Das Aevumih Rihanna hat dem Dominion den Krieg erklärt. Den Nachforschungen meines Urgroßonkels väterlicherseits Simik zufolge befinden sich damit weitere Verwandte im Kampf. Vor 25 Generationen hat sich ein Vorfahre meiner Mutter dem Exodus angeschlossen. Gemäß den Informationen, die Simik von den Unionisten erhalten hat, gibt es 37 Personen die von dem ausgewanderten Vorfahren abstammen, die zum jetzigen Zeitpunkt in der Galae Rihanna Dienst tun. Wie exakt diese Information ist, vermag ich aufgrund der mir zur Verfügung stehenden Datenbasis nicht mit akzeptabler Relevanz zu extrapolieren. Dieser Krieg kann auch eine Chance für die Wiedervereinigung sein. Durch den Kampf an der Seite der Föderation könnten die Unionisten, die auch unter den gemäßigten eine Minderheit darstellen, in der Galae und im Senat an Einfluss gewinnen, besonders dann, wenn der Nutzen einer Zusammenarbeit mit der Föderation offensichtlich wird. Wie wahrscheinlich diese Entwicklung ist, lässt sich aufgrund der großen Variabilität der beteiligten Faktoren nicht mit akzeptabler Relevanz vorausberechnen.
Meine Studien über Erziehungsmethoden für Erdenmenschenkinder sind bis jetzt über das theoretische Studium von Fachveröffentlichungen nicht hinausgekommen. Ein praktisches Studium an Hand von Beispielen im Holodeck ist der nächste logische Schritt. Aufgrund meines engen persönlichen Zeitrahmens wird ein Mindestzeitraum von 10 Monaten vergehen, bevor ich mir die entsprechende Informationsgrundlage für die Erziehung von Susanna angeeignet habe. Durch den Kriegseintritt der Aevumih Rihanna hat sich das Kräftegleichgewicht zu Gunsten der Verbündeten verschoben, so dass die Notwendigkeit sich Fachwissen über die Erziehung von Erdenmenschenkindern anzueignen durch das Kriegsende und die Rückkehr von Susannas Eltern erledigt haben könnte, bevor dieser Zeitraum verstrichen ist.
Das Dominion hat Betazed erobert und die 10. Flotte zerstört. Ensign Trish Heinrich und Ensign Josef Kämmerer werden nicht mehr heiraten. Beide waren der 10. Flotte zugeteilt, damit steigt die Verlustquote aus meinem Akademiesemester auf 25. Trish war eine gute Schachspielerin.
Die Exeter wird in das T'Khasi-System verlegt. Der Captain der T'Pol, des Versorgungsschiffes der Akademie der Wissenschaften, hat mir einen Nachrichtencontainer meiner Eltern übermittelt.
T'Puwns Schiff ist in das T'Khasi-System verlegt worden. Ihr Schiff erscheint um 10:36 Exeter Bordzeit auf den Sensoren der Exeter während meiner Brückenschicht.
Das Dominion greift das T'Khasi-System an. Admiral Salok ist es gelungen, mit der vereinten 5., 13. und 21. Flotte und klingonischen Verbänden das T'Khasi-System zu halten. 250 verbündete Schiffe wurden zerstört. 37000 Personen der Verbündeten fanden den Tod. T'Puwns Schiff wurde im Abwehrkampf schwer beschädigt. Die Hauptbrücke wurde getroffen. Sie befand sich zu dem Zeitpunkt im Maschinenraum. Der Chefingenieur hat das Kommando übernommen. Durch die Verluste ist sie bis auf weiteres auf den Posten des ersten Offiziers nachgerückt. Die Exeter hat den Kampf ohne schwere Schäden überstanden. Die Prognosen meines Vaters haben sich bewahrheitet. Ich nehme regelmäßig an Kampfhandlungen teil und folge den Entscheidungen von Vorgesetzten deren Logik in Frage zu stellen ist.
Ich habe in einem Brief an den hohen Rat die Vorkommnisse auf Bajor im Camp Babylon vom 9. August 2374 schriftlich festgehalten. Wegen des Wiederholungsrisikos und einer möglichen kriminellen Handlung seitens der als Propheten bezeichneten Entitäten habe ich mich entschlossen den Brief abzuschicken. Die Wahrscheinlichkeit für beide Ereignisse ist gering, allerdings nicht so gering, dass sie vernachlässigbar wäre. Aufgrund der aktuellen politischen Situation besteht, meinen Berechnungen zufolge, eine signifikante Wahrscheinlichkeit dafür, dass Teile des Oberkommandos der Sternenflotte versuchen werden, diesen Vorgang zu verheimlichen oder in seiner Bedeutung herabzusetzen. Diese Entscheidung steht dem Oberkommando der Sternenflotte nicht zu. Ich muss daher sicherstellen, dass die Information den hohen Rat von Vulkan erreicht damit dieser als legitimierter Vertreter der potentiellen Opfer entscheiden kann.
Ich habe die Bestätigung erhalten, dass mein Brief an den hohen Rat im vulkanischen Telekommunikationsnetz angekommen ist und zeitverzögert übermittelt werden wird. Heute habe ich Captain Sergej Starkov meinen Brief an den hohen Rat übermittelt, zusammen mit der Stellungnahme von Petty Officer First Class T'Aloviks und der Information, das dieser Brief in 14 Tagen beim hohen Rat von Vulkan eingehen wird.
Captain Starkov Sir
Aufgrund der Vorfälle im Babylon Camp am 9.08.2374 auf Bajor sehe ich mich
veranlasst, den hohen Rat von Vulkan über diese Vorgänge zu informieren. Bevor ich
mein Schreiben an den hohen Rat abschicke, lege ich es Ihnen zur Einsicht vor. Dieses
Schreiben wird 2 Wochen nachdem ich es ihnen vorgelegt habe an den hohen Rat
weitergeleitet. Ich habe Officer T'Aloviks gebeten zu dem Schreiben Stellung zu
nehmen. Seine Stellungnahme liegt wie mein Brief an den hohen Rat diesem Schreiben
bei. Die möglichen diplomatischen Implikationen wiegen nicht die Schwere des
möglicherweise Begangenen auf. Ich sehe mich veranlasst, den hohen Rat zu informieren
da meinen Berechnungen zufolge das Oberkommando der Sternenflotte oder Teile davon
versuchen wird, diesen Vorfall in seiner möglichen Bedeutung zu minimieren, aus
taktischen und diplomatischen Erwägungen. In diesem Falle bestünde die Möglichkeit,
dass weitere Mitglieder meines Volkes Opfer telepathischer Vergewaltigung werden. Die
Entscheidung dieses Risiko weiterhin einzugehen, liegt in den Händen des hohen Rates
als Vertreter der potentiellen Opfer.
respektvoll
Lieutenant junior grade Silok
T'Paul hat bestätigt, dass die Vorbereitung für unsere Hochzeit abgeschlossen sind. Gemäß den Wünschen ihrer Familie werden wir eine verkürzte Zeremonie gemäß dem zweiten Zusatz durchführen. Es werden nur Clanangehörige an der Zeremonie teilnehmen.
Mein Onkel Sobuk hat bestätigt, dass er an der Zeremonie teilnehmen wird. Meine Eltern werden nicht an der Zeremonie teilnehmen, da die Suche zu dem Zeitpunkt 10 Monate und 15 Tage von T'Khasi entfernt sein wird.
Der erste Versuch auf dem Holodeck, meine theoretischen Kenntnisse der Techniken zur Erziehung von Erdenmenschenkindern praktisch anzuwenden, muss als Misserfolg gewertet werden, weitere Übungen sind erforderlich. Das Ausbildungsprogramm "Erziehung von 3-6 jährigen Mädchen nach neuesten Erkennissen der Psychologie und Soziologie der Universität von San Francisco" ist für Menschen und nicht für Vulkanier geschrieben worden.
Athinas Gruppe ist nach T'Khasi verlegt worden. Sie sollen die Gefechte gegen das Dominion zeitnah analysieren und nach möglichen Schwachstellen suchen. So lange Athina nicht auf der Erde ist, wird Susanna in einer Pflegeeinrichtung für Angehörige der Sternenflotte untergebracht. Laut den Abhandlungen über Kindeserziehung ist dies keine gute Lösung. Hierbei wird "gut" nicht näher definiert.
Athina hat von meinen Hochzeitsplänen erfahren. Woher sie die Information erhalten hat konnte ich nicht ermitteln.
Das Dominion hat erneut das T'Khasi-System angegriffen. Unter der Führung von Admiral Salok hat die vereinte Flotte aus der 5., 6., 13., 21. Flotte und klingonischen Verbänden den Feind abgewehrt. Die Verluste der Flotte waren geringer als die des Feindes. Mein Onkel Sobuk ist jetzt Captain seines Schiffes. T'Puwn ist unbeschadet.
Captain Sergej Starkov hat den Erhalt meines Schreibens an den hohen Rat mit folgendem Schreiben bestätigt.
Lt.(jg) Silok,
Ich habe Ihren Brief zur Kenntnis genommen und kann Ihre Beweggründe nachvollziehen.
Weiterhin habe ich dem Oberkommando der Sternenflotte bereits zugesagt, dass die Crew
der Exeter eventuell vorgenommene Nachforschungen seitens des vulkanischen hohen
Rates im Rahmen ihrer Maßnahmen und Befehle unterstützen wird, in Form von
Zeugenaussagen und Mithilfe bei vorgenommenen Untersuchungen, sofern diese
Unterstützung seitens des hohen Rates gewünscht wird.
Gez.
Cpt. Sergej Starkov
Kommandierender Offizier USS Exeter
Das Sekretariat des hohen Rates hat den Eingang meines Schreibens betreff der Vorgänge auf Bajor im Camp Babylon vom 9.August 2374 bestätigt.
Heute hat Captain Sergej Starkov mir 48 Stunden Landurlaub bewilligt.
Mein Bruder Sutik hat mich mit dem Shuttle von der Exeter abgeholt. Er hat mich darum gebeten zu erläutern, wo die Logik darin liegt Wissenschaftsoffizier auf einem Kriegsschiff der Föderation zu sein und wozu ich eine Ausbildung als Wissenschaftsoffizier brauche in einer Flotte, die die Forschung de facto aufgegeben hat, außer im Bereich Schiffs- und Waffenentwicklung. Forschung, die gerade dann besonders ergebnisreich und innovativ ist, wenn sie ungerichtet erfolgen kann. Auf Basis der Logik konnte ich seinen Schlussfolgerungen nicht widersprechen. Ich habe dargelegt, dass die Entscheidungsprozesse der Sternenflotte nicht ausschließlich oder auch nur zu großen Teilen auf Logik basieren. Sutik hat die Absicht erklärt in Übereinstimmung mit den Wünschen unserer Eltern eine Aufnahme in die Forschungsflotte T'Khasis anzustreben. Ich habe ihm meine Beweggründe für meine Entscheidungen für die Wissenschaftslaufbahn in der Sternenflotte dargelegt. Wenn die Bedrohung durch das Dominion nicht abgewendet werden kann, dann ist auch das Leben der T'Khasim nach den Lehren Suraks beendet. Die Sternenflotte ist nicht das was sie sein könnte, aber sie ist das was wir haben. Genauso ist der Beitrag der T'Khasim nicht der, der er sein könnte. T'Khasim sind aufgrund ihrer Physiologie und deren Leistungsfähigkeit besser als Menschen und Klingonen für den direkten Kampf gegen das Dominion geeignet. Wir können nur nach den Lehren Suraks leben wenn die anderen uns danach Leben lassen oder wir müssen kämpfen. Das Dominion ist nur eine von vielen Bedrohungen, die uns und unsere Lebensweise gefährden. Gerade in der Sternenflotte sind vulkanische Wissenschaftsoffiziere von Nöten, um Trotz der Fehleinschätzung der Sternenflottenführung betreff der Bedeutung der Wissenschaften für die Kriegführung, einen Beitrag zum Erhalt der Föderation leisten zu können.
Die Ältesten T'Pauls und meines Clans haben heute ihre formale Zustimmung für das Koon-ut kal-if-fee gegeben. T'Paul hat erneut ihren Verzicht auf Kal-if-fee erklärt. Die Ärzte haben unsere genetische Kompatibilität erneut bestätigt. Aufgrund T'Pauls und meiner genetischen Linie besteht eine signifikante Wahrscheinlichkeit dafür, dass unsere Kinder meine begrenzten empathischen Fähigkeiten erben werden. Unsere gemeinsame Planung sieht vier Kinder vor. Sollte ich verhindert sein oder nicht mehr verfügbar, werden die zu diesem Zecke entnommenen tiefgefrorenen Spermien eingesetzt.
Athina ist meiner Einladung in das Haus meiner Eltern in Shikahr gefolgt. Wir sind zusammen durch die Wüste gewandert. Ihr emotionaler Zustand bereitet mir Sorgen. Ihr fröhliches Wesen hat sich verändert. Sie strebt das Kolinahr an. Ich vermute ihre Tätigkeit in der taktischen Analyse hat sie so beunruhigt. Sie hat mir anvertraut, dass Berichte aus bestimmten Gefechtszonen ständig von anderen Personen verfasst werden weil der ursprüngliche Verfasser getötet wurde. Ich habe versucht ihr zu erklären, dass das Kolinahr kein Zustand ist, den ein Mensch anstreben sollte. Meine Versuche waren nicht erfolgreich. Ich habe meine Tante T’Pin gebeten sich mit Athina zu treffen. Vielleicht kann sie als Mentalheilerin Athina helfen.
Ein Shuttle der T'Khasim Territorialverteidigung hat mich zur Exeter zurückgebracht.
Die Verlustlisten des Angriffes der zweiten Flotte auf die Dominionstellung bei Betazed sind eingetroffen. Die Suche meines Programms blieb ergebnislos. Ensign Harry Atzemian hat diese Kämpfe überlebt.
Um 22:00 begann das Trainingprogramm auf dem Holodeck. Da wir uns in einer unmittelbaren Gefechtszone befinden, habe ich meinen Typ 1 Phaser mit auf das Holodeck genommen. Die Holodeckprogrammsteuerung war für die Dauer der Ausbildung nur Commander Michael O'Reardon und Lieutenant Commander Thomas Stafford zugänglich gemäß den Ausführungen von Commander Thomas Stafford während der Einführung. Ich habe in diesem Zusammenhang auf den Hinweis verzichtet, das gemäß den Computerprotokollen der Captain solange er Captain der Exeter ist ebenfalls den entsprechenden Zugang hat. Die Anwesenden Crewmitglieder wurden zwei Ausbildungen zugeteilt dem Bodengefechtstraining und dem Brückencrewtraining. Das Bodengefechtstraining wurde durch Lieutenant Commander Thomas Stafford geleitet. Das Brückencrewtraining wurde von Commander Michael O'Reardon geleitet.
Die Brückencrewgruppe bestand aus Petty Officer First Class Steven Castle, Lieutenant JG Vinzenz Lloyd, Ensign Thomas McCullum, Petty Officer Second Class Patrick-Fitzgerald O'Kenner, Ensign Sias, Lieutenant JG Silok, Lieutenant JG John Stark, Lieutenant JG Eljas Tohkinen, Ensign Torwyn Kyrill und Ensign Lillian Winterson. Jeder machte sich mit den Konsolen vertraut und es wurde der Umgang mit den Konsolen geübt. Während der Brückenübung wurde Petty Officer First Class Steven Castle zum Bodentraining abgezogen. Commander Michael O’Reardon referiert über den Raumkampf und seine Besonderheiten. Ich teile die Lehrmeinung des Commanders nicht. Die Feststellung, dass es im Raumkampf keine Deckung gibt ist so falsch, da sie zu einfach gehalten ist. Unter Vernachlässigung von Himmelskörpern und anderen stellaren Objekten gelten bestimmte Einschränkungen. Es gibt Sichtdeckung durch Tarnschilde und Sensorenstörungen. Es gibt Wirkungsdeckung durch Schilde. Im Bodenkampf gilt ähnliches. Sichtdeckung ist durch die heutige Sensorentechnik ein stark variabler Wert. Hinzu kommt, dass bei Einsatz vom Lenkwaffen so zum Beispiel einer pheromongesteuerten Zielsucherbombe oder Waffen mit Transportertechnologie wie die TR 116 Wirkungsdeckung nur durch omnidirektionale Schilde wie dem Personenschild oder massiver omnidirektionaler Panzerung mit Transporterdisruptoren zu erreichen ist. Dreidimensionalität ist kein ausschließliches Merkmal des Raumkampfes. Ein Horta kann zum Beispiel aus dem Boden heraus angreifen oder jemand könnte mittels Transporter oder Antigrav über eine Stellung gelangen und von oben angreifen. Mit Transportertechnik wäre es ebenfalls möglich Sprengladungen unter einem Gegner zu platzieren. Omnidirektionale Waffensystem sind auch im Bodenkampf im Einsatz. Jeder ausgebildete Schütze kann seine Handfeuerwaffen in alle Richtungen einsetzen. Ich verzichte darauf, dem Commander während der Ausbildung zu widersprechen. Ensign zu Felde Jaris Lhasa wurde geprüft und zum Lieutenant junior grade befördert. Crewman First Class Torwyn Kyrill wird zum Ensign befördert. Commander Michael O'Reardon erläuterte den Übergang des Kommandos bei Ausfall des kommandierenden Offiziers. Gemäß den Ausführungen des Commanders übernimmt der jeweils ranghöchste Offizier das Kommando unabhängig von seiner Abteilungszugehörigkeit.
Das Brückencrewtraining wurde in zwei Gruppen geteilt. Ensign Sias, Lieutenant JG John Stark, Lieutenant JG Eljas Tohkinen, Ensign Torwyn Kyrill und ich wurden der zweiten Gruppe zugeteilt. Die Gruppen nahmen abwechselnd an praktischen Übungen auf der Brückensimulation, geleitet durch Commander Michael O'Reardon, teil und theoretischem Unterricht über die Aufgaben eines Offiziers, geleitet durch Captain Sergej Starkov. Die zweite Gruppe begann mit dem theoretischen Unterricht. Im Ersten Szenario hatte die Exeter den Auftrag, entlang der neutralen Zone zum Aevumih Rihanna zu patrouillieren. In diesem Szenario war die Föderation nicht mit dem Aevumih Rihanna verbündet. Die Exeter patrouillierte entlang der Grenze. Zwei weitere Schiffe der Sternenflotte bewegen sich jeweils an den entgegen gesetzten Grenzen der äußeren Sensorenreichweite der Exeter. Auf Befehl von Lieutenant JG John Stark fragte ich die Aufträge des einen Schiffes ab. Es war die Belarus, ein Schiff der Nebulaklasse. Die Belarus hatte den gleichen Auftrag wie die Exeter, zusätzlich hat sie noch einen Transportauftrag. Das andere Schiff wanderte aus der Sensorenreichweite aus. Die Belarus verließ die Sensorenreichweite. 10 Minuten später empfing die Exeter einen Notruf der Belarus, dass sie angegriffen wird. Auf Befehl von Lieutenant JG John Stark ging die Exeter auf roten Alarm und nahm Kurs auf die Position der Belarus mit maximaler Warpgeschwindigkeit. Im Anflug auf die Position der Belarus erfassten die Sensoren der Exeter ein Schiff, das neben der bewegungslosen Belarus lag. Es ließ sich nicht feststellen um was für ein Schiff es sich handelte. Bei Eintreffen an der Position der Belarus war das Schiff von den Sensoren verschwunden. Es war keine Schiffsbewegung zu verzeichnen. Auf der Belarus wurden 15 Lebensformen angezeigt. Der Antrieb der Belarus war inaktiv. Zwei D'Deridex der Galae Rihanna enttarnten sich und griffen an. Erst als Waffenfeuer von drei Plattformen auf die Exeter ausgerichtet wurde, war es mir möglich, die Anzahl der Schiffe mit akzeptabler Sicherheit zu bestimmen. Die Exeter erwiderte das Feuer. Ich übermittelte einen Bericht an das Sternenflottenkommando. Die Belarus feuerte auf die Exeter und auf einen D'Deridex. Da bis auf einen Waffeneinsatz alle auf die Exeter gerichtet wurden, vermute ich, dass die Belarus von den Rihannsu geentert wurde. Ein Rückzug wäre indiziert gewesen. Die Exeter unterlag. Ensign Masterson bemängelte das Ausbleiben der Meldungen. Meine Meldungen wurden nicht wahrgenommen, obwohl ich das Lautstärkeniveau nicht verändert hatte. Ich werde in Zukunft meine Meldungen in Krisensituationen lauter durchgeben.
Gemäß den Erklärungen von Commander Michael O'Reardon handelte es sich bei dem Szenario um ein einen Kobayashi-Maru-Test. Ziel war es, die Reaktionen der beteiligten auf eine ausweglose Situation zu beurteilen.
Im Zweiten Szenario empfing die Exeter einen Notruf eines D'Deridex der Galae Rihanna der angegriffen wurde. In diesem Szenario war das Aevumih Rihanna mit der Föderation verbündet. Ich bestätigte den Notruf. Die D'Deridex reagierte nicht auf Kommunikationsversuche. Die Exeter befand sich 10 Minuten von der aktuellen Position des D'Deridex bei maximalem Warp entfernt. Lieutenant JG John Stark befahl, auf roten Alarm zu gehen und mit maximalen Warp Kurs auf die aktuelle Position des D'Deridex zu nehmen. Bei Eintreffen an der Position des D'Deridex war dieser bereits zerstört. Die Sensorenanalyse der Trümmer gab keinen Hinweis auf den Täter. Ich vermute an dieser Stelle wurde das Szenario zur Erschwerung der Aufgabe modifiziert, da nach 10 Minuten noch eine Signatur der verwendeten Waffe zu finden sein sollte. Es gab keine Überlebenden. Ein weiterer D'Deridex enttarnte sich und beschuldigte die Exeter den D'Deridex zerstört zu haben. Befehlsgemäß übermittelte ich unsere Sensorendaten an den D'Deridex. Der Commander des D'Deridex glaubte uns nicht und griff an. Lieutenant JG John Stark befahl, das Feuer zu erwidern. An dieser Stelle hätte ich als einer von zwei noch anwesenden Lieutenant JG dem Vorgehen widersprechen müssen. Ich übermittelte die Sensordaten und einen Bericht an des Sternenflottenkommando und das Oberkommando der Galae Rihanna. Der Commander des D'Deridex forderte die Exeter auf, den Kampf aufzugeben und die Schilde zu senken. Lieutenant JG John Stark richtete eine ähnliche Aufforderung an die D'Deridex, derweil feuerte Ensign Torwyn Kyrill weiter. Der Commander des D'Deridex schlug vor, weiter zu verhandeln. Befehlsgemäß ging die Exeter auf gelben Alarm. Die Sensoren der Exeter fingen die Trägerwelle einer Sensorenplattform der Föderation auf. Befehlsgemäß übermittelte ich die Sensordaten zeitgleich an den D'Deridex während ich die Daten abfragte. Gemäß den Daten der Sensorenplattform hatte ein cardassianischer Keldon die D'Deridex zerstört. Der Commander der D'Deridex brach die Kampfhandlungen ab. Er lehnte das Hilfsangebot von Lieutenant JG John Stark ab. Seinen Ausführungen zufolge gehört die Keldon ihnen. Der Commander der D'Deridex hat einen Fehler gemacht. Hätte er seine Sensorenlogbücher abgefragt, hätte ihm auffallen müssen von welchen Positionen die Exeter ihre jeweiligen Funksprüche abgegeben hat und dass sie zum Zeitpunkt der Zerstörung der anderen D'Deridex gar nicht vor Ort sein konnte. Als mögliche Erklärung kämen hier bewusste Manipulation des Szenarios, Ineffizienz der Rihannsucrew oder technische Störungen auf dem zweiten D'Deridex in Frage. Die Wahrscheinlichkeit läßt sich aufgrund der unzureichenden Datenbasis nicht berechnen. Ensign Ian Masterson sagte: "das war ja wohl eine Beton 6". Mir war diese Formulierung unbekannt, ausgehend von seiner emotionalen Agitation und den Leistungen im Szenario folgerte ich, dass dies eine negative Bewertung ist. Er sagte, es könne ja wohl nicht angehen, dass ein Romulaner diplomatischer sei als ein Offizier der Sternenflotte. Ich stimmte den Ensign dahingehend zu, dass es ein Fehler war, das Feuer zu erwidern hingegen stimmte ich ihm nicht zu, dass ein Offizier der Galae Rihanna nicht diplomatischer sein kann oder darf als ein Offizier der Sternenflotte. Commander Michael O'Reardon stimmt der negativen Beurteilung von Ensign Masterson zu. Die erste Gruppe hatte die Situation bewältigt, ohne das Feuer zu erwidern. Lieutenant Lloyd hatte darauf hingewiesen, dass es unangebracht wäre auf einen Verbündeten zu feuern. Mit der Beurteilung endete die Brückenübung für diesen Tag. Bewegungsmuster und Mimik ließen den Schluss zu, dass Ensign Ian Masterson wütend war. Er schien über das Ergebnis der zweiten Brückenübung der zweiten Gruppe wütend zu sein.
Lieutenant JG Arthur Mulligan erschien in der Uniform eines Majors der Kavallerie der Streitkräfte der Vereinigten Staaten von Amerika auf der Erde im Sezessionskrieg vom 12.04.1861-9.04.1865. Lieutenant Commander Thomas Stafford drückte seine Vorliebe für die Südstaaten aus dem gleichen Krieg aus, da er ein Texaner ist. Die Räume für die Brückensimulation wurden für eine Beurteilung der Aufführung von Ensign Ian Masterson umgestaltet. Es sollte eine Szene aus dem Stück Wilhelm Tell von Friedrich Schiller Referenz Silok TR23345 aufgeführt werden. Hierbei war die Schlüsselszene der Schuss mit einer Armbrust Referenz Silok TR23346 auf einen Apfel, der sich auf dem Kopf des Kindes des Schützen befindet. Während der Umgestaltung des Raumes für die Brückensimulation fand im Schulungsraum für theoretische Schulungen eine Probe des Stückes statt. Die Lautstärke und die Modulation der Stimmen ließ mit akzeptabler Sicherheit den Schluss zu, dass die Teilnehmer dies als komisch empfanden. Der Raum für die Beurteilung wurde in vier Viertel geteilt. Die vorderen durch einen Gang geteilten Viertel bildeten den Zuschauerraum. Im linken hinteren Viertel wurde die Vorführung abgehalten. Im rechten hinteren Viertel wurde eine Tisch mit drei Plätzen aufgebaut. Hier sollte die Jury sitzen. Auf einem Platz wurde ein holographischer Kunstkritiker mit dem Äußeren von Lieutenant Commander Thomas Stafford generiert. Ensign Ian Masterson nahm auf dem mittleren Sitz Platz. Das Vorsprechen orientierte sich an Textvorgaben des Autors. Inwieweit die Darsteller den Vorgaben des Autors gefolgt sind, vermag ich ohne ein genaues Studium des Stückes nicht zu sagen. Noch während das Vorsprechen lief, verließen Lieutenant Commander Thomas Stafford, Lieutenant Commander Janara Darrim und Commander Michael O'Reardon das Holodeck. Mein Hinweis, dass damit alle Personen die Zugang auf die Programmkontrollen haben das Holodeck verlassen haben, wurde von Lieutenant Commander Terron Jarvis mit dem Einwand beantwortet, dass sie den notwendigen Zugang hat. Ihre Ausführung standen im Widerspruch zu den Ausführungen von Commander Michael O'Reardon, wonach nur er und Lieutenant Commander Thomas Stafford diesen Zugriff haben. Der Widerspruch kann möglicherweise dadurch erklärt werden, dass die Standardeinstellung für die Zugangskontrolle mit Beendigung der Ausbildung wieder hergestellt wurden. Nach Ende des Vorsprechens erschien ein verängstigtes Individuum mit dem Äußeren von Commander Steward. Er kündigte an, die Schergen des König sein auf dem Weg zu diesem Ort. 5 Minuten nach seinem Eintreffen erschien eine Gruppe von 7 Individuen, die mit Klingenwaffen und einer mechanischen Projektilschleuder bewaffnet waren. Bis auf ihren Anführer entsprachen sie alle in ihrem Äußeren dem Standarderdenmensch. Ihr Anführer hatte das Äußere eines Cardassianers. Er trug eine Militäruniform wie sie die mitteleuropäischen Streitkräfte des 20 Jahrhundert der Erde verwendet haben. Ihre Ausrüstung und Bekleidung entsprang einem breiten erdgeschichtlichen Zeitraum vom frühen Mittelalter bis zum späten 20 Jahrhundert. Mit dem Erscheinen der Mannen des Königs löste sich Lieutenant Commander Terron Jarvis auf. Ich musste in diesem Moment an Leroy denken, er hätte jetzt gesagt "Warum kannst du dich nicht einmal verrechnen?". In Anbetracht der späteren Ereignisse wäre ein Rechenfehler begrüßenswert gewesen.
Der Anführer forderte zu erfahren, wer das anwesende Sternenflottenpersonal sei und ob sie Rebellen seien. Er verlangte, man solle King George hochleben lassen. Das anwesende Sternenflottenpersonal entsprach der Aufforderung. Lieutenant JG Eljas Tohkinen und Petty Officer First Class T’Aloviks versuchten Zugriff auf die Kontrollen des Holodecks zu erlangen. Der Anführer verwies das Sternenflottenpersonal unter Androhung von Waffengewalt des Raumes und des Hauses. Lieutenant JG Arthur Mulligan feuerte seine Projektilwaffe auf den Anführer der Mannen des Königs ohne Wirkung ab. Petty Officer Second Class Patrick-Fitzgerald O’Kenners Versuch, noch einmal mittels verbaler Überzeugung in den Raum vorzudringen, endete mit dessen Rauswurf aus diesem Raum. Lieutenant JG Eljas Tohkinen, Petty Officer First Class T’Aloviks, Crewman Third Class Michael Vaughn und eine weitere Person zogen sich ins Obergeschoss zurück. Der Anführer der Mannen des Königs verlangte zu wissen, aus welchem Material die Kommunikatoren sind. Auf die Antwort, dass die Kommunikatoren aus Gold seien, sagte er dies sei das Metall des Königs. Bis auf zwei kleine Äxte, zwei Typ 1 Phaser und vier kleine Messer war das Sternenflottenpersonal unbewaffnet. Bis auf das Personal im ersten Stock zog sich das Sternenflottenpersonal in den Nachbarraum zurück. Die Mannen des Königs versuchten in den Raum vorzudringen, dabei wurde Petty Officer Third Class Jaqueline Dawson verletzt. Die Tür wurde verrammelt und das Sternenflottenpersonal floh durch das Fenster. Vor dem Haus trafen wir auf eine vulkanoide Frau, deren Ausrüstung dem frühen Mittelalter der Erde entsprach. Sie war mit Pfeil und Bogen und zwei Schwertern bewaffnet. Sie bezeichnete sich selbst als Elfe. Der Begriff der Elfe entstammt den Mythen, Sagen und einem als Fantasy bekannten Literaturgenre Europas der Erde. Die einzigen Gemeinsamkeiten, die alle diese Definitionen aufweisen, sind die spitzen Ohren der Elfen, eine verlängerte Lebensspanne und eine gewisse Naturverbundenheit. Die vulkanoide Frau sagte, sie könnte die Gruppe zu einer Zuflucht bringen. Lieutenant JG John Stark übernahm das Kommando. Während des Marsches habe ich die Absicherung des hinteren Endes der Kolonne mit einem Phaser und Tricorder übernommen. Zu diesem Zeitpunkt lag die Information bereits vor, dass reale Phaser auf Betäubung nicht auf dem Holodeck funktionieren, diese Information wurde aber nicht kommuniziert. Die Rundumsicherung war vernachlässigbar und eine Vorauserkundung fand nicht statt. Meine Versuche, eine Rundumsicherung aufzubauen, wurden teilweise ignoriert. Ensign Bruce Wagners Versuche blieben auch weitestgehend erfolglos. Ich habe als Offizier in meinen Führungsaufgaben versagt, da ich dieses Verhalten habe durchgehen lassen. Das Versagen der anderen Offiziere schreibe ich ihrer vernachlässigbaren Erfahrung und Ausbildung im Erdkampf zu. Ich kann dies nicht für mich in Anspruch nehmen, da ich bereits zweimal an einer entsprechenden mehrstündigen Ausbildung teilgenommen habe und dadurch zumindest über einige theoretische Grundkenntnisse verfüge. Die vulkanoide Frau führte uns zu einem Gebäude, in dem sich eine Gruppe aufhielt, die sich selbst als Geheimen Widerstand bezeichnete. Wenn einer der Gruppe "Geheimer Widerstand" sagte, wurde dies von allen wiederholt. Die Tricorderuntersuchung einzelner Holofiguren wiesen diese als richtige Menschen aus.
In dem Programm tauchten Elemente verschiedener Programme von Crewmitgliedern auf. Petty Officer Third Class Jaqueline Dawson hat dies später bestätigt. Der Raum in den wir geführt wurden entsprach in seinen Ausmaßen exakt dem Raum für den theoretischen Unterricht. Zu diesem Zeitpunkt habe ich noch geglaubt, der Verlauf des Programmes entspräche den Vorgaben der leitenden Offiziere. Ich baute meine Schlussfolgerung auf folgende Fakten: Lieutenant Commander Thomas Stafford und Lieutenant Commander Janara Darrim waren noch zugegen, als die Simulation von Lieutenant Commander Terron Jarvis bereits aktiv war und der Verlauf des Programmes entsprach der Neigung einiger Offiziere ihre Untergebenen in Ausbildungsszenarien soweit wie möglich mit dem Unerwarteten zu konfrontieren. Das Verhalten der anwesenden Hologramme entsprach dem, wie man sie in einer Lokalität zum Verzehr von Alkohol auf der Erde erwarten würde. Eine Gruppe von vier Personen spielte Karten. Sie bediente sich dabei Kunststoffhüllen mit Bildern als Einsatz. Aus den Gesten und Mimik der vulkanoiden Frau folgerte ich, dass sie sich zu mir hingezogen fühlt. Bis auf die vulkanoide Frau, einen Cardassianer mit einem Helm und einer Projektilschutzweste und einem Wesen, das als "Bork" bezeichnet wurde, entsprach das Äußere aller Anwesenden dem Erdenmenschenstandard. Ihre Kleidung und Ausrüstung entsprang verschiedenen Zeitperioden der Erdgeschichte vom frühen Mittelalter bis zum späten 20 Jahrhundert. Diese Mischung wird von den anwesenden Hologrammen als normal empfunden. Eine Person, die neben dem als Bork bezeichneten Individuum saß, sang und spielte auf einer Gitarre. Die vulkanoide Frau forderte mich auf, zu ihr rüber zu kommen. Lieutenant JG Eljas Tohkinen und Petty Officer First Class T'Aloviks versuchten, derweil weiter auf die Holodecksteuerung Zugriff zu nehmen. Da ich zu der Zeit keinen Beitrag zur Deaktivierung des Programms leisten konnte, entschloss ich mich, die anwesenden Holopersonen so weit mir möglich abzulenken. Die vulkanoide Frau verkündete, mich als Gegenleistung für ihre Hilfe behalten zu wollen und mir einen Ring durch das Ohr stechen zu wollen. Meine Erwiderung, dass ich bereits gebunden bin, blieb ohne Wirkung. Sie fragte mich, ob ich auch ein Zauberer sei und ob ich mein Handlicht, welches sie während des Marsches gesehen hatte, nicht wieder einschalten könnte. Ich entsprach ihrem Wunsch. Am Kamin, einen Meter von mir und der vulkanoiden Frau entfernt, saß das Wesen, welches als Bork bezeichnet wurde Referenz Silok TR23347. Das Wesen trug eine schwarze Sonnenbrille. Es forderte mich auf, für ihn zu singen. Die anwesenden Holofiguren wiesen mich auf die Gefahr hin, dem Bork "den Groove zu versauen", einen nicht näher definierten positiven Zustand. Wenn dem Bork der Groove versaut würde, wäre aller Widerstand zwecklos und ganze Schlachtreihen würden ihre Schilde senken. Aufgrund der Wortwahl folgerte ich, dass dies eine Anspielung auf das Borgkollektiv war. Ich entsprach dem Wunsch des Bork zu singen. Mr O'Kenner folgte ebenfalls dieser Aufforderung. Lieutenant JG Jaris Lhasa entsprach nicht der Aufforderung. Den Versuch, einen Vulkanier in einem Lokal zum singen zu bringen sah ich zu dem Zeitpunkt als weiteren Hinweis für eine Steuerung der Programmaktvitäten, da ich solche und ähnliche Versuche schon des öfteren im Rahmen der von Menschen als Humor bezeichneten Eigenschaft erfahren habe. Meine Versuche, von den Holofiguren Informationen über das Szenario zu erhalten, blieben erfolglos. Ihre Aussagen enthielten immer die gleichen stereotypen Aussagen. Der Cardassianer bezeichnete sich selbst als "Doc" und bot Petty Officer Third Class Jaqueline Dawson eine Pille an, um ihre Verletzung zu heilen. Nach Einnahme der Pille schlossen sich ihre Verletzungen in weniger 10 als Sekunden. Aufgrund des veränderten Verhaltens von Petty Officer Third Class Jaqueline Dawson folgerte ich, dass die Pillen bewusstseinsverändernde Wirkstoffe enthielten. Laut Aussage des Docs hatte er selber diese Pille genommen und der Effekt wäre, dass diese geschmeidig machen. Dazu machte er eine wellenförmige Bewegung mit der Hand. Lieutenant JG Eljas Tohkinen und Petty Officer First Class T'Aloviks hatten eine Möglichkeit gefunden mittels eines modifizierten Tricorders Einfluss auf die Holofiguren zu nehmen. Sie benutzen den Doc als Testperson. Holofiguren blieben nach Einwirkung des Tricorders für 30 Sekunden bewegungslos.
Lieutenant JG John Stark beschloss, das Programm durchzuspielen um es auf diese Art zu beenden. Aufgrund der hohen Variabilität des Programmes teilte ich die Einschätzung von Lieutenant JG John Stark nicht, dass das Programm einen vorbestimmten Endzeitpunkt hat, aufgrund der wahrscheinlich negativen Auswirkung auf die Moral der Anwesenden behielt ich meine Einschätzung für mich. Eine der Holodeckfiguren bot mir ihre Kopfbedeckung im Tausch gegen ihre Fellmütze an. Ich ging auf den Tausch ein. Während des Aufenthaltes des Sternenflottenpersonals beim geheimen Widerstand betraten zwei weitere Personen den Raum: ein alter Mann mit dem Äußeren Captain Sergej Starkovs und eine weitere Person, die verkündete King George habe sie besiegt, die sich daraufhin auf den Boden fallen ließ und sich mit der Flagge der Föderation bedeckte. Die anwesenden Mitglieder des geheimen Widerstandes verkündeten darauf, dass sie jetzt wieder einer weniger sein. Aus einer mir unbekannten Quelle kam die Information, dass um King George zu besiegen, sein Magier ausgeschaltet und die Prinzessin befreit werden muss. Der Magier wohnte in einem Turm. Zugang zu diesem Turm war nur mit einem magischen Auge möglich, welches sich in Gewahrsam einer Person, die als "Zwerg" bezeichnet wurde, befinden sollte. Der Doc bot mir seinen Helm an, damit er bei mir sein kann und zum Schutz. Ich nahm den Helm an. Der Helm war zu klein. Die Gesichtsmimik der anwesenden Crewmitglieder ließ darauf schließen, dass sie diese Kopfbedeckung als komisch empfanden. Die Vulkanoide führte das Sternenflottenpersonal zum Aufenthaltsort des Zwerges. Der Zwerg wies das Äußere und Teile des Verhaltensmusters eines Ferengis auf. Nachdem ihm Lieutenant JG Jaris Lhasa die Ohrloben des einen Ohrs massiert hatte, war er bereit preiszugeben, dass die Amazonen ihm das Auge gestohlen hatten. Die Amazonen sind ein Stamm aus den Mythen des Mittelmeerraumes der Erde aus der als Antike bezeichneten geschichtlichen Periode. Ein Stamm in dem die Frauen die Krieger sind und die Männer den in anderen Kulturen vergleichbarer geschichtlicher Perioden von Frauen eingenommenen Platz einnehmen. Die weiblichen Crewmitglieder begaben sich unter Führung der vulkanoiden Frau zu den Amazonen. Ihr Aufbruch wurde von einer Erzählerstimme kommentiert, wie sie in einigen Holoromanen eingebaut ist. Die Amazonen forderten die weiblichen Crewmitglieder zu einem Wettstreit heraus, dabei ging es darum, Bonbons in eine Schale zu werfen so, dass sie in der Schale liegen bleiben. Ensign Lillian Winterson gewann diesen Wettstreit. Der Bericht über die Begegnung mit den Amazonen ist eine Zusammenfassung der Erzählungen von Lieutenant JG Jaris Lhasa und Petty Officer Third Class Jaqueline Dawson.
Mit dem Auge Referenz Silok TR 23348 und dem Zwerg begab sich das Sternenflottepersonal zum Turm des Magiers. Der Aufbruch zum Turm wurde erneut von der Erzählerstimme mit den Worten: "Und sie brachen auf zum Turm des Magiers" kommentiert. Der Zugang zum Turm war ein enger Tunnel, durch den jeweils nur eine Person zur Zeit durchgehen konnte. Im Turm des Magier kam es zum Kampf. Über den Verlauf des Kampfes liegen mir keine gesicherten Erkenntnisse vor, bis auf Kampfgeräusche die keine relevanten Rückschlüsse zuließen. Ab einem gewissen Zeitpunkt wurde nach einem Arzt gerufen und die Kampfgeräusche verebbten. Ich war zu diesem Zeitpunkt der ranghöchste Offizier außerhalb des Zugangs zum Turm. Ensign Julie Conway drängte darauf, den Hilfrufen nachzukommen. Zu diesem Zeitpunkt bestand keine Verbindung zu den Personen im Turm. Ich konnte einige Personen reden hören, aber sie haben nicht auf meine Rufe reagiert, obwohl sie wie die Variation in ihrem Redefluss zeigte, meine Worte gehört hatten. Ich habe Ensign Julie Conway zuerst zurückgehalten da ich sie nicht schutzlos in eine ungeklärte Situation schicken wollte, nachdem alle meine Kommunikationsversuche wegen der Verweigerungshaltung bestimmter Crewmitglieder erfolglos blieben, habe ich den Befehl erteilt, geschlossen vorzurücken. Ich habe die Namen der Personen nicht ermittelt, die sich während einer Gefechtssituation unterhalten haben und keine Informationen weitergegeben haben, da ich der Hilfeleistung eine höhere Priorität eingeräumt habe, als die lebensbedrohliche Nachlässigkeit dieser Personen einer Bestrafung zuzuführen. Bei unserem Eintreffen war der Kampf beendet und mehrere Personen waren verwundet. Ensign Lillian Winterson hatte zwei schwere Verletzungen von Klingenwaffen am Torso. Ihre Verletzungen lassen mit akzeptabler Sicherheit den Schluss zu, dass die Sicherheitsschaltung des Holodecks deaktiviert wurde. Die exakte Anzahl der Verwundeten konnte ich nicht ermitteln. Durch das Ausschalten des Magiers wurde die Prinzessin befreit, die die Nichte von King George war. Aufgrund seiner Bekleidung und weiterer mir unbekannter Faktoren wurde Lieutenant JG Arthur Mulligan zum Auserwählten erhoben. Die genaue Bedeutung dessen wurde nicht exakt definiert, außer, dass man von ihm erwartete, gegen King George zu kämpfen. Die Prinzessin übermittelte Informationen an einige Personen. Wer diese Personen waren und welcher Art diese Informationen genau waren konnte ich nicht ermitteln. Eine Holodeckfigur hatte nach den Worten von Lieutenant Vinzenz Lloyd und Petty Officer First Class T'Aloviks eine Botschaft an sie übermittelt.
Nach Versorgung der Verwundeten marschierte die Gruppe zum Aufenthaltsort von King George. Auf dem Marsch zu King George gelang es mir durch nachhaltiges Drängen, von Lieutenant JG Vinzenz Lloyd Informationen über die Wirksamkeit der Tricorder zu erlangen. Es wäre für einen effektiven Ressourceneinsatz zwingend erforderlich gewesen, diese und weitere Informationen unaufgefordert zu kommunizieren. Die effektive Reichweite betrug einen Meter. Lieutenant JG Eljas Tohkinen und Petty Officer First Class T’Aloviks modifizierten meinen Tricorder ebenfalls. King George war auf das Eintreffen des Sternenflottenpersonals vorbereitet. Sein Gesicht entsprach dem von Admiral Dawson. Er trug eine Uniform der Armee der Könfederierten Staaten von Amerika aus der gleichen erdgeschichtlichen Periode wie die Uniform, die Lieutenant JG Arthur Mulligan zu dem Zeitpunkt trug. Seine Truppen hatten in einem Raum, in den man nur durch eine Tür gelangen konnte, Aufstellung genommen. 6 seiner mit Klingenwaffen bewaffneten Mannen bildeten vor ihm und einem Armbrustschützen eine schützende Linie. King George war mit einem Gewehr Referenz Silok TR 23349 bewaffnet. Als erste wurde die vulkanoide Frau niedergeschossen, bei dem Versuch mit Pfeil und Bogen in den Raum zu schießen. Ensign Bruce Wagner sammelte die Sicherheitsabteilung und drang in den Raum vor. Lieutenant JG Vinzenz Lloyd durchbrach die Linie und versuchte King George anzugreifen. Eine der Holofiguren warf sich vor King George und der Lieutenant wurde niedergeschlagen. Lieutenant JG Arthur Mulligan und Petty Officer First Class T'Aloviks wurden niedergeschlagen. Ich wurde von King George mit seinem Gewehr in den Oberkörper getroffen und ging zu Boden. Die Funktionalität des linken Lungenflügels war beeinträchtigt. Ich lenkte die Blutzirkulation um die Wunde herum. Nach der 5. Angriffswelle brach die schützende Linie zusammen und King George floh. Eine der Mannen des Königs stand noch. Ich fixierte sie mit dem Tricorder und schaltete sie mit dem Nervengriff aus. Diverse Personen lagen am Boden, die genaue Anzahl der Verletzten konnte ich zu dem Zeitpunkt nicht ermitteln, da meine Bewegungsfähigkeit eingeschränkt war. Ich begab mich zu Ensign Julie Conway. Ensign Julie Conway forderte Ian Masterson auf, sich an medizinischen Hilfsleistungen zu beteiligen. Er lehnte dies mit einem durch Lieutenant JG Jaris Lhasa erwirkten Eintrag in seiner Personalakte ab, der ihm dies verbietet. Ensign Ian Masterson setzte sich durch. Ensign Julie Conway fragt wie lange ich noch durchhalten könne, ausgehend von der Schwere der Verletzung und den von mir eingeleiteten Verzögerungsmaßnahmen blieb mir noch eine Stunde. Nach der Versorgung der Verletzungen von Petty Officer First Class T'Aloviks versorgte Ensign Julie Conway meine Schussverletzung. Der holographische Doktor hatte Petty Officer First Class T'Aloviks eine seiner Pillen verabreicht bevor ich es verhindern konnte. Die vulkanoide Frau war erzürnt darüber, dass sie bei der medizinischen Versorgung übergangen wurde.
Nach der Versorgung der Verwundeten kündigten die Holofiguren an, ein Bankett geben zu wollen um den Sieg über King George zu feiern. Es wurde eine u-förmige Tafel errichtet. An der schmalen Seite der Tafel saß die Prinzessin, an ihrer linken Seite saß Lieutenant JG Arthur Mulligan. Während das Essen aufgetragen wurde und während des Essens, wurden die Verdienste der Auserwählten, des Fels Ensign Bruce Wagner an dessen Schultern sich der Sturm bricht und Lieutenant JG John Stark gelobt. Holodeckfiguren und Crewmitglieder beteiligten sich gleichermaßen. Mimik und Körpersprache der Crewmitglieder ließen auf ein Absinken der Anspannung schließen. Der Doc erzählte die ganze Zeit wie perfekt alles sei und sein müsse um die Wiederkehr von King George zu verhindern. Das Verhalten des Docs rief ein Erinnerungsbild an Ensign Abdul Kjeldson hervor, wie er mir mit unseren Handzeichen signalisiert ich solle den Doc mittels eines Nervengriffs ausschalten. Adept Sahak würde mich dafür rügen, dass ich meinem Gedächtnis diese Bildung von Spontanbildern gestattete. Auf Wunsch der vulkanoiden Frau schaltete ich noch einmal mein Handlampe ein. Sie bekundete noch immer die Absicht mich zu behalten ohne die Bedeutung dessen näher zu spezifizieren.
Während der Nachtisches betraten Captain Sergej Starkov, Commander Michael O'Reardon, Lieutenant Commander Thomas Stafford und Lieutenant Commander Terron Jarvis das Holodeck. Commander Michael O'Reardon verlangte zu wissen was hier los sei und sagte, sie und Ensign Parker hätten über drei Stunden versucht in das Holodeck vorzudringen. Der Tonfall des Commanders und sein Vorgehen legen nahe, dass er in einer oder mehreren der auf dem Holodeck gefangenen Personen die Verantwortlichen für das Programm sah. Der Kommunikationsversuch von Lieutenant JG Eljas Tohkinen und Petty Officer First Class T’Aloviks mittels einer modulierten Energiefluktuation blieb unentdeckt, lediglich die Energiefluktuation wurde außerhalb des Holodeck angemessen. Der Captain forderte von allen Anwesenden einen Bericht. Zu diesem Zeitpunkt bezweifle ich noch die Echtheit der anwesenden Führungoffiziere, da das Holoprogramm bereits schon einmal Lieutenant Commander Terron Jarvis simuliert hat. Lieutenant JG Eljas Tohkinen teilte meine Bedenken nicht. Mit Erlaubnis des Captains verlasse ich das Holodeck, um meine Kabine aufzusuchen. Ich hätte auch ohne Erlaubnis des Captains in diesem Fall das Holodeck verlassen. Die Schriftzeichen befanden sich noch auf der Schriftrolle dort wo ich sie vor 7 Tagen selbst platziert hatte. Damit konnte ich das Verlassen des Szenarios verifizieren. Gemäß dem Befehl von Lieutenant Commander Terron Jarvis habe ich die Daten aller Tricorder auf dem Holodeck gesammelt und für die Analyse vorbereitet.
Nach dem Frühstück wird die von Commander Michael O'Reardon angekündigte schriftliche Prüfung durchgeführt. Nach der schriftlichen Prüfung wurde auf dem Holodeck angetreten. Captain Sergej Starkov ist mit den Leistungen der Crew zufrieden. Petty Officer Third Class Jaqueline Dawson wurde vom Captain ermahnt und mit Degradierung im Falle der Fortsetzung ihres Fehlverhaltens bedroht.
Ausgehend von der Bewertung des Testes muss ich folgern, dass Commander Michael O'Reardon Teile meiner Antworten als fehlerhaft gewertet hat obwohl sie die Fragen sowohl dem Sinn als auch dem Wortlaut nach beantwortet haben.