Storyline

Starfleet Operations Con 3

Persönliches Computer Logbuch - Lt.jg. Silok

29. Dezember 2375

Mein Suchprogramm hat einen Namen auf der Vermisstenliste gefunden. Lieutenant JG Satonwyn wird als vermisst geführt. Laut der Liste unserer Akademiekameraden, die mir Athina gezeigt hat, ist er bei den Einheiten dabei, die laut den Mitteilungen des Oberkommandos beim Sturm auf die Planeten des Chin'toka-Systems eingesetzt wurden. Ich lausche in mich hinein und empfinde nichts.

5. Januar 2375

Die Berechungen über die Stabilisierung der zweiten Phase des Warpexplosionsreaktors werden durch einen zusätzlichen variablen Faktor erschwert. Nach der 123. Millisekunde nimmt die Auswirkung des noch nicht definierten Faktors exponentiell zu so dass nach der 612. Millisekunde die Regelkreisläufe versagen.

11. Januar 2375

Heute habe ich eine Nachricht von Sutik erhalten. Die Suche wurde angegriffen. Zwei Angriffsschiffe der Jem'Hadar haben versucht das Schiff zu zerstören. Der Angriff wurde durch drei Eskortschiffe der andorianischen Territorialverteidigung abgewehrt, die einen Konvoi zu einer andorianischen Kolonie begleiteten. Meine Mutter hat beschlossen, die Mission abzubrechen und sich dem andorianischen Konvoi anzuschließen. Mir verschließt sich die Logik des Vorgehens meiner Mutter. Aufgrund der sensorischen Ausstattung der Suche müssen sie die Jem'Hadar bereits registriert haben bevor diese in der Lage waren sie zu erfassen. Selbst wenn die Jem'Hadar versucht hätten, sich nur an den Sensoremissionen der Suche zu orientieren, wären sie so rechtzeitig registriert worden, dass es der Suche möglich gewesen wäre, die aktiven Sensoren abzuschalten und ihnen auszuweichen. Aufgrund des Befähigungsprofils der auf der Suche Dienst tuenden Personen ist die Wahrscheinlichkeit für eine unentdeckte Annäherung der Jem'Hadar im subdezimalen Bereich. Ich folgere daher, dass meine Mutter bewusst eine Begegnung mit den Jem'Hadar herbeigeführt hat. Ich werde ihr eine Anfrage schicken.

07. Februar 2375

Das Ausbildungsprogramm "Erziehung von 3-6 jährigen Mädchen nach neuesten Erkenntnissen der Psychologie und Soziologie der Universität von San Francisco“ betont wiederholt die Notwendigkeit Menschenkindern in Susannas Alter die Zuneigung ihrer Bezugsperson zu demonstrieren. Mir stellt sich nun das Problem wie ich diese Aufgabe bewältigen soll. Entsprechende Fachliteratur ist nicht vorhanden, praktische Versuche im Holodeck scheinen impliziert auch wenn mir keine Persönlichkeitsmatrix von Susanna vorliegt.

22. Februar 2375

Ich habe eine Nachricht von Athina erhalten. Lieutenant JG Satonwyn wurde aus einem Gefangenenlager des Dominion auf Benzar befreit. Im Rechner des Gefangenenlagers fanden sich Hinweise auf den Verbleib von Leroy Jones denen zufolge er noch am Leben ist. Genauere Daten konnte sie nicht übermitteln.

12. März 2375

Das theoretische Persönlichkeitsmodell von Susanna hat in der ersten Versuchsreihe ihre Abneigung mir gegenüber bekundet, nachdem ich es gezwungen habe seine Spielsachen zu verstauen. Die Verhaltensparameter für Erziehungsberechtigte sind schwer nachzuvollziehen. Einige Quellen raten zu angemessener Strenge, ohne zu qualifizieren was angemessenen ist. Andere raten zu situationsabhängiger Flexibilität.

17. März 2375

T'Paul hat ihre Absicht bekundet, sich der Bewegung von Professor T'Anok anzuschließen. Er vertritt die Ansicht, dass die Schiffbaukapazität T'Khasis sofort zu 50 % auf militärische Produktion umgestellt werden muss. Die Forschungsflotte T'Khasis soll umgewandelt werden wie in den Tagen vor dem Beitritt zur Föderation. Alle Forschungsschiffe wo dies möglich sollen bewaffnet werden um Geleitschutzaufgaben zu übernehmen um damit Schiffe der Sternenflotte freizusetzen. Die Ansichten T'Anoks sind auf T'Khasi umstritten und in den Reihen des Hohen Rates finden sich wenige Unterstützer seiner Argumentationslinien. Ich teile T'Anoks Ansichten, kurzfristig muss die militärische Komponente stark erhöht werden, gleichzeitig darf die wissenschaftliche Komponente nicht vernachlässigt werden da ansonsten mit signifikanter Relevanz die akute Gefahr besteht, dass die Flotten der Föderation dem Feind eine zeitlang standhalten können, dann aber aufgrund des zunehmenden wissenschaftlichen Vorsprung des Gegners katastrophal unterliegen werden.

23. März 2375

Es ist mir gelungen eine vorläufige Formel für den variablen 123 Millisekunden Faktor zu finden, dadurch wird die Progression des Kontrollverlusts von exponentiell auf linear umgewandelt, wenn man den Faktor in die Berechnung für die Korrekturmaßnahmen einschließt.

5. April 2375

Das theoretische Persönlichkeitsmodell von Susanna hat mich bei der gemeinsamen Nahrungsaufnahme mit Essen beworfen um seinem Missfallen darüber Ausdruck zu verleihen, dass der Speiseplan nach diätologischen Gesichtpunkten und nicht nach der Vorliebe für „Süßigkeiten“ gestaltet wurde. Die Parameter für die Gestaltung einer angemessenen Reaktion entziehen sich der logischen Analyse.

11. April 2375

Sohuk Instrumente hat bestätigt, dass die Konstruktionspläne für die Bouzouki für Athina geliefert wurden. Vereinbarungsgemäß wird ihr Instrumentenbauer diese anfertigen.

17.April 2375

Die Simulation des 2031. Modells des Warpkernexplosionsreaktors hat 102 Millisekunden länger funktioniert als das Vorgängermodell . Die Sprengkraft der resultierenden Explosion lag 7,45 % höher als die des Vorgängermodells.

24. April 2375

Heute habe ich das Antwortschreiben von Dr Suhaila Becker erhalten. Ihren Einschätzungen nach wird es noch 21 Jahre dauern, bis die Materialwissenschaft der Föderation weit genug fortgeschritten ist um die Anforderung an Stabilität und Elastizität für das interne Gehäuse des Reaktors zu erfüllen wie ich sie in meinem 2029. Modell des Warpkernexplosionsreaktors postuliert habe.

9. Mai 2375

Athina hat den Empfang meines Geschenks und der Geburtstagsglückwünsche bestätigt.

13. Mai 2375

Athina hat mir die Aufnahme des ersten auf ihrem neuen Instrument gespielten Stücks zugesandt. Ich ziehe die Klänge der vulkanischen Lyra vor. Sie würde bei meinem Gesichtsausdruck sagen "guck nicht so, als würde ich dich quälen" und mich mit einem falschen Schmollmund auf die linke Schulter boxen. Ich versuche zu verstehen, warum es mir möglich war und ist die Emotionen meiner Akademiekameraden zu erkennen und zu erraten was sie sagen oder tun würden, aber ich Schwierigkeiten habe, selbst extreme Streßzustände bei meinen Schiffskameraden zu erkennen.

26. Mai 2375

Durch die Erweiterung des Faktors 17 und die Einbringung des 123 Millisekundenfaktor in die Steuerkreisläufe in Kombination mit der antizyklischen Variation des sekundären Kraftfeldes der Reaktionskammer verlängert sich die theoretische Laufzeit des Reaktors um 57 Millisekunden.

12. Juni 2375

T'Puwn hat sich gemeldet. Vor zwei Tagen wurde sie offiziell als erster Offizier ihres Schiffes bestätigt. Ihre Anforderung nach einem neuen ersten und zweiten Offizier wurde abgelehnt, da zur Zeit keine erfahrenen Offiziere verfügbar sind. Wären wir noch an der Akademie, würde Abdul jetzt in sehr farbiger Sprache die genetische Linie des verantwortlichen Offiziers bis ins 12. Glied verfluchen. Sohn einer Ratte, Enkel eines Schakals, Urenkel eines gerupften Geiers, Ururenkel einer debilen Blindschleiche usw.

27. Juni 2375

Wenn der Kompensationsfaktor für die exponentielle Progression des 123 Millisekundenfaktors in das Gegenteil verkehrt wird, ist es damit möglich die Explosionsleistung des Reaktors über die Explosionsleistung eines Quantentorpedos gleiche Größer hinaus zu verstärken. Hier stellt sich wiederum dass Problem der Flexibilität und Stabilität des Reaktormantels um eine kontrollierte Explosion zu einem definierten Zeitpunkt zu erreichen. Erstrebenswert ist hier ein Zeitpunkt der 3 Sekunden jenseits des Versagenspunktes aktuell verfügbarer Materialien liegt.

14. Juli 2375

Die Exeter hat das T’Kasisystem mit maximum safe cruising speed verlassen. Der Aufbruch erfolgte auf Befehl des Oberkommandos der Sternenflotte. Die zeitlichen Parameter waren so gesetzt, dass alles Personal welches nicht innerhalb von 60 Minuten an Bord sein konnte, zurückgelassen wurde. Der Alpha-Wing der Valkyriejäger und diverse Mannschaftsmitglieder bleiben zurück, darunter Lieutenant Commander Terron Jarvis, Lieutenant Commander Thomas Stafford, Lieutenant Commander Janara Darrim und Lieutenant Commander Joshua Caine. In der folgenden Abteilungsleiterbesprechung konnte Captain Starkov keine weiteren Informationen zum Befehl geben. Ausgehend von meinen bisherigen Beobachtungen folgere ich mit 70 % Relevanz das der Captains dies negativ beurteilt. Bedingt durch die Notwendigkeit über einen Zeitraum von 14 Tagen maximum safe cruising speed zu halten und der Unterbesetzung durch die abwesenden Crewmitglieder wurden die verbleibenden Crewmitglieder zusammen gelegt. Zur Zeit teile ich mein Quartier mit Lieutenant JG John Stark und Lieutenant JG Arthur Mulligan. Die Exeter hat Kurs auf Trill genommen. Dort wird die für den Planeten bestimmte Ladung gelöscht und eine Zivilperson an Bord genommen. Nach Aufnahme der Zivilperson setzt die Exeter Kurs auf das Free Haven-System mit Maximum safe cruising speed.

5. August 2375

Zu einem mir unbekannten Zeitpunkt hat sich die USS Exeter mit der USS Ottawa getroffen. Dabei wurden Lt.Cmdr. Colt, die neue leitende Sicherheitsoffizierin, Crewman Kertan und Ensign Noel Cowen, ein Neuzugang der Wissenschaftsabteilung, an Bord transferiert. Ich wurde nicht über die Versetzung des Ensign informiert. Ich erfuhr von seiner Anwesenheit durch eine zufällige Begegnung im Turbolift. Mir stellt sich die Frage: wäre der Ensign Mitglied einer anderen Abteilung, hätte man dann auch versäumt, den Leiter der Abteilung zu informieren ? Lt.Cmdr. Colt hat neue Sicherheitsprotokolle auf allen Stationen installieren lassen. Da ich als momentan leitender Wissenschaftsoffizier nicht informiert oder konsultiert wurde, habe ich den Lt.Cmdr. darauf angesprochen auf welchen Befehl hin dies geschehen ist, da dieser Eingriff die Funktionalität meiner Abteilung negativ beeinträchtigen könnte. Laut dem Lt.Cmdr. hat sie auf Befehl des Oberkommandos der Sternenflotte gehandelt. Commander Michael O'Reardon hat sich in das Gespräch eingeschaltet. Ich habe ihm meine Gründe dargelegt, warum sich für mich als momentan leitender Wissenschaftsoffizier aus den Vorschriften der Sternenflotte die Verpflichtung ergibt, das Vorgehen des Lt.Cmdr. Colt zu hinterfragen. Commander O'Reardon hat das Vorgehen des Lt.Cmdr. gut geheißen. Der Informationsfluss und die Positionierung der Wissenschaftsabteilung innerhalb der Wertigkeitsliste der Schiffsführung ist durch die Abwesenheit von Lt.Cmdr. Terron Jarvis erneut negativ beeinträchtigt. Der Lt.Cmdr. war aufgrund ihres Ranges und der freundschaftlichen Verbindungen in der Lage Teile der Auswirkungen der Fehleinschätzungen zu kompensieren und nicht vorschriftenkonforme Eingriffe in ihre Abteilung zu verhindern, durch ihre Abwesenheit treten diese wieder im vollen Umfang hervor. Wenn es mir nicht gelingt, diesen Einstellungen entgegen zu wirken, ist mit relevanter Wahrscheinlichkeit keine Funktionalität der wissenschaftlichen Abteilung zu gewährleisten. Einige Offiziere gehen in ihrer Planung soweit, dass sie die Wissenschaftsabteilung aus der Liste der Abteilungen mit Brückenkonsolen streichen wollen. Für mich ergibt sich folgendes Problem, wenn ich meine zeitweilige Aufgabe als leitender Wissenschaftsoffizier korrekt wahrnehmen will muss ich dieser Haltung entgegentreten, dies würde zu Konflikten mit der Schiffsführung und anderen Offizieren führen, was sich negativ auf die Zusammenarbeit der Besatzung auswirken könnte. Wenn ich nichts unternehme, wird sich der Ausfall der Wissenschaftsabteilung negativ auf die Gesamtleistung auswirken. Beide Alternativen sind nicht akzeptabel. Ich respektiere die Kommandokette, werde aber von ihr nicht respektiert zumindest insofern dies meine Autorität als leitender Wissenschaftler und Disziplinarvorgesetzter der Wissenschaftsabteilung betrifft. Es besteht die Möglichkeit, dass ich ein Teil des Problems bin. Die Entfernung dieses möglichen Störfaktors könnte sich positiv auf das Gesamtergebnis auswirken. Ich werde die Counselor um Rat fragen. Ensign Julie Conway zeigt Symptome dessen, was ich als "empathischen Stress" bezeichnen würde. Wäre sie T’Khasim, würde ich auf einen hochgradigen Erschöpfungszustand tippen. Ich habe Ensign Conway daraufhin angesprochen, sie hat meine Einschätzung bestätigt. Ich habe ihr Entspannungs und Meditationstechniken der ersten und zweiten Stufe demonstriert.

6. August 2375

Ich habe Ensign Cowens Dienstzeit von 9:00 bis 21:00 Bordzeit festgelegt, solange bis ich mir über seine Leistungsfähigkeit ein Bild machen konnte. Das Hauptgebiet des Ensign liegt ebenfalls im Bereich der Physik. Der Ensign hat sich nach aktuellen Projekten erkundigt. Ich habe ihn von den zwei zur Zeit laufenden Großprojekten - der Verbesserung der Langstrecken-Kartographie durch die Astronomie und stellare Kartographie und das Projekt zur Erforschung von alternativen Sensorensignalen - berichtet. Wobei sich letzteres noch im theoretischen Stadium befindet. Durch den zumindest temporären Wegfall von Lieutenant Commander Terron Jarvis ist meine Abteilung im Bereich Biowissenschaften unterbesetzt. Der Ensign hat um die Erlaubnis gebeten, seine persönlichen Datenverarbeitungsprogramme auf die Rechner der Wissenschaftsabteilung zu übertragen. Ich habe ihm die Erlaubnis erteilt, zuvor habe ich einen Filter installiert, der die Ausführung bestimmter Befehle durch den Ensign nur dann möglich machen wird, wenn der leitende Wissenschaftsoffizier dies explizit gestattet. Er hat um die Genehmigung ersucht, ein Forschungsprojekt zu initiieren welches die rückwärtigen Scanmöglichkeiten während des Warpflugs verbessern soll, dabei soll eine am Schiff verankerte Sensorboje an der Grenze der Warpblase positioniert werden. Ich habe ihm vorbehaltlich einer anders lautenden Entscheidung durch Lieutenant Commander Terron Jarvis die Genehmigung erteilt sein Forschungsprojekt zu beginnen, mit der Auflage einen formalen Antrag nachzureichen.

Die Exeter wurde nach Gemulon V umdirigiert zu einem Treffpunkt mit einer diplomatischen Delegation der Rihannsu, diese soll die Sternenflotte bei ihren Bemühungen unterstützen. Ziel dieser Bemühungen soll es sein, einen möglichen Konflikt mit den Tzenkethi abzuwenden. Nach einem fehlgeschlagenen Versuch eines Formwandlers, in Gestalt von Admiral Krajensky die USS Defiant zu einem Angriff auf eine Tzenkethi Kolonie zu verleiten, sind die Beziehungen angespannt. Petty Officer 1st Class T'Aloviks hat mit Zustimmung des Captains eine Projektgruppe initiiert. Das erste Treffen soll heute um 11:00 erfolgen. Ich habe Ensign Noel Cowen meine Brückenschicht übertragen. Die Daten des Treffens sind zugangsbeschränkt und werden daher hier nicht wieder gegeben. Lieutenant JG Vanessa Williams ist mit der Betreuung der Delegation der Rihannsu beauftragt worden. Ich habe Teile der Informationen, die ich über die Unionisten erhalten habe, weitergegeben. Betreff der wahrscheinlichen Wahrnehmungsleistung, der zu erwartenden Nahkampffähigkeiten und die korrekte Bezeichnung als Rihannsu und nicht als Romulaner. Während des Treffens der Projektgruppe betrat Lieutenant JG Jaris Lhasa den Maschinenraum. Sie bezeichnete sich selbst als Shara. Bevor ich meine Absicht in die Tat umsetzen konnte, sie durch einen gezielten Nervengriff auszuschalten, erfuhr ich von den Anwesenden das dies die Auswirkung des Zhian'tara Rituals ist und das der Lieutenant zur Zeit einen der vorherigen Wirte von Kalebs Symbionten beherbergt. Bei Gemulon V haben wir die Rihannsu Delegation bestehend aus Botschafterin Taleirrh Commander Taelon, Subcommander Abeno, Subcommander Kimara und Subcommander Taelh an Bord der Exeter genommen. Die Exeter setzt ihren Flug nach Free Haven mit maximum safe cruising speed fort. Die Sicherheitsabteilung hat mich darauf hingewiesen, dass Shara im Körper von Lieutenant Junior Grade Jaris Lhasa eine Simulation der Geologie unterbrochen hat. In der Simulation sollten die wahrscheinlichen physikalischen und chemischen Eigenschaften eines neuen, wahrscheinlich existenten Elements extrapoliert werden. Die Daten eines Tages sind verloren gegangen. Die Überprüfung der Leistung von Ensign Noel Cowen zeigt eine in Normalsituationen dem aktuellen Anforderungsprofil entsprechende Leistung. Während ich mich auf der Brücke befinde, sah er 7 mal zu mir rüber. Ich folgerte daraus eine Verunsicherung von Ensign Noel Cowen durch meine Präsenz und habe, nachdem ich dem Ensign befahl mich im Notfall zu rufen, die Brücke verlassen. Ensign Yxen Trelim hat seiner Verwunderung darüber Ausdruck verliehen, dass ich während meiner Brückenschicht in der Messe esse. Ich habe ihm meine personalführungstechnischen Erwägungen soweit mitgeteilt, dass dies dazu dient Ensign Noel Cowen nicht durch meine Anwesenheit auf der Brücke zu verunsichern. Der Widerspruch in dieser Frage ist verwirrend. Aus den Äußerungen und Verhaltensweisen der anderen Offiziere entnehme ich, dass die Wissenschaft in ihren persönlichen Einschätzungen was die Bedeutung für das Schiff und die Erfüllung der Aufgaben des Schiffes anbetrifft, den letzten möglichen Rang ihrer Bewertungsskala einnimmt. Wie also kann es dann relevant sein, wo sich der leitende Wissenschaftsoffizier aufhält? Aus einer Äußerung von Lieutenant JG Stark entnehme ich, dass der Lieutenant Lt.Cmdr. Colt verdächtigt, ein Spion des Admirals zu sein.

Der Kontakt zum Alpha-Wing der Valkyriejäger ist abgebrochen, während diese einen Angriff gemeldet haben. Es wurden drei warpfähige Sonden entsandt den möglichen Ausgangspunkt der letzten Übermittlung des Alpha-Wing zu untersuchen. Die Erfolgswahrscheinlichkeit beträgt 33,2 %. Bei Ankunft im Free Haven System befinden sich 7 Schiffe im Orbit um Free Haven: die USS Cerberus (Sovereign-Klasse), die USS Veracruz (Akira-Klasse), die USS Castor (Akira-Klasse), sowie 4 Breen-Kreuzer. Admiral Dawson kommt an Bord der Exeter. Er informiert die Breen, dass Captain Starkov eingetroffen ist. Laut dem Admiral sind die Schiffe der Föderation den anwesenden Breenschiffen unterlegen. Er kann keine genauen Angaben machen über die Technologie, da ein Großteil der Breentechnologie der Föderation unbekannt ist. Die Informationen über Breen sind begrenzt, technische Informationen liegen keine vor. Die Breen setzen Störsender ein, um ein Scannen ihrer Schiffe zu verhindern. Der Anführer der Breen, Thot Ragorth, fordert die Übergabe von Free Haven und von Cpt. Starkov, der in der Breen-Konföderation wegen Mordes gesucht wird. Für die Evakuierung der Kolonie räumt er der Föderation eine Woche Zeit ein. Gouverneurin Dovar von der bajoranischen Kolonie Free Haven lehnt eine Evakuierung ab, obwohl der bajoranische Ministerrat bereits zugestimmt hat. Bei einer sofortigen Evakuierung könnte nur ein Fünftel der planetaren Bevölkerung evakuiert werden. Ich schlage vor, die Transportkapazität durch medikamentös induzierte Kreislaufreduktion der zu Transportierenden zu verdoppeln, hierbei rechne ich mit einer lethalen Ausfallquote von 30 %. Laut Lieutenant JG Tohkinen ist es nicht möglich, dies durch Stasisfelder zu erreichen, da die dafür notwendige Energie fehlt. Die dafür notwendigen Medikamente sind laut Lieutenant JG Jaris Lhasa in ausreichender Menge replizierbar.

Da ein Konflikt mit den Breen bevorsteht ist es unerlässlich, die Störung der Breen zu durchdringen und sensorische Daten zu erhalten. In Zusammenarbeit mit der Operationsabteilung wurden zwei Möglichkeiten erarbeitet: 1. Den Störimpuls der Breen kurzzeitig durch Amplitudenauslöschung zu überlagern und die resultierende Lücke für einen kombinierten Sensorenimpuls zu nutzen. 2. Die Störung durch einen massiven Tachyonenimpuls aus dem Hauptdeflektor zu durchdringen. Lieutenant JG Jaris Lhasa hat mich auf die Krankenstation gerufen, da sich der Zustand von Ensign Conway bedingt durch die Anwesenheit der Rihannsu verschlimmert hat. Sie ist nicht in der Lage unbewusst ihren Geist vollständig gegen Emotionen abzuschirmen. Ich habe mit ihr die erste Stufe einer Geistverschmelzung durchgeführt, um ihre emotionale Abschirmung zu verstärken. Ich habe ein autonomes Zentrum ihres Gehirn dahingehend beeinflusst, für einen begrenzten Zeitraum die Aufgabe der unbewussten totalen Abschirmung zu übernehmen, zwar verliert Ensign Julie Conway dadurch für einen Mindestzeitraum von einer Woche jedwede empathische Wahrnehmung, aber dies ist einem überlastungsbedingten Totalausfall ihres empathischen Wahrnehmung vorzuziehen. Ich habe im Verlauf der Geistverschmelzung die Oberflächengedanken des Ensign wahrgenommen. Weitere Informationen sind vertraulich und unterliegen der Schweigepflicht, daher werden sie hier nicht wiedergegeben. Den Verhandlungsverlauf mit den Breen kann ich mangels ausreichender zuverlässiger Daten nicht wiedergeben. Commander Taelon hat zwei Warbirds in das System gerufen. Die Breen haben daraufhin nach einer kurzen Bedenkzeit 5 Föderationskolonien bedroht. Die dafür notwendigen Kräfte müssen bereits vor Eintreffen der Exeter auf dem Marsch gewesen sein. Die wahrscheinliche Marschroute dieser Kräfte trifft sich mit der Marschroute des Alpha-Wing dort wo es zum Kommunikationsabbruch kam. Lt.Cmdr. Stafford hat die Informationen bestätigt.

Der Captain hat sich Bedenkzeit erbeten. Officer Jaqueline Dawson hat die anwesenden Brückenoffiziere dafür kritisiert, den Captain mit dieser Entscheidung alleine zu lassen. Die sich daraus ergebende Diskussion hat dazu geführt, dass alle anwesenden Offiziere, mit Ausnahmen von Lieutenant JG Vanessa Williams und mir ihre Stationen verlassen haben. Es hat 2 Minuten gedauert bevor ich erkannt habe, dass die anwesenden Offiziere aufgrund der emotionalen Belastung vorübergehend ihre Pflichten vergessen haben. Ich habe sie aufgefordert ihre Stationen wieder einzunehmen, sie haben dieser Aufforderung entsprochen und mich damit von der Verpflichtung entbunden, weitere Schritte einzuleiten. Der Captain hat sich entschlossen auf die Forderung der Breen einzugehen. Dem Captain wurde ein Quarzkristall implantiert, welcher eine eindeutige Identifizierung und Lokalisation ermöglicht. Captain Starkov verabschiedet sich und wird an die Breen übergeben. Admiral Dawson äußert die Hoffnung keinen Fehler gemacht zu haben. Er droht die Exeter zu zerstören, falls es im Zusammenhang mit der Übergabe von Captain Starkov zu einer Meuterei kommen sollte. Ich würde dies bedauern, da ich mich dann möglicherweise gezwungen sähe, die Befehle des Admirals mit Waffengewalt gegen Schiffskameraden zu verteidigen. Die Breen ziehen sich zurück. Commander O'Reardon wurde von Admiral Dawson zum Captain der Exeter ernannt. Die Kommandocodes wurden auf ihn transferiert. Die Exeter hat Order erhalten, Kurs auf T’Khasi zu nehmen. Commander O’Reardon hat in seiner Antrittsrede die Verdienste von Captain Starkov gewürdigt und die Notwendigkeit betont, weiterhin korrekt die Pflichten zu erfüllen. Der Commander hat mich gefragt, ob ich Probleme mit ihm als Captain hätte. Ich habe dies verneint. Die Exeter hat neue Befehle erhalten: Commander Michael O’Reardon wird auf die Erde versetzt. Lt Commander Stafford wurde zum Captain der Exeter ernannt und zum Commander befördert. Die Exeter wurde Tactical Command unterstellt und wird als Rapid Response Team eingesetzt. Sie erhielt Befehl Kurs auf Sternenbasis 251 zu nehmen. Auf dem Flug zur Sternenbasis 251 empfängt die Exeter den Notruf eines cardassianischen Frachters, der von zwei Schiffen der Cardassianer angegriffen wird. Die Exeter vertreibt die Cardassianer und nimmt den Frachtercaptain an Bord. Um Mitternacht wurde der Geburtstag von Counselor Caylen gefeiert.

6. August 2375

Die Breen sind in den Krieg eingetreten auf Seiten des Dominion. Sie haben das Hauptquartier der Sternenflotte in San Francisco und die fünf Föderationskolonien angegriffen und zerstört. Susanna ist in der Versorgungseinrichtung für minderjährige Angehörige von Sternenflottenangehörigen im Hauptquartier der Sternenflotte. 2,1 Millionen Tote ohne die Verluste an Schiffen und den Toten auf der Erde. Ich befand mich zu dem Zeitpunkt des Nachrichteneingangs auf der Brücke. Die Nachricht hat zu einer schweren Beeinträchtigung der Crew geführt, die Symptome emotionalen Stresses sind mit über 90% Relevanz hervorgetreten. Zum ersten Mal habe ich einen emotionalen Aufschrei vernommen. Der Ausbruch erfolgte in einer solchen Intensität, dass ich ihn trotz meiner Abschirmung wahrgenommen habe. In diesem Moment scheinen mir die Worte des Soziohistorikers Siwik passend. Er hat in seinen Forschungen feststellt, dass menschliche Konflikthistorie sich durch einen unberechenbaren Faktor auszeichnet, den Zorn oder Unaussprechlichkeitsfaktor. Wenn der Gegner etwas tut, was dem Kriterium der Unaussprechlichkeit genügt, selbst wenn er dadurch einen schweren Schlag landet, sinkt die Gefechtseffektivität nicht, sondern es ist ein erheblicher Anstieg zu verzeichnen. Computer Aufzeichnung anhalten.

Computer Aufzeichnung fortsetzen Schläge gegen Gegenstände führen auch zu keiner emotionalen Reaktion. Ich kann die entsprechende Theorie aufgrund soeben durchgeführter praktischer Test bestätigen. Was bin ich? Die Tochter eines meiner besten Freunde, die er der Fürsorge von Athina und mir anvertraut hat, ist möglicherweise tot und ich empfinde nichts. Ist dieser Weg richtig? Ja. Mir sind die logischen Argumentationsketten und Beweisführungen bewusst. Ich weiß aus eigener Beobachtung, dass jene welche nicht der strikten Lehre des Kohlinahr folgen, sich wenigsten der Schatten ihrer Emotionen bewusst sind auch wenn bei ihnen aus den Emotionen kein Aktionsimperativ erwächst. Die Alternative zur Kohlinahrdisziplin ist unakzeptabel. Nur der strikte Weg der Kohlinahrdisziplin ermöglicht es mir meine Leistungsfähigkeit aufrecht zu erhalten. Die Andorianer argumentieren schon seit dem ersten Krieg gegen das Aevumih Rihanna für eine Verpflichtung aller Mitglieder, sich an den Streitkräften personell und materiell zu beteiligen. Angesichts der Bedrohung durch das Dominion, die Breen, die cardassianische Union und weiterer kleiner aggressiver Staatsgebilde ist die momentane Ressourcenverteilung der Föderation nicht mehr logisch zu rechtfertigen. Die Föderation hat die Ressourcen all diesen Gebilden gleichzeitig entgegen zu treten. Wenn alle Mitglieder nur 10 % des militärischen Beitrag des Imperiums von Andoria leisten würden, könnte die Föderation alle Angriffe abwehren.

Die Exeter hat einen Notruf der Station 251 aufgefangen, dass diese von Jem'Hadar angegriffen wird. Im Verlauf des Abwehrkampfes wurde eine Akira zerstört und die Exeter sah sich drei Schiffen der Jem'Hadar gegenüber. Der Alpha-Wing unter Lieutenant Commander Darrim kämpfte gegen eine andere Gruppe Jem'Hadar Angriffsschiffe. Dabei wurden drei Valkyriejäger zerstört. Durch das Eintreffen eines klingonischen Kampfverbandes wird die Exeter vor der Zerstörung bewahrt. Zu dem Kampfverband gehören unteranderem drei Bird of Prey und drei Schiffe der Vorcha-klasse. Einer der Bird of Prey wird von Captain Korak kommandiert. Die Exeter hat die drei Rettungskapseln der Valkyriejäger aufgenommen. Commander O'Reardon wurde auf Sternenbasis 251 abgesetzt. Die Exeter hat Befehl erhalten, Kurs auf DS9 zu nehmen.

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