Storyline

Starfleet Operations Con 4,5

Persönliches Computerlogbuch Frank B. Parker

Sternzeit 52778.0

Die letzten Tage an Bord der Exeter waren wieder einmal aufregend und nach einiger Zeit des ungewissen Wartens bei Deep Space Nine steht es nun fest, wir sind wieder offiziell im Dienst der Sternenflotte. Unsere Zeit bei den Tactical Forces werde ich jedoch so schnell nicht vergessen. Ich bin doch froh, dass wir nun wieder in einen etwas geregelteren Ablauf übergehen und nicht mehr von Tactical Command wie ein Marionettenschiff behandelt werden. Captain Starkov ist ebenfalls zurückgekommen und hatte uns am letzten Samstag diese gute Nachricht überbracht. Trotzdem wollte auf der Feier am Samstagabend nicht so wirklich eine frohe ausgelassene Stimmung aufkommen. Wie ich in meinem ersten Jahr auf der Exeter gelernt habe, stecken sehr viele Emotionen in dieser doch fantastischen Besatzung. Einige haben sich Gedanken gemacht was aus Stark wohl werden würde nachdem er vom Commander weggebracht wurde. Ich kannte Stark nicht besonders gut und daher kann ich dazu eigentlich nicht viel sagen. Aber aus meiner Beobachtung der Crew heraus hat das Ganze schon eine gewisse Bedeutung. Auch die Ereignisse während der Zeit unter dem Taktischen Kommando, der Verlust von Besatzungsmitgliedern haben eine grobe Spur hinterlassen. Manchmal habe ich den Eindruck, dass sich die Crew der Exeter das etwas zu schwer macht, das mag aber auch daran liegen, dass ich privat früher mehr der Einzelgänger war und gesellschaftliche Ereignisse an Bord der Adamant immer gemieden hatte. Auf der Exeter ist das etwas anders, diese Crew steht fester zueinander als ich es vorher auf der Adamant gewohnt war. Jeder macht sich mehr Gedanken darüber was passiert und selbst wenn ein unbedeutender Crewman im Gefecht ums Leben kommt oder das Schiff verlässt, werden einige doch recht emotional. Abgesehen von den Vulkaniern an Bord, deren logische Diskussionen mich doch ab und an nerven. Vor allem dann, wenn gefeiert werden sollte. Aber dafür sind es eben Vulkanier, die sehr wichtige Aufgaben an Bord der Exeter wahrnehmen.

Eigentlich verlief alles ruhig, bis auf die Tatsache, dass sich eines unserer Shuttles nicht wie vereinbart zurückgemeldet hatte. Da die Exeter nur über eine Rumpfbesatzung verfügte mussten alle sich an der Suche beteiligen. Eine gelungene Abwechslung, wie ich fand. Schließlich machten wir uns an Bord eines Runabouts auf zu einem kleinen bajoranischen Mond. Nachdem wir das Shuttle tief unter der Mondoberfläche ausmachen konnten, begaben wir uns in diese Höhle hinein. Es stellte sich offenbar heraus, das dass Shuttle eingebrochen war und 60 Meter tief unterhalb des Zugangstunnels der Höhe lag. Schwache Energiesignaturen deuteten auf ein beschädigtes Shuttle hin, jedoch wurden die Werte von einer fremden Energiesignatur überlagert, die wir nicht identifizieren konnten. Schließlich beamten wir hinunter und das Team schwärmte aus bis auf Michael Vaughn und meine Wenigkeit. Während der Crewman das Shuttle sicherte, machte ich mich an die Reparatur. Die Sache war nicht sonderlich einfach, da das Klasse 2 Shuttle nicht zu ebener Erde stand, sondern Felsbrocken das Shuttle in eine Schräglage gebracht hatten. Besonders schwierig war die Entfernung eines Steinbrockens, der sich durch die Außenhülle zwischen drei kritische Systeme gebohrt hatte. Ich entschloss mich daher auf Michael Vaughn zurückzugreifen, der mit einem Typ II Phaser den Fremdkörper desintegrierte. Die Stelle war deswegen so ungünstig, da sich das Felsstück zwischen der Dualventilationskammer und zwei abgehenden EPS Verteilerleitungen sowie einem Kontrollventil befand. Ich musste die Treibstoffzufuhr des Shuttles abschalten, was durch die Beschädigung nur manuell möglich war. Wäre die Aktion missglückt, wäre das ganze Shuttle zerstört worden. Als kritisches Element sah ich den Plasmawelleninduktor an, der an das Treibstoffzufuhrsystem über das EPS Wellenrelay A2 gebunden war. Klasse 2 Shuttles sind sehr kompakt gebaut, letztendlich zum Nachteil der Technik. Es ist fast unmöglich ohne Fingerspitzengefühl und sicherheitstechnischen Problemen an aktiven Teilen Wartungsarbeiten vorzunehmen. Nur bei entladenem EPS System, der Deaktivierung der Treibstoffzufuhr und Abriegelung der Tanks ist es möglich ohne Probleme zu arbeiten. Soviel zum Thema Shuttledesign.

Irgendwie habe ich es dann geschafft das Shuttle flugtauglich zu machen und den Antrieb für die Aktivierung vorzubereiten. Mittlerweile waren auch mein Chef und Mister T’Aloviks dabei, das Shuttle schnellstmöglich wieder flugbereit zu machen. Bis auf einen Defekt an einer EPS Hauptleitung gab es jedoch keine weiteren Probleme. Zwar habe ich es nicht geschafft, das Shuttle selbst aus der Höhle zu navigieren, dafür stellte man uns jedoch Joran Sias zur Verfügung. Nach einigem Hin und Her flogen wir dann zurück zur Exeter. Ich war schon fast dabei die Dusche aufzudrehen, da kam der Befehl zur Shuttlerampe zu kommen. Wir erhielten den Auftrag das Bodenteam zu unterstützen und machten uns mit einem Shuttle auf zurück zum bajoranischen Mond. Dort angekommen beamten wir runter und unterstützten das anwesende Sicherheitsteam bei der Erstürmung einer Schmugglerunterkunft. Nach einigen Anfangsschwierigkeiten schafften wir es durch Bruce Wagners heldenhaften Einsatz die Burg zu erklimmen. Im übertragenden Sinne versteht sich. Ich konnte alle betäubten Schmuggler erfolgreich entwaffnen und sammelte alle Tricorder und Handwaffen ein, die ich dann an die Sicherheit übergab. Der Adrenalinstoß war ein guter Ausgleich für die letzten Wochen rund um DS9. Nach der Sicherung der Höhle beamten wir geschlossen auf das Shuttle und kehrten zur Exeter zurück. Diese Situation auf dem bajoranischen Mond werde ich nutzen, um bei Lieutenant Tohkinen einen Lehrgang bei der Sicherheit zu beantragen. Es kommt doch häufiger vor, dass ich als Techniker trotz eines guten Sicherheitsteams in eine Gefahrensituation komme. Schließlich ist der Maschinenraum das Herz eines Schiffes, das nicht nur gut gewartet werden sollte, sondern auch von der Technik in Notfällen ordentlich verteidigt werden muss. Ich will mich daher für eine erweiterte Ausbildung an einem Phaser und Phasergewehr bemühen. Ich habe keine Lust von einem Möchtegern Jem’Hadar eines auf die Mütze zu bekommen. Soviel zu den Ereignissen er letzten Tage.

Nun werde ich aber ein schönes Bad nehmen und das aus meinem Landurlaub mitgebrachte Idritaianische Schaumbad versuchen. Eintrag Ende

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