Storyline

Starfleet Operations Con 5

Persönliches Computerlogbuch - T'Aloviks

11.10.2375

Erneut nahm ich heute an einer gesellschaftlichen Zusammenkunft teil, bei der über diverse Themen gesprochen wurde. Teilweise beteiligte ich mich an den Unterhaltungen. Ich beobachtete erneut, dass Lt.Cmdr. Colt ebenfalls anwesend war, sich jedoch deutlich abseits der Gruppe positionierte und offensichtlich intensive Studien betrieb. Erneut bestätigte sich meine schon mehrfach getätigte Beobachtung, was den Charakter der Sicherheitschefin angeht. Sie macht einen äußerst gefassten und gefestigten Eindruck auf mich. Leider ergab sich bisher nicht die Gelegenheit, diese Eindrücke durch ein Gespräch zu verifizieren.

17.10.2375

Erneut führte ich heute eine meditative Übung mit Lt. Lloyd durch. Die seit über einem Jahr getätigten Sitzungen zeigen mittlerweile deutliche Fortschritte. Seine bisher verkümmerten telepathischen Fähigkeiten sind mitlerweile in der Lage, aus der Vielzahl mentaler Eindrücke auf ihn gezielt einzelne Bilder und Elemente herauszufiltern. Ich war demnach erfolgreich, ihm einige Grundzüge des telepathischen Wissens zu vermitteln und zur Anwendung zu bringen. Lt. Lloyd hat gelernt, sich auf eine der Stimmen in seinem Kopf zu konzentrieren. Übereinstimmend mit der Aussage von Cmdr. Wingers vermute auch ich ein enormes telepathisches Potential bei Lt. Lloyd, dass jedoch bislang nie ausreichend trainiert werden konnte. Da auch meine Fähigkeiten in diesem Bereich nahezu rudimentär sind und ich kein ausgewiesener Mentor bin, sehe ich mich nicht in der Lage, ihm dahingehend weitere Führung anbieten zu können. Hier sind sicher geschulte, volltelepathsiche Mitglieder seiner Spezies nötig. Dennoch werden wir das Training fortsetzen, um einen Übungscharakter zu erhalten.

Heute beschränkten wir uns auf drei Übungsdurchgänge. Alle drei Versuche waren erfolgreich: Lt. Lloyd konnte erfolgreich aus der Vielzahl der Gedanken, die ich ihm anbot einen speziellen aufgreifen.

20.10.2375

Im Rahmen einer Sicherheitsüberprüfung während der Alpha-Schicht hatte ich heute die Möglichkeit, Cmdr. Colt über einen längeren Zeitraum zu beobachten. Erneut faszinieren mich die Charakterzüge der Sicherheitschefin, die sie bei einem Großteil der Besatzung zu einem emotional unbeliebten Crewmitglied machen. Bemerkenswert ist jedoch ihr Maß an Pflichtbewusstsein, analytischem Denken, Direktivenkonformität und Direktheit. Besonders die Denkstrukturen, die ich aufgrund von verbalen Äußerungen des Commanders vermute, scheinen von außerordentlicher Logik gekennzeichnet zu sein. Zweifelsfrei handelt es sich dabei um Charakterzüge, die anderen Crewmitgliedern an Bord irrelevant sind, meiner Ansicht nach handelt es sich jedoch um einen bemerkenswert gefestigten Charakter.

23.10.2375

Ich erhalte die Nachricht vom Tod Lt.Cmdr. Onio Dotokas. Er verstarb gestern bei der Zerstörung der USS Liverpool, die im Rahmen der Offensive der Föderation im Kalandra-Sektor an einem Angriff der 7. Flotte beteiligt war. Lt.Cmdr. Dotoka war während meines Praktikums auf der USS York mein Reparaturteamleiter. Ich erwarb etliche Kenntnisse durch seine ungewöhnliche, aber effektive Wartungsarbeit. Er wurde einige Jahre nach der Beendigung meines Praktikums auf der USS York auf die Liverpool versetzt.

29.10.2375

Seit über vier Wochen hatte ich heute die Möglichkeit, mit Jane zu sprechen. Anders als bisher von mir gewohnt sprach meine Frau nicht die fehlende körperliche und emotionale Nähe zu mir an. Auf meine Rückfrage diesbezüglich teilte sie mir mit, dass sie sich zunehmend daran gewöhne, sich nicht in meiner Nähe aufzuhalten. Ich begrüße diese Einstellung von ihr, da es nur logisch ist, sich mit der Tatsache abzufinden, dass regelmäßige Anwesenheiten durch meine Tätigkeit an Bord der Exeter nicht möglich sind. Fehlende soziale Kontakte mit mir gleicht Jane nach ihrer Aussage durch gemeinsame Unternehmungen mit Jean Godhier aus, von dem sie mir Grüße ausrichten ließ. Er freue sich darauf, mich in naher Zukunft erneut begrüßen zu dürfen. Jean arbeitet mittlerweile im Auftrag von Starfleet R&D auf der Erde und hat so deutlich häufiger die Möglichkeit, meine Frau zu besuchen. Die Reflektierung meiner Entscheidung, von Forschungsaufgaben in den aktiven Dienst der Sternenflotte zu wechseln scheint mir jedoch nach wie vor korrekt.

7.11.2375

Im Gegensatz zu den Übungen mit Lt. Lloyd zeigen die Meditationssitzungen mit Thomas deutlich geringere Erfolge. Seinem lobenswerten Ziel, durch negative Emotionen weniger stark beeinträchtigt zu sein, kommt er nur langsam näher. Ich bin mir durchaus bewusst, dass er nie vulkanische Disziplin und völlige Emotionslosigkeit besitzen wird, sein erklärtes Ziel "nicht immer sofort unter die Decke zu gehen" sollte jedoch nach realistischer Einschätzung möglich sein.

Die heutige Übung muss jedoch als wenig erfolgreich eingestuft werden. Nach etwa 30 Minuten gelang es ihm, sich in den Grundzustand der Meditation zu versetzen und ein emotionales Gleichgewicht zu verspüren. Selbiges entglitt jedoch bereits bei der ersten Konfrontation mit seinem Vater, dessen Bild ich ihm kontakttelepathisch offerierte. Er entschuldigte diesen Zustand mit dem körperlich fordernden Tag, was jedoch nicht notwendig war.

15.11.2375

Erneut beobachtete ich heute während einer geselligen Zusammenkunft die Verhaltensmuster von Lt.Cmdr. Colt. Erstmals trat ich den direkten Vergleich ihrer und meiner Verhaltensweisen an und gelangte zu einem faszinierenden Ergebnis. Ich stellte aufgrund des Vergleichs von über 16 verschiedenen Situationen fest, dass ich meine Verhaltensweisen deutlich an mein kulturelles Umfeld angepasst habe. Neben dem Konsum von alkoholhaltigen Getränken und Tierprodukten spreche ich drei Mitglieder der Besatzung in der 2. Person Singular an und verwende deutlich häufiger als im Vergleichszeitraum vor einem Jahr menschliche Metaphern um Zustände und Situationen auszudrücken. Lt.Cmdr. Colt hingegen separiert sich nach wie vor von der Besatzung, um Studien zu betreiben und ihre Aufgabe an Bord als Mittelpunkt ihrer Anwesenheit darzustellen. Sie meidet gesellschaftliche Ereignisse weitgehend und artikuliert meines Wissens nach mit allen an Bord befindlichen Personen in der 3. Person Singular.

Ich bin nach wie vor der Überzeugung, mich an meinen kulturellen Lebensraum anpassen zu müssen, um erfolgreich mit den Individuen an Bord zusammenzuarbeiten. Dennoch stelle ich fest, dass dies auch möglich scheint, ohne sich in dieser Weise von seiner eigenen Lebensweise zu entfernen. Hauptsächlich dieses Verhalten fasziniert mich an Lt.Cmdr. Colt. Pflichtbewusstsein, Korrektheit und Aufrichtigkeit zeichnen sie als außerordentlich herausragende Persönlichkeit an Bord aus.

Ihr Verhalten und ihr Charakter sind für einen Menschen ausgesprochen stark ausgeprägt, in Bezug auf die Persönlichkeitsanalyse von mir muss ich zu dem Schluss kommen, dass sie meine Charakterstärke bei weitem übertrifft. Speziesbezogen könnte man aussagen, Lt.Cmdr. Colt entspricht deutlich stärker einem vulkanischen Charakter, als dies bei mir der Fall ist. Diese faszinierende Beobachtung sollte ich in Zukunft verifizieren und auf Eignung hin überprüfen.

27.11.2375

In einer Fachzeitschrift über vulkanische Medizin laß ich heute einen Artikel über unplanmäßige Auftreten des Pon-farr-Ereignisses. Der Artikel zeichnete sich durch eine enorme Indiskretion des Themas aus, machte mir jedoch die Problematik der räumlichen Trennung von meiner Frau deutlich.Durch externe Einflüsse kann, laut der Aussagen des Mediziners jederzeit ein Pon-farr-Zustand herbeigeführt werden, der sich in Art und Dauer nicht von dem natürlichen Auftauchen unterscheidet. Demzufolge bin ich in einem solchen Fall extrem gefährdet, was meine Gesundheit betrifft. Sollte ein solcher Zustand an Bord der Exeter eintreffen, bin ich möglicherweise nicht in der Lage, rechtzeitig zur Erde zurückzukehren und die Paarung mit Jane durchzuführen.

Die einzige logische Schlussfolgerung dieser Tatsache ist, für diesen unplanmäßigen Fall eine geeignete Partnerin an Bord der Exeter auszuwählen.Ich teilte diesen Plan meiner Frau mit und rechnete mit einem emotionalen Zustand der Erleichterung bei ihr, da mich diese Entscheidung im eintretenden Fall retten kann. Anders als erwartet reagierte Jane verärgert über meine Ankündigung, eine geeignete Ersatzpartnerin für Notfälle an Bord auszuwählen. Ihre Argumente konnte ich aufgrund emotionaler Argumentationslinien nicht nachvollziehen. Rückfragen waren nicht möglich, da Jane die Kommunikation unvorhergesehen abbrach. Ich stellte eine Liste mit geeigneten Partnerinnen zusammen.

29.11.2375

Meine Liste für potentielle Partnerinnen im Falle eines unvorhergesehenen Pon-farr-Ereignisses ist fertig gestellt. Von den an Bord befindlichen drei Vulkanierinnen kommt keine in Frage, da sie alle auf Vulkan selbst aufgewachsen sind und damit der direkten Lehre Suraks folgen und eine kombinierte Partnerschaft ablehnen. Einzige und vierte Möglichkeit ist Lt.Cmdr. Colt. Zwar stammt sie von Terra, vor allem ihr charakterliches Profil macht sie jedoch vollständig kompatibel mit meinen Vorstellungen einer Partnerin.

Mein Versuch, Jane das Ergebnis mitzuteilen scheiterte, da sie offensichtlich nicht erreichbar scheint, da ich sie im Verlauf mehrerer Stunden nicht per Subraumkommunikation erreichen konnte. Ich teilte ihr meine Entscheidung daraufhin per Brief mit.

2.12.2375

Die USS Exeter befindet sich mit der gesamten 8. Flotte auf dem Weg nach Betazed um dort die Besetzung durch das Dominion zu beenden. Nach einer massiven kriegerischen Auseinandersetzung, die jedoch ohne gravierende Verluste endet kann Betazed vom Dominion befreit werden. Bodentruppen werden abgesetzt. Die Exeter patrouilliert in dem Gebiet.

Weiterhin wird die Exeter von einer parasitären Lebensform befallen, welche, wie sich später herausstellte von PO Kaleb an Bord gebracht wurde. Die Lebensform zeichnet sich durch ein außerordentliches Fortpflanzungsverhalten aus und breitete sich in extremer Geschwindigkeit an Bord der Exeter aus. Da auch diverse schiffsrelevante Systeme wie die EPS-Leitungen befallen wurden, blieb in einigen Situationen nur die Vernichtung der Lebensformen im sinne der Selbsterhaltung der Exeter als Alternative. Gemeinsam mit Ens. Parker wurde der Plan entwickelt, die Energieleitungen des Schiffes mit Kühlmittel zu fluten und dadurch alle Lebewesen in diesem Bereich zu eliminieren. Wir führten den Plan erfolgreich aus und konnten nach der Entlüftung des Kühlmittels durch die Warpgondeln das EPS-Netz wieder in Betrieb nehmen, um der Exeter die volle Operationsfähigkeit zu ermöglichen.

In diversen Diskussionen sah ich mich genötigt, gegen die Ausrottung der gesamten parasitären Lebensform zu argumentieren. Entgegen dem Verständnis etlicher Crewmitglieder handelt es sich auch bei den als Tribbles bezeichneten Lebensformen um eigenständiges Leben, das eine identische Existenzberechtigung innehat, wie alle anderen Lebensformen ebenfalls.

3.12.2375

Es wird bekannt, dass cardassianische Kräfte die um Betazed verbliebenen Einheiten zu einer neuen Kampfeinheit formieren wollen. Lt. Lloyd informiert mich jedoch, dass der Plan vereitelt werden konnte, indem die Nachricht an die gegnerischen Schiffe vorzeitig abgefangen werden konnte und sich die Exeter somit vorzeitig an dem Standort einfinden konnte um die gegnerischen Truppen zu zerschlagen.

Rückkehr nach Betazed. Auftrag hier war das Einsammeln von Trümmerteilen nach der Schlacht. Mutmaßungen zufolge, die hier jedoch nicht von Relevanz sind, handelt es sich dabei um einen so bezeichneten Alibi-Auftrag, der die USS Exeter vom eigentlichen Ort der Handlung Abziehen soll. Meine Versuche, diese These mit Lt. Tohkinen zu diskutieren ließen mich erkennen, dass Diskussionen dieser Art die emotionale Handlungsbereitschaft an Bord der Exeter nicht fördern.

Im Rahmen des Einsammeln der Trümmerteile wurde eine Supply-Mission angesetzt, in dessen Rahmen Ens. Parker und ich in Schutzanzügen auf ein nicht mehr funktionsfähiges Schiff der Akira-Klasse gebeamt wurden. Die Aufgabe hier war die Demontage mehrerer Plasmaknoten, die als Ersatzteile verwendet werden sollen. Die Mission zeichnete sich als Erfolg ab, bis sich durch die Auswirkung von mir angewandter großer Kraft, die zur Demontage eines Knotens nötig war, ein Duraniumträger löste, trotz geringer Gravitation abwärts stürzte und mein Handgelenk wesentlich in seiner Funktion beeinträchtigte, indem es zerstört wurde. Obwohl MCPO Westwood nicht anwesend war, entschied er einen Nottransport durchzuführen, obwohl Ens. Parker an dieser Stelle die ranghöhere Person war. Der Transport hatte zur Folge, dass durch die höhere Gravitation auf der Exeter die Gewichtskraft des Trägers zunahm und mein Gelenk zusätzlich beeinträchtigt wurde.

Im Rahmen einer umfangreichen Operation konnte die Funktionalität meines Handgelenks wieder hergestellt und sämtliche anatomischen Verbindungen rekonstruiert werden. Zusätzliche Meditation beschleunigte den Heilungsprozess positiv. Negativ wirkte sich hier jedoch meine noch immer ungeklärte genetische Beeinträchtigung aus, die die Regeneration verlangsamte. Noch immer scheinen keine Gründe vorzuliegen, warum mein genetischer Code in dieser Weise beeinträchtigt scheint. In diesem Zusammenhang sprach mich Ens. Conway an und bat mich, die medizinischen Unterlagen meiner Eltern anzufordern. Ich sandte eine entsprechende Anforderung ab. Nach wie vor kann ich laut Aussage der Mediziner auf eine vollständige Diskretion zu diesem Thema bauen.

Weitere Meditation, bei der mich Ens. Conway geringfügig unterstützte, bewirkten eine weitergehende Heilung.

Währenddessen wurde eine Außenmission auf Betazed durchgeführt, die zur Unterstützung der Bodentruppen diente. Der Auftrag dort lautete, einen gesuchten Verbrecher der Ferengie gefangen zu nehmen. Trotz erfolgreicher Mission wird Lt.Cmdr. Colt schwer verwundet. Noch bevor ich die Möglichkeit habe, ihr Katra durch eine Geistesverschmelzung zu sichern, was ich im Falle der Möglichkeit ohne zu zögern durchgeführt hätte, erliegt Lt.Cmdr. Colt ihren Verletzungen.

Während an Bord teilweise erheiterte Stimmung entsteht, die mit dem Tod von Lt.Cmdr. Colt zusammenhängt, muss ich eingestehen durch ihren Tod massiv belastet zu sein. Ihr Tod ist zwar aufgrund der Ereignisse logisch und auch jederzeit zu erwarten gewesen, führt bei mir jedoch zu massiven Reaktionen. Ich habe verstärkt Probleme, Emotionen, die bei fühlenden Lebensformen mit dem Tod einer nahestehenden Person verbunden sind zu unterdrücken. Neben der Tatsache, dass sie jetzt für mich nicht als Partnerin zur Verfügung steht, belastet mich vor allem die Tatsache, Lt.Cmdr. Colt nie ihre persönliche Relevanz in meinem Leben erläutern haben zu können. Ich bin mir nicht sicher, aufgrund welcher Tatsachen und logischen Schlussfolgerungen ich diese Tatsache bewerten soll. Eventuell haben hier emotionale Zustände einen Einfluss, die mich in einer logischen Urteilsfindung beeinträchtigen.

Negativ zu beurteilen ist die Tatsache, dass mehrere Crewmitglieder meine außergewöhnlichen Umstände wahrgenommen haben, was ihnen aufgrund von differenter Stimmintonation, für meine Person im Normalfall nicht zu beobachtende Bewegungsmuster und außergewöhnliche Aktionen möglich war.

Ich lehnte jede Form der Kommunikation über dieses sehr persönliche Problem ab, bin mir jedoch im klaren, diesen Zustand nicht dauerhaft aufrechterhalten zu können. Zum einen habe ich bei einigen der Personen, die mich angesprochen haben ebenfalls sehr intensive Einblicke in deren Privatleben, weshalb es nur als logische Gerechtigkeit empfunden werden kann, ebenfalls offen zu sprechen. Zum anderen könnte, wenn ich keine Begründung meines Zustands abliefere dies zu der Beurteilung führen, nicht mehr dem Dienst an Bord der Exeter gewachsen zu sein.

Durch weitere Meditation war ich wieder in der Lage, meinen Zustand zu normalisieren. Dennoch beschäftigte mich die Unlogik der Tatsache, dass mich der überaus logische Tod von Cmdr. Colt in dieser Weise zu beeinflussen scheint.

Die USS Exeter setzte Kurs nach Cardassia Prime um sich an den dortigen Kampfhandlungen zu beteiligen. Auf dem Weg dorthin erhalten wir einen neuen Auftrag, in der Nähe von Betazed einige Frachter der cardassianischen Kräfte anzugreifen, die Gefangene der Alliierten Truppen von cardassianischen Stationen evakuieren. Ens. Parker schließt sich dem Außenteam an, da ich aufgrund meiner Verletzung am Arm nach wie vor nicht für den aktiven Dienst bereit bin.

Von der Brücke aus bin ich in den Angriff involviert, die Schilde sowie den Antrieb der Frachter auszuschalten, um dem Interventionsteam und später dem Sicherheitsteam die Chance zu geben, den Frachter erreichen zu können. Weiterhin sind wir in Kämpfe gegen feindliche Streitkräfte involviert, die unsere Aktion unterbinden möchten. Erneut fällt mir an dieser Stelle der teilweise hohe Grad der Unkoordination des Flottenverbandes sowie die extrem hierarchisch geprägte Befehlsstruktur auf. Die Mission ist erfolgreich.

Lt. Lloyd spricht mich an, eine erneute Übung mit ihm abzuhalten. Ich stimme zu, habe jedoch Bedenken was meinen mentalen Zustand betrifft. Zunächst verläuft die Übung erfolgreich für Mr. Lloyd. Er ist im Stande gezielt einen Gedanken aus der Vielzahl an mentalen Bildern herauszufiltern, die ich ihm anbiete. Im Gegensatz dazu verläuft der zweite Übungsdurchgang unvorhergesehen. Lt. Lloyd greift unbeabsichtigt und ohne eine Interventionsmöglichkeit meinerseits auf den Gedanken an den Tod von Cmdr. Colt zu. Ohne in der Lage zu sein, ihm dieses Bild komplett nehmen zu können, versuche ich, jegliche Gedanken an Lt.Cmdr. Colt zu unterdrücken. Lt. Lloyd wird sich bewusst, einen unbeabsichtigten Vorgang durchgeführt zu haben. Wir brechen die Übung ab, er stellt mich zur Rede und fordert mich auf, die Art dieses Zwischenfalls zu schildern. In vollem Bewusstsein, keine direkte Unwahrheit an dieser Stelle anbringen zu können halte ich es für logisch, Lt. Lloyd in meine Beziehung zur Person von Cmdr. Colt zu involvieren. Ich lege ihm die Beweggründe meiner Entscheidung dar und versuche meinen außergewöhnlichen Zustand verbal auszudrücken. Ich schildere Lt. Lloyd meine Entscheidung, dass Lt.Cmdr. Colt die einzig logische Wahl einer Partnerin an Bord der Exeter im Fall eines unvorhergesehenen Pon-farrs ist, dass mich ihr Tod erstaunlicherweise emotional belastet und ich bedauere, ihr nie ihre Relevanz in meinem Leben mitgeteilt zu haben. Lt. Lloyd versucht, geeignete Worte für diese Situation zu finden, ist dazu jedoch nicht in der Lage, da ein derartiges Ereignis für ihn unvorhergesehen war.

4.12.2375

Ich erfahre während der medizinischen Nachuntersuchung, in der die Integrität meines Armes festgestellt werden kann, dass Lt.Cmdr. Colt einen geheimen Auftrag an Bord der Exeter durchgeführt hat. Im Auftrag von Starfleet Sicherheit und Adm. Dawson sollte sie Beweise für die Unfähigkeit der Crew der USS Exeter und im speziellen von Cpt. Starkov sammeln. Im Laufe ihrer Anwesenheit hier konnte sie nach Aussage von PO Dawson, die mich darüber in Kenntnis setzte jedoch keine ausreichenden Beweise dafür finden und schien sich darüber hinaus an Bord der Exeter an die hier vorherrschenden Verhaltensmuster anpassen. "Sie pflegte sich einzuleben", wie PO Dawson formulierte. Persönlich irritiert mich die Existenz dieses geheimen Auftrags, im Gegensatz zur Festen Überzeugung PO Dawsons gehe ich an dieser Stelle jedoch nicht von einem Verrat aus. Meine Beweggründe dafür basieren auf dem Persönlichkeitsprofil von Cmdr. Colt, in das sich Verrat oder eine andere derartige List nicht einordnen lässt. Weiterhin vermute ich, dass PO Dawson an dieser Stelle emotional überreagiert, da der geheime Auftrag von Cmdr. Colt in direktem Zusammenhang mit der Beziehung zwischen ihr und ihrem Vater steht. Ich bin überzeugt, dass der Commander lediglich aufgrund direkter Befehle handelte und diese Mission nicht auf eigenen Willen durchgeführt hat. Die Tatsache, dass sie sich an die Gewohnheiten an Bord anzupassen schien sprechen genauso dafür wie die, dass Sie dem Captain kurz vor ihrem Ableben den Zugriffscode für die Logbücher mitteilte, in denen sie ihre Informationen hinterlassen hatte. Ich würde es begrüßen, Zugriff auf diese Logbücher erhalten zu können um eventuell meine Einstellung gegenüber Lt.Cmdr. Colt zu revidieren. Sollte dies nicht notwendig sein, bin ich geneigt, meine hohe Meinung über Cmdr. Colt weiter zu intensivieren. In diesem Fall zeichnete sie sich nicht nur durch einen engagierten und strebsamen Charakter aus, sondern auch als extrem loyaler und pflichtbewusster Offizier.

Während des Fluges nach Cardassia Prime wurde von der Flottenleitung eine Kursänderung befohlen, die uns nach DS9 lenkte. Informationen, die mir durch Dritte zugetragen wurden, soll hier der Vorrat an Photonentorpedos aufgestockt werden. Ich bin nicht sicher, ob ein erneuter Aufschub des Eintreffens am Ort der Kampfhandlungen logisch ist, vermag jedoch aufgrund fehlender taktischer Kenntnisse diese Entscheidung vollständig nachzuvollziehen.

In Bezug auf das Quantenslipstreamprojekt entschied ich zu beantragen, die Stufe der Geheimhaltung zu lockern. Dies hat vor allem den Grund, dass durch ein offenes Projekt ohne Einschränkung der beteiligten Teammitglieder weitere Ideen und Problemlösungskompetenzen in das Team integriert werden können. Weiterhin habe ich mehrfach beobachtet, dass sich viele Humanoide im gegenseitigen Gespräch mit gemeinsamen Ideen auseinandersetzen und so sogenannte Synergieeffekte nutzen. Da zur Zeit des Projektstarts CO Stafford die Geheimhaltung des Projektes anvisierte, besprach ich die Angelegenheit jetzt mit Cpt. Starkov, der meinem Plan zustimmte. Ich hoffe sehr, dass sich ab jetzt Mitglieder aller Abteilungen bei mir melden, um einen Beitrag zu diesem Forschungsprojekt zu leisten. Tatsächlich lassen sich Mitglieder aller Fachrichtungen an Bord in das Projekt involvieren. Neben den bereits beteiligten sollte die medizinische Abteilung mögliche Auswirkungen auf den Körper in Erfahrung bringen, die Flugkontrolle geeignete Lenk- und Beschleunigungsmannöver erarbeiten und die Sicherheits- und taktische Abteilung die Vor- und Nachteile dieser Antriebstechnologie in Zusammenhang mit Flottenbewegungen und Raumgefechten erörtern.

Auf dem Weg nach DS9 empfing unser Schiff eine Notruf-Transmission von einem kleinen Schiff, das betazoidische Flüchtlinge aufgenommen hatte. Die Personen waren von dem von Cardassianern besetzten Betazed geflohen und daher noch nicht über die Befreiung des Planeten informiert. Wir waren in der Lage, die auf dem Raumschiff befindlichen Personen zu retten und an Bord zu nehmen. Kurz danach zeigten mehrere Crewmitglieder anormales Verhalten in Bezug auf Aussagen oder spezielle Wünsche. In der Vermutung, zusammen mit den Flüchtlingen einen Mikroorganismus an Bord verbreitet zu haben, wurde vorsorglich ein Quarantänekraftfeld errichtet, in dessen Einflussbereich ich mich ebenfalls aufhalten musste, da ich für technische Unterstützung ebenfalls die Krankenstation aufgesucht hatte. Gleichfalls wurde ich durch den vermeintlichen Mikroorganismus befallen, indem ich den spontanen massiven Wunsch verspürte, einen Tee zu mir zu nehmen. Im Laufe dieser und folgender weiterer Auswirkungen wurde mir jedoch bewusst, dass es sich nicht um einen Mikroorganismus sondern um telepathischen Einfluss durch die betazoidischen Flüchtlinge handelte. Noch während ich versuchte, den Einfluss auf eine der fünf an Bord genommenen Personen einzugrenzen, musste ich weitere technische Unterstützung im Transporterraum leisten, der ebenfalls unter Quarantäne gestellt worden war. Nach der erfolgreichen Reparatur, bei der ich MCPO Westwood unterstützte, kehrte ich in die Krankenstation zurück, wo kurz danach die Quarantäne aufgehoben wurde.

Im folgenden wurde ich Zeuge einer als sehr faszinierend zu bezeichnenden Erfahrung. Wir wurden von den betazoidischen Flüchtlingen informiert, dass es sich bei den fünf von uns aufgenommenen Personen um Mitglieder eines religiösen Ordens handelte, dessen Aufgabe ist, ein Kind zu beschützen und aufzuziehen, das über massive telepathische Kräfte verfügt. Die Kräfte seien nach Aussage der religiösen Führerin so stark, dass dauerhaft eine erwachsene Person anwesend sein und durch telepathischen Einfluss die Kräfte des Kindes begrenzen muss. Aufgrund der besonderen Situation und der vielen anwesenden Personen an Bord der Exeter fiele dies laut Aussage der Führerin schwer, was zusätzliche Unterstützung notwendig machte. Lt. Lloyd, Lt. Silok, Ens. Conway und ich erklärten uns bereit, diese Prozedur zu unterstützen und einge der starken unkontrollierten Emotionen des Kindes auf uns zu nehmen. Die Situation enthielt Parallelen zu den Ereignissen auf Bajor vor etwa 14 Monaten, was es zunächst unlogisch machte, der Bitte zu entsprechen. Das Wohlergehen der Mannschaft in Bezug auf die mentale Unversehrtheit kehrte die Verhältnisse jedoch um und machte es unabdingbar, der Bitte zu entsprechen. Wir bereiteten uns vor, indem wir zunächst Cmdr. Stafford über die Situation informierten und uns danach sämtlicher Waffen entledigten, um keine Gefahr darzustellen. MCPO McPhearson schlug weiterhin vor, den Raum, in dem wir uns während des Rituals aufhalten mit einem Kraftfeld zu sichern.

Das Ritual selber gestaltete sich als eine Form der Gedankenverschmelzung, die von mir nicht auf Anhieb erfolgreich durchgeführt werden konnte, da die von dem betazoidischen Kind ausgestrahlten Emotionen derart massiv waren. Unmittelbar nach dem erfolgreichen Ritual bemerkte ich erste Einflüsse durch die von dem Kind ausgestrahlten Emotionen. Es fällt mir schwer, die verschiedenen Eindrücke zu beschreiben. Eindeutig ist, dass sich das Verhalten der vier beteiligten Personen sehr an das eines Kindes annäherte und uns zu unlogischen Handlungen bewegte. Gesicherten logischen Schlussfolgerungen nach stiftete uns kindliche Neugier dazu an, einen Weg aus dem gesicherten Raum zu finden. Wir konnten Zugriff auf eine Jeffriesröhre erhalten, die es uns ermöglichen sollte, den Raum zu verlassen, nachdem sich weder Crmn Vaughn noch Steven dazu bereit erklärten, mit uns zu spielen. Warum ich diesen Wunsch verspürte, ist mir wie erwähnt auch nach wie vor nicht klar. Im folgenden beschädigten wir einige Kraftfelder und Sicherheitsschotts in der Jeffriesröhre, die das Ziel hatten unser kontinuierliches Vordringen in Richtung Brücke, die der neue Ort zum Ausüben kindlicher Spiele sein sollte, zu stoppen. Dies gelang hauptsächlich durch den Phaser von Lt. Lloyd, der nicht vorher abgelegt worden war. Auf der Brücke angekommen, verspürte ich das massive Verlangen, mit Thomas McCullum zu spielen und auf dem Sessel des Captains Platz zu nehmen. Beides konnte nicht zur Ausführung kommen, da wir in einen Frachtraum gebeamt wurden. Dort eskalierte die Situation, da Lt. Silok Ens. Conway und mich durch einen Nackengriff zur Bewusstlosigkeit brachte und durch die Unkoordiniertheit der Sicherheitsmaßnahmen das Sicherheitspersonal diese Aktion nicht unterbinden konnte. Kurz danach endete der emotionale Einfluss, da die USS Exeter DS9 erreicht hatte und unsere Gäste das Schiff verlassen konnten. Der emotionale Einfluss löste sich innerhalb weniger Minuten fast vollständig, da die Intensität der mentalen Verbindung nicht dauerhaft durchgeführt worden war. Insgesamt eine wie schon erwähnt faszinierende Erfahrung, die mich und die anderen Beteiligten jedoch von der gesamten Besatzung als kindliche agierenden Charakter ansehen ließ. Offenbar schien dies fast allen anderen Crewmitgliedern jedoch bewusst zu sein, da die Anzahl an aufkommenden Rückfragen zu diesem Thema unter drei lag. Weiterhin interessant war für mich der offensichtlich sehr hohe Grad der Unordnung, den unsere Aktionen vor allem in der Abteilung der Sicherheit verursachte. Meiner Auffassung von schiffsinterner Sicherheit zufolge sollte es nicht möglich sein, gegen den Willen der Sicherheit mehrere Decks durch Jeffriesröhren zu durchqueren und ungehindert auf die Brücke zu gelangen. Hier muss jedoch sicherlich entgegengehalten werden, dass unseren Personen kein Schaden zugefügt werden sollte.

Nach einer angemessenen Pause zur Meditation, die ich nutze, um die angehäuften Emotionen zu eliminieren, wurde ich wieder als dienstbereit eingestuft.

Wir führten einen Angriff auf feindliche Schiffe durch, bei dem die USS Exeter massive Schäden erlitt. Vor allem eine kollidierende Miene hatte eine massive Beeinträchtigung der Schiffssysteme und personelle Opfer zur Folge. Diverse Systeme, darunter die Transporter, Schilde, der Antrieb, Waffenkontrolle und die Sensoren wurden in Mitleidenschaft gezogen. Weiterhin beschädigt wurden die Traktorstrahlemitter und die gesamte vordere Shuttlerampe. Zunächst koordinierte ich die Reparaturarbeiten von der Brücke aus, was sich jedoch als ineffektiv erwies, da keine einwandfreie Kommunikation mit den Schadenskontrollteams möglich war. Den Verlust der Sensoren glichen wir zeitweise durch ein Sensornetz der Valkyrie-Jäger aus. Als weiteres großes Problem gestaltete sich der Verlust mehrerer primärer und sekundärer ODN-Knoten, weshalb keine Kontrolle des Schiffes von der Brücke aus möglich war. Da auch die Sekundärsysteme ausgefallen waren, entschied ich, mit Ens. Parker eine temporäre ODN-Leitung vom primären Verteilergitter aus dem Maschinenraum zur Brücke zu legen. Ohne Zusatzverstärker sorgte hier jedoch vor allem die Signalstärke und das unsynchronisierte Signal für Probleme. Da auch die vorderen Konsolen bei einem direkten Brückentreffer massiv beschädigt wurden, konnte das optische Datennetz der hinteren Brückekonsolen verwendet werden, um die Flugkontrolle und die Operations einsatzfähig zu halten.

Während die USS Exeter durch andere Schiffe der Flotte beschützt wurde, gelang es der technischen Abteilung, das Schiff flug- und kampftauglich zu machen. Eine taktische Wende, die höchstwahrscheinlich die Vernichtung der geschwächten USS Exeter verhinderte war die Entscheidung der Streitkräfte der Cardassianischen Union, sich dem Flottenverband der Alliierten Truppen anzuschließen und ab jetzt auf Seite der Föderation den Krieg gegen das Dominion zu führen. Der Grund der Entscheidung wurde uns nicht mitgeteilt, wahrscheinlich wird innerhalb der nächsten Tage hier eine ausführliche Aufklärung erfolgen. Persönlich hielt ich die Wahrscheinlichkeit, dass es sich hier um einen taktischen Zug mit dem Ziel, unsere Kräfte von einem weiteren Angriff auf die ebenfalls geschwächten Cardassianischen Schiffe abzuhalten, handelte, für extrem groß. Im Rahmen von Verhandlungen der Flottenleitung wurde entschieden, dass einige Mitglieder des Personals beider Seiten jeweils auf dem anderen Schiff stationiert werden. Neben einem Großteil der Besatzung der Exeter hielt ich dieses Vorgehen ebenfalls für eine taktische Täuschung der Cardassianer, um ausreichend Zeit für die Reparatur der eigenen Systeme und eine Infiltration unserer Schiffe zu bekommen.

Persönlich hatte ich nur wenig Kontakt zu den drei cardassianischen Besuchern an Bord, war jedoch Ohrenzeuge einer Unterredung zwischen einem cardassianishen Gul und Lt. Tohkinen, die eine meines Erachtens nach zu einem möglicherweise negativen Ergebnis hätte kommen könnende Unterhaltung über den Sinn der cardassianischen Besetzung Bajors führten.

Nach der Abreise der Gäste gesellte ich mich zu einer gesellschaftlichen Zusammenkunft, bei der ein Kartenspiel gespielt wurde, an dessen Ende es möglich war, Holodeckressourcen, die im Rahmen des Spiels vorher von andere Spielern riskiert wurden, zu gewinnen. Mir erschien das Spiel nicht nur unlogisch, vor allem die Tatsache, dass unter Umständen massive Unwahrheiten gegenüber anderen Spielern zum Erfolg führen, machten eine Beteiligung meinerseits unsinnig. Im Rahmen der Zusammenkunft fiel mir erneut auf, dass ich auch an dieser Stelle mich an die Kultur auf der USS Exeter angepasst hatte und war mir sicher, Cmdr. Colt hätte diese Gelegenheit genutzt, um Studien zu betreiben oder sich anderweitig fortzubilden. Weiterhin führte ich einen mäßigen Alkoholkonsum durch, der PO Dawson veranlasste, mich trotz ihres bereits erhöhten Alkoholspiegels zu einem Wettkampf aufzufordern, dessen Inhalt es war, in möglichst kurzer Zeit die größte Menge alkoholhaltiger Getränke zu sich zu nehmen. Ich stimmte zu mit dem Bestreben, diese Art des Wettkampfes verstehen zu wollen und beabsichtigte, auf diese Weise einen möglicherweise engeren Kontakt zu PO Dawson aufbauen zu können. Ich bin mir bewusst, dass diese Argumentation zunächst unlogisch erscheinen mag. Im Laufe meines Dienstes, vor allem auf der USS Exeter stellte ich jedoch fest, dass hier an Bord private und dienstliche Belange häufig vermischt werden und ein regelmäßiger privater Kontakt auch die dienstliche Zusammenarbeit intensiviert und mich auf diese Weise in einige Vorgänge überhaupt erst involviert. Derartiges Verhalten habe ich häufiger an Bord des Schiffes beobachtet, was mich zu dem Schluss kommen lässt, dass es ein unabdingbarer sozialer Bestandteil des Lebens an Bord eines interkulturellen Raumschiffes ist. Wie aufgrund der unterlegenen Physionomie und des bereits zu Beginn des Wettkampfes erhöhten toxischen Blutwerten nicht anders zu erwarten, unterlag PO Dawson. Wir vereinbarten jedoch, bei entsprechender Gelegenheit einen ähnlichen Wettkampf unter annähernd ähnlichen Bedingungen was die toxologische Vorbelastung betrifft, zu wiederholen.

5.12.2375

Unmittelbar nach Beginn der Alphaschicht und kurz vor dem Eintreffen bei Cardassia Prime hatten wir Kontakt mit feindlichen Streitkräften des Dominion. In mehreren Angriffswellen zerstörten wir feindliche Einheiten und orbitale Verteidigungseinrichtungen. Die Exeter erlitt hier im Vergleich zur Schlacht am Vortag nur geringen Schaden. Im weiteren Verlauf der Kampfhandlungen kapitulierte das Dominion und beendet damit den Krieg. Zu diesem Zeitpunkt ist mir der genaue Grund und die Ernsthaftigkeit dieser Kapitulation noch sehr unklar, weiterhin gehe ich von einem weiteren taktischen Manöver aus. Im Verlauf des Vormittags wird jedoch auch von föderationsinternen Quellen bestätigt, dass der Krieg offiziell beendet ist und keine weiteren Kampfhandlungen zu erwarten sind. Persönlich bewerte ich dieses Ereignis als positiv.

Im Rahmen des QSS-Projektes gelingt es mir, Lt. (jg.) Mulligan in das Projektteam zu integrieren. Er steuert sofort mehrere interessante und äußerst positive Impulse zum Projekt bei, was für mich die Erwartung eines positiven Verlaufs des Projektes deutlich erhöht. Mr. Mulligan liefert den operations-relevaten Impuls, von der Modifikation der gesamten Exeter abzuweichen und statt dessen ein Runabout zu modifizieren. Erste Berechnungen was die Energiemenge des Kleinschiffes betrifft, scheinen erfolgversprechend. Durch die modulare Bauweise des Schiffstyps wäre es uns möglich, die gesamte Konstruktion des Prototypen an Bord der Exeter durchzuführen, was lange Umbau- und Rüstzeiten vermeidet. Weiterhin schlägt Lt. Mulligan vor, von der Idee der gespinnten Slipstream-Stränge abzuweichen und statt dessen auf Quanten-Wirbelringe umzusteigen. Weitere synergetische Diskussionen ergaben, dass es möglich sein müsste, Quantenwirbelringe durch einen Slipstreamgenerator in den Subraum zu verlagern und so eine deutlich effizientere Fortbewegungsmöglichkeit zu erhalten. Die Planungen gehen ab jetzt in eine Phase intensivierter Arbeit über. Der Zugewinn von Mr. Mulligan in das Forschungsteam zeichnete sich bereits heute als Bereicherung aus. Weiterhin konnte ich die Conn-Offizierin Winterson als Testpilotin für einen möglichen Testflug gewinnen.

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