Storyline

Starfleet Operations Con 10

Persönliche Notizen Counselor/2O Grayne, USS Cameron NCC 63569

Beginn der Aufzeichnung. Die Exeter ist wieder zurück. Woher und von wann wurde am gestrigen Abend bei den Widersehensfeierlichkeiten ausreichend besprochen. Anscheinend wurde das Schiff um etwa 300 Jahre in der Zeit zurück versetzt und die Crew bemühte sich redlich, unter Einhaltung sämtlicher anzuwendender Direktiven wieder in unsere Zeit zurück zu gelangen. Während für uns jedoch 2 Wochen seit dem Verschwinden der Exeter vergangen sind, berichtet die Exeter-Crew nur von ein paar Tagen Abwesenheit, ein Phänomen, welches die Wissenschaft sicherlich interessieren wird.

Das Gespräch mit meinem Exeter- Kollegen im Posten des 2O, Lt. Silok, ergab vier für mich persönlich interessante Schlussfolgerungen:

1. Auch eine in ihren einzelnen Teilen selbst für Vulkanier logisch erscheinende Kette von Entscheidungen kann im Endergebnis und als Ganzes betrachtet unlogisch wirken.

Meine Unterhaltung mit dem Lieutenant ergab, dass auf Grund der ersten Direktive und der Begleitumstände der Mission ein Erstkontakt mit der einheimischen Bevölkerung von Costra III sich reichlich schwierig gestaltete. Unter anderem wurden die Bewohner wohl zumindest zweifach durch Phaserschüsse betäubt, bevor sich der Erstkontakt als unumgänglich herausstellte. Zusätzlich wurde die Betäubung auf Grund der höheren Resistenz der Einheimischen gegen Starfleet Standartbetäubung mit Hilfe von vulkanischen Nackengriffen verstärkt, bzw. verlängert. (Anm.: Mit Dr. Ikanu und/oder Dr. Chen die Risiken der weiteren Schwächung des Nervensystems bereits betäubter Personen diskutieren.)

2. Als Kommandooffizier ist man auf fähige Mitarbeiter angewiesen, die delegierte Aufgaben selbstständig und verlässlich erledigen.

Dieser Punkt benötigt keine Ergänzungen. Auf Grund meiner in letzter Zeit häufigen Kommandoeinsätze läuft die Counselingabteilung (leider) schon fast komplett ohne mein Zutun. Trotzdem fühle ich mich immer ausreichend über aktuelle Vorgänge dort informiert. Die nötige Sicherheit im Umgang mit der Brückencrew als Kommandooffizier ist jedoch noch längst nicht so 100%ig zufrieden stellend, daran wird aber von allen Seiten gearbeitet.

3. Habe Vertrauen in die Fähigkeiten deiner Crew.

Zum Teil ist es unmöglich, sämtliche theoretisch vorliegenden Risiken praktisch zu unterbinden oder der Versuch führt zu schlichtweg überflüssigen Maßnahmen. Ich kann Lt. Siloks Argumentation, die Crew habe unter enormem psychischen Druck gestanden und sei deshalb bezüglich der Informationsweitergabe zwischen den Zeitebenen eventuell gefährdet gewesen, die Geheimhaltung nicht einhalten zu können, schon in gewisser Weise nachvollziehen. Dennoch kann ich mir persönlich nicht vorstellen, alle sich daraus ergebenden Risiken vollständig ausschließen zu können. Außer vielleicht, man bringt die Crew nicht in Kontakte, die eine Informationsweitergabe ermöglichen. Was an sich unter den gegebenen Umständen allerdings auch nicht sehr produktiv gewesen wäre. Bleibt also nur, der Crew die korrekte Ausübung ihrer Dienstpflichten weitestgehend ungeachtet der Umstände zuzutrauen. (Anm.: Es besteht eine interessante Korrelation zwischen den Überlegungen des Lieutenants und dem terranischen Sprichwort: "Fehler sind menschlich".)

4. Eine gute Protokollabteilung ist goldgepresstes Latinum wert.

Nach Übernahme des bajoranisch/cardassianischen Wissenschaftsteams hielt ich deren Schilderungen, bei ihrem Eintreffen auf der Exeter "stundenlang auf ein Quartier warten zu müssen" und "lange keinen ständigen Ansprechpartner gehabt zu haben" offen gestanden für weit übertrieben. Nun musste ich allerdings am gestrigen Abend selbst feststellen, dass es um das Protokoll der Exeter (eventuell im Zuge der Ereignisse?) tatsächlich besser bestellt sein könnte. Ich meine, den hochrangigsten Vertreter einer Delegation eines anderen Schiffes herzlich zu begrüßen, ihm einen Sitzplatz am Tisch des Captains zu besorgen und ein extra Gedeck aufzutragen, lässt keine Wünsche offen. Ihn dann aber mitten in der Vorstellung der restlichen Delegationsmitglieder zu unterbrechen, direkt in ein Gespräch zu verwickeln und die restlichen Delegationsmitglieder wie... hmm... Ballast stehen und für sich selbst sorgen zu lassen, lässt schon gewisse Mängel erkennen. Zum Glück sind aber weder Lt. Chen noch ich besonders nachtragend und durchaus in der Lage, selbst Kontakte aufzubauen und konnten uns frei unter die Exeter-Crew mischen.

Abschließend lässt sich noch sagen, dass ich es bedauere, keine Gelegenheit gehabt zu haben, mit der während des Erstkontaktes anwesenden Counselor, Ensign Navarre, zu sprechen. Angesichts des fortgeschrittenen Abends und der ausgelassenen Stimmung verzichtete ich allerdings lieber darauf, sie noch mit Dienstfragen zu belästigen. Vielleicht ergibt sich die Gelegenheit irgendwann noch einmal. Ende der Aufzeichnung

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