Storyline

Starfleet Operations Con 1

Persönliches Computerlogbuch Lieutenant junior grade Silok

21. April:

Mein Onkel Subok hat mir zu meiner Beförderung gratuliert.

15. Mai:

T'Puwn hat mich nach der Logik hinter meiner Entscheidung gefragt, die Wissenschaftslaufbahn zu wählen. Ich vermute, ihr Entscheidungsprozess, ob sie die Kommandolaufbahn weiter verfolgt oder eine andere Laufbahn wählt, ist in die entscheidende Phase getreten. Ich habe ihr die Logik meiner Entscheidung dargelegt.

05. Juni:

Heute habe ich eine Nachricht von Athina erhalten.

Hallo Silok, alter Klotz,
oder muss ich jetzt Sir sagen ? Herzlichen Glückwunsch zur Beförderung. Warum sagst du keinen Ton, dass du befördert wurdest ? Ich habe Satonwyn getroffen, er nimmt es dir immer noch übel, dass du ihn aus dem Fenster im dritten Stock in die simulierte Jauchegrube geworfen hast. Das war aber auch wirklich nicht nett. Sein Gesichtsausdruck war unbezahlbar. Er hat sich fast die Hörnchen verrenkt. Ja, ich weiß, nett ist nicht ein Parameter, nach dem man sein Handeln in einer Gefechtssituation gestaltet. Er ist jetzt bei der Tactical. Sherin hat endlich eingewilligt, sich mit ihm zu verloben. Die Frau muss wahnsinnig sein. Was findet die bloß an dem Kerl? Das war ein Scherz. Manchmal habe ich den Verdacht, dass du menschlichen Humor sehr gut verstehst und mich nur auf den Arm nimmst.. Sei bitte einfach vorsichtig da draußen und zieh auch mal den Kopf ein. Ich weiß, das Wohl der vielen wiegt schwerer als das Wohl des einzelnen, trotzdem liegt mir dein Wohl am Herzen. Stell dir einfach vor, wie ich mich fühlen werde, wenn du dein Leben gegen einen Vorteil für die Föderation eintauschst. Irgendwie dachte ich immer, es würde nur den anderen passieren. Seit es Abdul erwischt hat, ist der Krieg viel näher gerückt. 23 aus unserem Semester sind gefallen. Einen Vorteil hat es, in der taktischen Analyse bei der Admiralität zu sitzen, man weiß immer, wo gerade gekämpft wird und Freunde sterben. So gesehen ist es dann kein Vorteil. Selbst wenn wir diesen Krieg gewinnen, werden wir verlieren. Wenn du dich auch umbringen läßt, kriegst du ernsthaft Ärger mit mir.

Dif-tor heh smusma Silok-kam vor allem Dif-tor

Dif-tor heh smusma Athina-kam t'nash-veh t'hai'la. Aus Athinas Brief lese ich heraus, dass sie eine kriegsbedingte emotionale Beeinträchtigung erfährt. Aufgrund der privaten Natur des Briefes kann ich die Counselor nicht befragen, wie ihr am besten zu helfen ist, da dies das Vertrauensverhältnis erschüttern würde. Ich werde versuchen, Lieutenant (jg) Ivana Mueller zu erreichen.

09. Juni:

Ivana hat den Erhalt meiner Nachricht bestätigt und mir versprochen in regelmäßigen Abständen nach Athina zu sehen.

11. Juni:

T'Paul hat vorgeschlagen Maßnahmen einzuleiten, um das Fortbestehen unserer gemeinsamen genetischen Linie im Falle meines Ablebens zu sichern. Die Logik ihrer Argumentation ist überzeugend. Sie wird ihren Verzicht auf Koon-ut kal-if-fee erklären. Gemäß ihren Wünschen gebe ich meine Zustimmung, unsere Eheschließung vorzubereiten und auch in meiner Abwesenheit zu verkünden, für den Fall meines Ablebens. Ich habe die Freigabe für mein entnommenes Sperma für den Todesfall bestätigt.

24. Juni:

Heute habe ich von Leroys persönlichem Datenkonto eine Mitteilung erhalten. Er hatte eine automatische Mitteilung an mich und Athina eingerichtet für den Fall, dass sich sein Status in vermisst oder getötet ändert. Der Mitteilung zufolge gelten er und drei Mitglieder seines Einsatzteams als vermisst und wahrscheinlich tot. Die genaueren Umstände sind noch vertraulich. Gemäß der Verfügung über die Erziehungsberechtigung, die er und seine Frau hinterlassen haben und die von Athina, Abdul und mir unterzeichnet wurde, sind Athina und ich jetzt gemeinschaftlich erziehungsberechtigt für ihre 5-jährige Tochter Susanna, solange Leroy als vermisst gilt und Victoria sich in Kriegsgefangenschaft befindet. Da sich Susanna auf der Erde befindet, wird Athina die ersten notwendigen Schritte einleiten.

25. Juni:

Die Erziehung menschlicher Kinder liegt jenseits meiner Expertise. Ich werde entsprechende Fachliteratur konsultieren. Eine Person, die eine emotional ausgewogene Erziehung gewährleisten kann, orientiert am emotionalen Spektrum von Homo Sapiens Sapiens, scheint mir geeignet als fester Orientierungspunkt für Susanna.

1. Juli:

T'Puwn hat heute ihre Ausbildung an der Sternenflottenakademie als beste ihres Semesters beendet. Sie hat sich endgültig für die Kommandolaufbahn entschieden. Als eine von zweien wurde sie zum Lieutenant (jg) befördert.

3. Juli:

T'Puwn hat ihre Versetzungsbefehle erhalten. Sie wird auf eine neu gebaute Akiraklasse versetzt. Das Schiff ist für den unmittelbaren Fronteinsatz vorgesehen. Sie soll den Posten des zweiten Offiziers bekleiden, bis der dafür vorgesehene Offizier wieder einsatzbereit ist. Die genauen Einsatzbefehle sind geheim.

5. Juli:

Athina hat von T'Puwns Einsatz erfahren und mir angeboten, die genauen Daten zu ermitteln. Ich habe ihr gedankt und abgelehnt, da, obwohl ich es begrüßen würde diese Informationen zu erhalten, ich nicht möchte, dass Athina sich strafbar macht.

10. Juli:

Lieutenant (jg) Nikolas Tevor wurde lebend in einer Rettungskapsel nahe der Frontlinie von einem verdeckt operierernden Schiff aufgenommen, damit reduziert sich die Verlustquote aus meinem Semester wieder auf 23. Die genaueren Details des Einsatzes sind als geheim eingestuft.

17. Juli:

Das Oberkommando der Sternenflotte hat mir heute auf Anfrage mitgeteilt, dass sich Lieutenant (jg) Victoria Jones immernoch in Kriegsgefangenschaft befindet. Das Dominion bestreitet jetzt offiziell, sie gefangen genommen zu haben. Es gibt weiterhin keine Informationen über den Verbleib von Ensign Leroy Jones.

26. Juli:

Lieutenant (jg) Eljas Tohkinen, mein Mitbewohner, ist zu einem Einsatz auf die Sternenbasis 211, an der wir zur Zeit angedockt sind, abberufen worden. Auf Befehl des Flottenkommandos soll die Exeter Trümmerteile untersuchen, die der Tiefenaufklärer USS Pegasus auf Langstreckenscans im Gebiet der cardassianischen Union entdeckt hat. Die relevanten Trümmerteile sollen geborgen werden. Es handelt sich hierbei um Trümmerteile eines Schiffes der Föderation.

Es findet eine Einsatzbesprechung der Führungsoffziere mit Stellvertretern statt. Die Befehle legen die Bedeutung der Trümmerteile nah und belegen gleichzeitig meine Vermutung, dass Informationen zurückgehalten werden. Es soll keine Hinweise darauf geben, wie die Trümmerteile dort hingelangt sind oder um welches Schiff es sich handelt. Die Trümmerteile werden aber als so wichtig eingestuft, dass ein Schiff der Akiraklasse von der Front abgezogen wird, diese zu untersuchen. Ich äußere gegenüber dem Captain die Feststellung, dass wir effektiver suchen könnten, wenn wir wüssten, wonach wir genau suchen sollen. Der Captain gibt keine weiteren Informationen.

Nach Abschluss der Besprechung nimmt die Exeter Kurs auf die Koordinaten der Trümmerteile. Auf Befehl des Captains beginnt die wissenschaftliche Abteilung mit Langstreckenscans der Trümmer und des erweiterten Umfeldes. Ensign John Stark versucht anhand der Masse zu extrapolieren, um was für ein Schiffstyp es sich handeln könnte. Die Daten sind nicht aussagekräftig. Anhand der Verlustliste läßt sich das Schiff nicht identifizieren. Ich initiiere eine Anfrage in der planetaren Datenbank der Föderation nach Daten des Zielgebietes. Lieutenant Commander Terron Jarvis befiehlt, das Suchgebiet auf 5 Lichtjahre zu erweitern. Es befinden sich 5 Minshara-Klasse Planeten in diesem Zielgebiet, drei im Cuellar-System, einer im Trelka-System und einer im Sheva-System, Referenz Silok nw81137. Ich weise Lieutenant Commander Terron Jarvis daraufhin, dass unsere intensiven Langstreckenscans von jedem Schiff der Cardassianer entdeckt werden können, das sich im Zielgebiet aufhält. Der Commander hält diese Gefahr für vernachlässigbar, da es kaum cardassianische Aktivitäten in diesem Gebiet gibt. Ich untersuche das Trümmergebiet nach Hinweisen auf Transwarpkanal- und Wurmlochaktivitäten. Die Suche verläuft ergebnislos, Referenz Silok kl81137.

27. Juli:

Nach Erreichen des Zielgebietes werden die Trümmer nach Teilen untersucht, die eine eindeutige Identifizierung ermöglichen und oder Informationen enthalten können. Die den Parametern entsprechenden Trümmerteile werden von Valkyriejägern aufgenommen und an Bord gebeamt. Der Zustand der Trümmerteile deutet mit signifikanter Relevanz auf eine Aufenthaltsdauer von 8 Jahren im freien Raum hin. Die Trümmerteile wurden erst vor 3 Tagen entdeckt, sie befinden sich aber in einem Gebiet, das zur Absicherung der Frontlinie regelmäßig untersucht wird. Diese Informationen legen eine Möglichkeit mit einer Wahrscheinlichkeit nahe, die eine weitere Untersuchung rechtfertigt.

Eines der Trümmerteile enthält einen noch aktiven Datenspeicher. Ich weise auf die Möglichkeit hin, dass der Speicher bewusst vom Gegner in Umlauf gebrachte Informationen enthalten könnte. Meine Sensorenuntersuchung hinsichtlich biologischer und chemischer Waffen und die Suche nach Sprengfallen fallen negativ aus. Der Datenspeicher enthält Fragmente von Logbucheinträgen. PO3 Jaqueline Dawson und PO2 Steven Castle gelingt es, die Einträge lesbar zu machen. Anhand der Logbucheinträge kann der Schiffsname USS Yoshima ermittelt werden. Der Auftrag des Schiffes war es, ein Platoon der Tactical Force unter dem Kommando von Commander Steward auf einem geeigneten Planeten abzusetzen, damit dieses eine vorgeschobene Basis in einem der drei Systeme errichten kann. Ein Logbucheintrag ist privater Natur, er stammt von Lieutenant Commander Julianne Duboit, der Mutter von PO3 Jaqueline Dawson.

Um die Untersuchung der drei Systeme zu beschleunigen, werden zwei Shuttles mit Valkyrieeskorte unter dem Kommando von Commander Michael O'Reardon zum Sheva-System und das Runabout unter dem Kommando von Lieutenant Commander Thomas Stafford zum Trelka-System geschickt. Die Exeter übernimmt die Untersuchung des Cuellar-Systems. Im Anflug auf das Cuellar-System entdecken die Sensoren eine cardassianische Sonde, wie sie von den Cardassianern zur Systemabsicherung eingesetzt wird, Referenz Silok kd34890. Die Sonde ist inaktiv, ihre Energieversorgung ist verbraucht und sie befindet sich mit akzeptabler Relevanz seit 8 Jahren im freien Raum. Die Sensoren der Exeter sollten in der Lage sein Überlebende des Platoons der Tactical Force aufgrund der Fortschritte in der Sensorentechnik zu erfassen, auch wenn diese versuchen, sich mit entsprechenden Hilfsmitteln zu verbergen.

Cuellar III ist ein Klasse M Planet mit 700 identifizierbaren Arten, keinen Hinweisen auf humanoides Leben, keine erkennbaren künstlichen Strukturen und die geologische Struktur deutet auf keine Höhlenstrukturen hin, Referenz Silok ft34890. Cuellar II ist ein Minshara-Klasse Planet mit 800 identifizierbaren Arten und keinem humanoiden Leben, Referenz Silok bk34890. Auf Cuellar III befinden sich die Überreste einer cardassianischen wissenschaftlichen Station. Die Station weist Gefechtsschäden auf. Die Schäden sind um die 8 Jahre alt. Es gibt in der Sensorenanalyse Hinweise auf Faktoren, die einer genaueren Untersuchung vor Ort bedürfen.

Der Captain stellt ein Außenteam zusammen, bestehend aus ihm, Ensign Frank Parker, Crwm3 Kaivar Pelothel und mir. Ich habe Bedenken angesichts der Bedrohungslage, dass der Captain das Außenteam anführt. Die beiden funktional ranghöheren Lieutenants (jg) Arthur Mulligan und Vanessa Williams äußern keine Bedenken. Das Protokoll sieht in einem solchen Falle vor, ihnen einen bestimmten Zeitraum zu lassen und dann selbst aktiv zu werden. Bevor dieser Zeitraum verstrichen ist, wurde das Außenteam bereits auf Cuellar III transportiert.

Nahe der Station entdeckt Ensign Frank Parker Hinweise auf Shuttleaktivitäten, die nicht älter als eine Woche sind. Weitere Analysen erbringen keine neuen Erkenntnisse. Während der Außenmission zeigt Crwn3 Kaivar Pelothel Bewegungsmuster, die auf Übersprungsreaktionen und Verunsicherung hindeuten. Der Captain vermutet, dass die Cardassianer etwas in der Station gesucht haben. Die Relevanz dieser Vermutung ist auf der vorhandenen Datenbasis nicht exakt einzuschätzen.

Das Außenteam kehrt an Bord der Exeter zurück und die Exeter nimmt Kurs auf die vorher gescannte Sonde. Eine genauere Untersuchung der cardassianischen Sonde ergibt Spuren der gleichen Signatur wie sie Ensign Frank Parker nahe der cardassianischen wissenschaftlichen Station entdeckt hat.

Auf Cuellar II hat es vor circa einem halben Jahr einen Meteoriteneinschlag gegeben. Die Flora und Fauna ist zu 99,98 % zerstört. Der Planet erfüllt nicht mehr die Kriterien der Minshara-Klasse. Eine Überlebenswahrscheinlichkeit des Tactical Force Teams ist nicht gegeben. Die Exeter verlässt das Cuellar-System, um sich mit den beiden Außenteams zu treffen. Beim Verlassen des Cuellar-Systems wird die Exeter von den Sensoren einer Galor erfasst. Auf Befehl des Captains wird das Schiff aufgebracht und zerstört. Die Exeter verbleibt 20 Minuten im System und nimmt dann Kurs auf das Trelka-System.

Im Anflug auf das Trelka-System wird die Exeter von einer Galor und einer Keldon abgefangen. Die Keldon wird zerstört. Die Galor zieht sich zurück. Während des Kampfes hat ein Gul Balor die Exeter kontaktiert und behauptet, er hätte Lieutenant Commander Thomas Staffords Außenteam in seiner Gewalt, das Team würde an einer Krankheit leiden und er wäre bereit, uns das Team zu übergeben. Lieutenant Commander Thomas Stafford bestätigt die Einschätzung des Cardassianers nicht. Im Trelka-System befinden sich drei Keldons und weitere 7 Galor sind im Anflug auf das System. Der Captain schickt die verbleibenden Valkyriejäger gegen die 7 Galors. Die Exeter stellt sich den 3 Keldons. Die 3 Keldons werden durch die Exeter zerstört. Die Valkyriejäger haben 3 Galors vernichtet und 2 manövrierunfähig geschossen. 2 Galor brechen durch. Eine bereits beschädigte Galor rammt die Exeter, dabei wird der vordere Shuttlehangar irreparabel beschädigt. Die beiden verbleibenden Galors werden vernichtet.

Ensign Ian Masterson und ich werden in einem Typ 6 Personenshuttle losgeschickt, um das Außenteam und die 4 Überlebenden der Tactical Force von Trelka IV aufzunehmen. Commander Steward, Lieutenant Commander Julianne Duboit, Ensign Tria Vakkon und Crwm Mike Powler. Am Landeplatz des Shuttle kommt es zu einem Feuergefecht mit cardassianischen Soldaten. 4 Cardassianer werden kampfunfähig durch Waffeneinsatz. Lieutenant Commander Thomas Stafford wird schwer verletzt. Ich erleide durch einen Treffer am rechten Arm eine Verbrennung und unterbreche die Blutversorgung zu diesem Arm. Ich bin nicht mehr in der Lage das Shuttle zu fliegen. PO2 David Drinkmann steuert das Shuttle zurück zur Exeter. Ensign Ian Masterson versetzt Lieutenant Commander Julianne Duboit in Stasis. Ensign zu Felde Jaris Lhasa versorgt meinen Arm. Bis auf Ensign Tria Vakkon sind alle an Bord des Shuttles mit dem Virus infiziert.

Eine Vorabinformation hätte es ermöglicht, die Kanzel des Shuttles abzuschirmen und damit den Anteil der infizierten Personen geringer zu halten. Lieutenant Commander Thomas Stafford ist in direkten Kontakt mit einer der Sonden geraten, die zur Ausbringung der Krankheitserreger durch die Cardassianer benutzt wurde, und ist daher einer besonders hohen Dosis des Erregers ausgesetzt gewesen. Das Shuttle wird direkt in den luftleeren Hanger gebeamt. Lieutenant Commander Julianne Duboit, Ensign Tria Vakkon, PO2 Steven Castle und ich werden in das Wissenschaftslabor transportiert. Die restlichen Shuttleinsassen werden auf die Krankenstation transferiert. Krankenstation und Wissenschaftlabor 2 werden vor dem Transport durch ein Quarantänekraftfeld abgesichert. Commander Steward und Crwm Powler werden in Stasis versetzt.

Ich beginne damit, Tricorderuntersuchungen von PO2 Steven Castle und mir mit Daten vergangener medizinischer Untersuchungen zu vergleichen, Referenz Silok JA78902. Da sich Lieutenant Commander Julianne Duboit in Stasis befindet, kann sie ihre Erfahrungen als Mediziner mit dem Virus nicht weitergeben. Ensign Tria Vakkon übergibt mir das PADD des Lieutenant Commanders. Ich lade die Daten in die Datenbank und initiiere eine Vergleichsanalyse mit bekannten Krankheitserregern und möglichen Therapieformen, Referenz Silok JB78902. Es handelt sich um einen Bakteriophagen, der die Darmbakterien befällt. Der Virus führt zu einer Erhöhung des Zellinnendrucks und zum Verlust des Gewebezusammenhaltes. Der Virus mutiert stark. Ein Mutationszyklus dauert wenige Minuten. Die Krankheit verläuft bei Vulkaniern nach 24 Stunden tödlich, bereits nach 10 Stunden ist mit einem Verlust des Bewusstseins zu rechnen.

Nach Abschluss der Operation an Lieutenant Commander Thomas Stafford erweckt Ensign zu Felde Jaris Lhasa Lieutenant Commander Julianne Duboit aus der Stasis. Der Ensign zu Felde ist über die Vorgehensweise von Ensign Masterson erzürnt. Nach einer Stunde setzen mit Gelenk- und Kopfschmerzen die ersten Symptome bei mir ein. Ich delegiere einen entsprechenden Teil meiner geistigen Kapazität zur Schmerzkontrolle. Lieutenant Commander Julianne Duboit hat ein Medikament entwickelt, welches die Krankheitssymptome mildert.

Auf Anregung von Lieutenant Commander Julianne Duboit mache ich einen Datenbankabgleich der aktuellen Medikamentenliste, mit der dem Lieutenant Commander bekannten Liste, Referenz Silok JB78902. Die so ermittelten Medikamente werden auf ihre mögliche Anwendbarkeit überprüft. Die 5 verbleibenden Medikamente werden von Lieutenant Commander Julianne Duboit in einer Viruskultur auf ihre Wirksamkeit gegen das Virus getestet. Ein Medikament hat verzögernde Wirkung auf das Virus. Mit Blutproben von Lieutenant Commander Julianne Duboit, Ensign Tria Vakkon, Ensign zu Felde Jaris Lhasa, PO2 Steven Castle und mir werden Viruskulturen angesetzt. Ensign zu Felde Jaris Lhasa schlägt vor, den Virus mittels der Biofilter des Transporters zu extrahieren. Der Transporter kann jeweils nur einen Typ des Virus herausfiltern. Man muss also jeden Untertyp des Virus identifizieren, um mit dieser Methode erfolgreich zu sein. Der zeitliche Aufwand ist zu hoch. Lieutenant Commander Thomas Stafford wird in das Wissenschaftslabor transferiert.

Ich suche in den Datenbanken der Föderation nach Daten über biologische Kriegsführung. Die Daten sind vertraulich und teilweise versteckt. Mit zunehmendem Fortschreiten des Krankheitsverlaufs muss ich einen immer größer werdenden Teil meiner geistigen Kapazität abstellen, um bestimmte Körperfunktionen zu regeln, da die autonome Steuerung in zunehmendem Maße fehlerhaft ist. Bei linearer Progression der Krankheit werde ich in drei Stunden keinen nennenswerten Beitrag mehr zur Suche nach einer Therapie leisten können. Mit der Autorisation von Lieutenant Commander Thomas Stafford erlange ich Zugriff auf die Daten über biologische Kriegsführung. In diesen Daten wird als mögliche Therapie die Extraktion von Antikörpern aus dem Blut immuner Personen und die künstliche Herstellung dieser Antikörper angeregt, Referenz JD78902. Ich gebe diese Daten an Lieutenant Commander Julianne Duboit weiter.

Für 7 Sekunden ist meine geistige Abschirmung zusammengebrochen und ich habe das weiße emotionale Rauschen der mich umgebenden Personen sehr intensiv wahrgenommen. Ich bitte PO2 Steven Castle, von mir Abstand zu halten. Lieutenant Commander Julianne Duboit fragt, ob ich die emotionale Kontrolle verliere. Ich berichte ihr von meiner Befähigung, das Echo von Emotionen wahrzunehmen ohne diese identifizieren zu können. Sie fragt, ob ich ein reinrassiger Vulkanier bin. In diesem Punkt sind meine Erinnerungen beeinträchtigt. Ich glaube, ich habe ihr von den genetischen Befähigungen dreier Meister der Mentaldisziplinen der Prä-Surak-Ära aus meiner Familie berichtet. Ob und welche Details ich dabei weiter gegeben habe, weiß ich nicht.

Ich nehme das Medikament zur Symptomunterdrückung von Lieutenant Commander Julianne Duboit ein. Aus dem Blut von PO2 Adrian Kaleb und Ensign Tria Vakkon werden auf der Krankenstation Antikörper isoliert. Lieutenant Commander Julianne Duboit beginnt in immer stärkerem Maße Blut zu husten. Ensign zu Felde Jaris Lhasa verabreicht das verzögernd wirkende Medikament. Ensign zu Felde Jaris Lhasa und Lieutenant Commander Julianne Duboit haben wiederholt PO2 Adrian Kaleb und mich mit dem falschen Dienstgrad angesprochen. Der Verlust dieser durch ständig wiederholtes Training integrierten Fähigkeit deutet auf eine mögliche Bewusstseinsstörung hin. Ich bitte Lieutenant Commander Julianne Duboit, mir die Dienstgrade der anwesenden Personen zu nennen. Sie fragt nach dem Grund. Lieutenant Commander Thomas Stafford interveniert, hindert mich daran, den Grund zu erklären und fragt, ob ich nichts zu tun hätte. Er sagt, er will morgen mit mir über die richtige Verwendung von Dienstgraden sprechen. Ausgehend von seiner emotionalen Agitation wende ich mich wieder der Datenbankanalyse zu.

Während die Suche nach einem Mittel gegen den Bakteriophagen läuft, nimmt die Exeter Kurs auf das Sheva-System und nimmt Commander O'Reardons Team an Bord. Lieutenant Commander Julianne Duboit erkundigt sich nach meinem Befinden. Meine Denkprozesse verlangsamen sich in zunehmenden Maße, da die Anforderung, bestimmte körperliche Prozesse bewusst zu steuern, stetig zunimmt. Der Lieutenant Commander befiehlt mir, meine Bemühungen, eine Therapie gegen das Virus zu finden, zu unterbrechen und mich auf die Symptomkontrolle zu konzentrieren.

Lieutenant Commander Terron Jarvis beginnt mit der Herstellung der synthetischen Antikörper. Alle anwesenden Personen werden zur Entnahme von Blut und Darmproben auf die Krankenstation transferiert. Ich habe zum ersten Mal einen Wahrnehmungsausfall, die Personen um mich herum haben in meinem Sichtfeld ihre Positionen verlagert ohne dass ich ihre Bewegung wahrgenommen habe. PO2 Adrian Kaleb hat den Mund bewegt ohne dass ich etwas gehört habe. Mit Hilfe der Kohlinahrdisziplin ist es mir gelungen meine Wahrnehmung vorübergehend zu stabilisieren.

Lieutenant Commander Julianne Duboit liegt unter dem Diagnoserahmen und windet sich hin und her. Lieutenant Commander Thomas Stafford hält ihre Beine fest. Ich löse den Commander ab. Ich befinde mich auf einem Biobett. Wie ich hier hin gelangt bin entzieht sich meiner Kenntnis. Eine mir bekannte Person bewegt sich mit einer Waffe auf mich zu . Korrektur, es handelt sich um ein medizinisches Gerät. Die Person verabreicht mir ein Medikament mit einem Hypospray. Ich muss mich übergeben und mein Bewegungszentrum sendet unkontrollierte Bewegungsimpulse an meine Extremitäten. Es kostet mich den Großteil meiner geistigen Kapazität zu verhindern, dass ich unkontrolliert um mich schlage und trete. Gelegentliches Zucken der Extremitäten kann ich nicht verhindern. Lieutnant Commander Thomas Stafford und Ensign zu Felde Jaris Lhasa liegen am Boden.

Kontrollierte Zeit- und Umgebungswahrnehmung setzen wieder ein. PO2 David Drinkmann will zu den Valkyriejägern, wird aber von Lieutenant Commander Julianne Duboit daran gehindert, da er noch nicht diensttauglich ist. Sie sagt, er sei mit Sicherheit der bessere Pilot, aber sie mit Sicherheit die bessere Ärztin und könne beurteilen, ob er diensttauglich ist. Durch den Einsatz der synthetischen Antikörper und des Biofilters des Transporters können alle infizierten Personen geheilt werden. Das Virus ist an der Luft nur sehr kurzfristig überlebensfähig. Durch den Einsatz von Mikrowellenstrahlen werden die betroffenen Bereiche gesäubert. Ich werde zusammen mit 7 anderen Crewmitgliedern nach 10-Vorne gebeamt. Warum dauert das so lange?

Meine Hormonwerte sind krankheits- und behandlungsbedingt verschoben. Ich versuche einen Ausgleich zu schaffen. P02 Castle und ich sitzen an einem Tisch und PO1 T'Aloviks kommt dazu und fragt, ob er sich setzen kann. Meine Antwort ist unhöflich in Wortwahl und Tonfall und entzieht sich meiner direkten Kontrolle. Ich habe den Eindruck, dass PO2 Steven Castle mich anstarrt und fahre ihn an. Direkt danach empfinde ich intensives Bedauern und Scham, dass ich meine Position und meinen Rang missbraucht habe. Ich entschuldige mich bei PO2 Steven Castle für mein unangemessenes Verhalten. Ich stehe auf, um mein Besteck wegzuräumen, dabei fällt mir das Messer runter. Was Lematya-Exkremente mit einem heruntergefallenen Messer zu tun haben, kann ich im Nachhinein nicht mehr nachvollziehen, aber in dem Moment erschien mir die Bemerkung angemessen. Der Counselor kommt an meinen Tisch und fragt, ob ich mit ihr über meine emotionalen Ausbrüche reden möchte. Mein rechter Zeigefinger klopft auf den Tisch und ich bin ungeduldig. Meine Antwort lautet Nein. Bevor mir wieder eine unangemessene Bemerkung herausrutscht habe ich die Kontrolle über mein Sprachzentrum zurückgewonnen. Das nervöse Klopfen des rechten Zeigefingers habe ich beendet. Der Counselor sagt, ich sollte darüber nachdenken, dass sich einige Leute meinetwegen Sorgen machen. Ich sichere ihr zu, es zu tun. Zwar verspüre ich noch das unlogische Verlangen, ihr zu sagen, was sie mit ihrer Sorge machen kann, aber die Kontrolle der Logik hat sich reetabliert. Meine Denkprozesse haben sich normalisiert. Ich suche PO1 T'Aloviks auf und entschuldige mich für mein unangemessenes Verhalten. PO1 T'Aloviks sagt, mein Verhalten wäre krankheitsbedingt gewesen und eine Entschuldigung daher nicht nötig.

Commander Steward fragt mich nach meiner Einschätzung betreffs des Bündnisses mit den Rihannsu. Meiner Einschätzung nach hat das aevumih Rihanna seinen zweitausendjährigen Plan die Galaxis zu beherrschen nicht aufgegeben, sondern lediglich verschoben. Nach Ende des Krieges besteht eine signifikante Wahrscheinlichkeit dafür, dass das aevumih Rihanna entsprechende Aktivitäten wieder aufnimmt. Es gibt eine Minderheit in der Galae Rihanna und der Zivilführung die der ständigen Kriege müde ist, doch dass diese sich durchsetzen kann, ist meiner Einschätzung nach unwahrscheinlich.

Ein Dringlichkeitsruf erreicht die Exeter. Eine Flotte des Dominion hat die Frontlinie durchbrochen und ist auf dem Weg zum Coridan-System. Die 6. Flotte erhält Befehl, Unterstützung zu leisten. Die Exeter nimmt Kurs auf das Coridan-System mit Maximum Warp . Es kommt zum Gefecht mit einem gemischten Verband aus Keldons und Galors. Durch einen Brückentreffer fällt Lieutenant Commander Terron Jarvis aus. Ich übernehme die wissenschaftliche Station. Es kommt zu einem Abfall der Schildleistung und ein cardassianisches Enterkommando beamt an Bord. Die Brücke wird vom gesamten Sicherheitspersonal entblößt. Es gelingt den Cardassianern, kurzzeitig Zugang zum Maschinenraum zu erlangen. Ich ziehe meinen Phaser und richte ihn auf den Brückeneingang.

Durch einen Treffer explodiert eine Energiekupplung, die Opskonsole wird zerstört und die Conn wird durch den Dampf vorübergehend unbenutzbar. Durch den austretenden Dampf erleidet Lieutenant (jg) Arthur Mulligan Verbrennungen dritten Grades und wird zur Krankenstation gebracht. Lieutenant (jg) Vinzenz Lloyd übernimmt von der Taktik aus die Ops und ich übernehme kurzeitig die Conn. Die Ops wird auf die Technik verlegt und Lieutenant (jg) Vanessa Williams übernimmt wieder die Conn. Der Dampf erreicht auch die wissenschaftliche Station, so dass ich Verbrennungen ersten Grades an den Händen erleide. Die mechanische und sensorische Funktionalität ist nur minimal beeinträchtigt. Der Angriff des cardassianischen Verbandes wird abgewehrt. Die Exeter nimmt Kurs auf den Mond von Corridan 3, um einem havarierten Schiff Hilfestellung zu leisten. Während des Transports der Crew des havarierten Schiffes beamt sich erneut ein cardassianisches Enterkommando an Bord. Das Enterkommando wird abgewehrt. Die Schlacht um das Corridan-System ist beendet. Nachdem das System abgesichert ist, nimmt die Exeter Kurs auf ein mobiles Reparaturdock. Die Exeter hat Platz 5 in der Warteschlange. Die Gammaschicht übernimmt das Andocken an das Reparaturdock.

Ensign Yxen Trelim vermutet hinter dem unerwarteten Abfall der Schildleistung Sabotage. Eine Untersuchung der Umstände ergibt keine Hinweise auf Sabotage. Der Abfall ist vielmehr auf Materialfehler zurückzuführen.

28. Juli:

Der Schichtbeginn auf der Brücke verschiebt sich bedingt durch die Wartungsarbeiten um 45 Minuten. Heute habe ich meine turnusmäßige medizinische Untersuchung absolviert. Lieutenant Commander Julianne Duboit hat sich angeboten, mich in die Kommunikation mit Dialekten einzuführen, da sie bemerkt, dass ich viele menschliche Wortwendungen nicht verstehe und sie noch mehrere Wochen an Bord verbleibt. Der Captain hat eine Besprechung der Abteilungsleiter angesetzt. Ich habe Schwierigkeiten diese Klassifikation zu verstehen. An diesen und an vorangegangen Besprechungen, die ähnlich bezeichnet wurden, haben Personen teilgenommen, die weder zum Kreis der Führungsoffziere gehören noch Abteilungsleiter sind. Ich werde die linguistische Datenbank konsultieren, ob es sich wieder um einen Fall von Idiomkommunikation handelt. Der Captain hat am vorigen Tage, während sich Lieutenant (jg) Arthur Mulligan, Lieutenant (jg) Vanessa Williams und ich auf der Brücke befanden, zweimal gesagt "Lieutenant, übernehmen Sie", als er die Brücke verließ und Lieutenant (jg) Vanessa Williams fühlte sich angesprochen. Es waren zu dem Zeitpunkt aber drei Personen dieses Ranges anwesend. Es erfolgte keine eindeutige Kommunikation der Befehle des Captains, zumindest keine nach einem mir bekannten Sternenflottenprotokoll. Ist es möglich, dass Kommandooffiziere die Ränge anderer Abteilungen als nicht gleichwertig betrachten? Ich werde dies weiter beobachten.

Um 12:00 wird die A1 von der Gammaschicht abgelöst. Lieutenant Commander Terron Jarvis setzt eine Besprechung an nach der Besprechung der Führungsoffiziere. 17 Schiffe der Keldon und 15 Schiffe der Galorklasse wurden zerstört. 14 Schiffe der Sterneflotte wurden zerstört. 17 sind reparaturbedürftig und nicht mehr einsatzbereit. 60 % der Jem Hadar-Schiffe wurden zerstört. Die Minen auf Corridan III, einem Primärlieferanten für Dilithium wurden zerstört. 60.000 Bergarbeiter wurden getötet. Es wird zwei Monate dauern, bis wieder Dilithium abgebaut werden kann und zwei Jahre, bis die alte Kapazität wieder erreicht ist. Nach der Besprechung hat der Captain Antreten auf dem Holodeck befohlen. Es wird nach Abteilungen angetreten. Der Captain gratuliert der Crew zu ihrer Leistung. Auch wenn diese Schlacht ein Erfolg für den Gegner ist , war dies, laut Captain Sergej Starkov, nicht der Fehler der Crew. Kadett Michael Vaughn wird zum Crewman 3rd Class befördert, Ensign John Stark wird zum Lieutenant (jg) befördert. PO3 David Drinkmann wird zum Ensign zu Felde befördert und ihm wird das Kommando über den 2. Wing der Valkyriestaffel übertragen. Ensign Thomas McCullum wird das Kommando über den 3. Wing der Valkyriestaffel übertragen. Nach dem Wegtreten gehe ich in mein Quartier, um zu meditieren.

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