die Entschlüsselung
des Datenkristalls ergab eine Reihe von einzelnen Würfeln mit Symbolen
unterschiedlicher Schrift darauf, deren Sinn uns noch immer nicht klar ist.
Ferner gab es ein Schriftstück mit einem Auszug aus der Iconianischen und
Costrianischen Schriftart, das exakt denselben Inhalt hatte und einen Teil der
Costrianischen Geschichte betitelte.
Das interessante für mich ist, dass wir herausfinden konnten, dass die
Kultur der Costrianer der der Mayas und Azteken zu Erdzeiten extrem ähnlich
ist. Sogar die Schriftzeichen, die die Kulturen benutzen, weisen eine 46%ige
Ähnlichkeit auf. Die Architektur ist fast identisch, laut den Träumen,
die Ens, Navarre und Lt. Lloyd hatten die Kultur, Kleidung und Religion ebenfalls.
Die Kultur verfügte vermutlich über einen ausgedehnten Totenkult.
Querreferenzen zu der Prophezeihung ließen darauf schließen, dass
die Iconianische Technologie über eine Art künstliche Intelligenz
verfügen könnte. Ich ziehe sogar in Betracht, dass die Iconianer die
Kultur der Mayas mittels Gateway-Technologie auf Costra 3 verbracht und dort
beobachtet haben. Es gibt auch Vermutungen, dass die Iconianer auf Costra 3
Terraforming betrieben haben. Die Prophezeihung lässt darauf schließen,
dass es einen religiösen Austausch zwischen den Costrianern und der Iconianischen
Technologie gegeben haben kann, gegebenenfalls sogar soweit, dass Iconianische
Seelen in irgendeiner Form mit der Iconianischen Technologie in Zusammenhang
standen. Aber das ist reine Spekulation.
Nachdem die Energieversorgung wieder hergestellt war, stellte die Brückenbesatzung
fest, dass die Exeter ca. 300 Jahre in die Vergangenheit versetzt war. Zwar
wurde zunächst ausgegeben, die temporale Direktive in jedem Falle zu wahren,
zu einem späteren Zeitpunkt wurde jedoch festgestellt, dass die Exeter
in mehreren Zeitrahmen existiert und Kommunikation mit den anderen Versionen
der Exeter wurde aufgenommen.
Offenbar verschwinden auf den anderen Schiffen beständig Crewmitglieder
und bei uns kann Lt. Tohkinen nur durch ein Stasisfeld vor molekularer Auflösung
bewahrt werden.
Ein Außenteam soll noch einmal auf den Planeten hinunter um den Verbleib
des Außenteams zu verifizieren. Allerdings wird dies erst morgen möglich
sein, da die Transporter noch immer nicht funktionieren. Wir werden sehen.
Lt. Mulligan hat mich dazu überredet, noch eine Art kleiner Feier zur bestandenen
Prüfung zu machen. Ich bin zwar nicht direkt in Feierstimmung aber wenn
nicht jetzt wann dann. Also auf ins Gefecht...
Computer - Eintrag Ende