Oh, Mann ist das klasse. Ich glaube, es war die beste Idee die ich je hatte, seit ich die Tactical Force verlassen musste. Fliegen! Ich wusste ja nicht wie schön es ist in einer Valkyrie zu sitzen und durchs All zu rasen. Bis vor kurzem hatte ich Janara nicht verstanden, jetzt kann ich es. Nun ja, wie dem auch immer sei, ich habe gerade zusammen mit PO Drinkmann die letzten Tests abgeschlossen und gehe jetzt erstmal zur Einsatzbesprechung. Ich denke, in einer Stunde ist es soweit. Computer Ende.
Raumtrümmeranalyse! Na ja, vielleicht wird es doch interessanter als es sich zunächst anhörte. Ich bin nach Erreichen des Trümmerfeldes zusammen mit Janara eine Runde durch selbiges geflogen. Wir haben einige Fragmente gekennzeichnet, welche dann zur wissenschaftlichen Abteilung gebeamt wurden. Die Analyse ergab Trümmer der USS Yoshima, welche vor 8 Jahren hier im cardassianischen Raum verloren ging. Das Wunder an der ganzen Sache ist, dass sowohl mein alter Ausbilder bei der Tactical, Commander Steward und PO Dawsons Mutter Julianne Dubiot an Bord waren. Beide gehörten zu einem Sonderplatoon, welches einen Brückenkopf im Devron System errichten sollte. 5 Tage vor dem absehbaren, damaligen, Kriegsende halte ich diese Mission für sehr fragwürdig. Welche Ironie, dieser letzte Auftrag. Die Analyse ergab, dass die Yoshima das Team abgesetzt hat und auf dem Rückflug zerstört wurde. Das Platoon war also 8 Jahre von der Außenwelt abgeschnitten. Ich fürchte, dass Tactical und Starfleet Command aufgrund der Friedensverhandlungen, damals auf eine Such- bzw. Rettungsaktion verzichteten um die Mission, welche ohnehin als gescheitert angesehen werden musste, nicht zu offenbaren. Computer Ende.
Habe mich freiwillig gemeldet und übernehme das Team nach Telka IV. Mehr später. Computer Ende.
So nachdem jetzt alles ausgestanden ist war das zwar eine knappe Sache, aber soviel Nervenkitzel hat man selten. Wir starteten nach Plan mit dem Runabout. Kurz vor Ende des Fluges brach eine Plasmaleitung im Bereich der linken Antriebsgondel. Da kein Techniker an Bord war versuchte ich den Schaden zu beheben. Ich kann Janara gar nicht dankbar genug sein, dass sie solche Kleinigkeiten in meiner 9 monatigen Zusatzausbildung berücksichtigt hat, obwohl ich nicht genau wusste ob ich jetzt das Leck versiegle oder den Warpkern auswerfe. Wie auch immer, es klappte und wir konnten den Flug unbehelligt fortsetzen. Bei der ersten Umkreisung in hohem Orbit registrierten wir auf der Oberfläche eine starke Energieentladung. Ein genauer Scan ergab eine Föderationssignatur. Doch als wir in die Atmosphäre eintraten kam ein neues Problem auf uns zu. Sporadisch auftretende, elektromagnetische Felder setzten unseren Antrieb außer Funktion und wir stürzten ab. Ich beamte mein Team von Bord und es gelang mir die Triebwerke neu zu starten. Hoffentlich fragt mich nie jemand wie, denn ich habe keine Ahnung. Leider konnte ich das Schiff nur noch soweit abfangen, dass es bei der Landung nicht vollkommen zerstört wurde und versenkte es zur Hälfte in einer Düne. Bevor ich ausstieg, stellte ich fest, dass die meisten Systeme noch online waren und die Schäden, im Schiff selbst minimal. Von außen sah das Ganze dann nicht mehr ganz so gut aus und ich verzichtete auf eine genauere Untersuchung. Ich fuhr die Systeme runter und machte mich auf den Weg zum Ort der gescannten Energieentladung. Vorher informierte ich mein Team über meinen Status und erfuhr, dass alle wohlbehalten gelandet waren. Sie hatten 5km dichten Wald vor sich und ich 7km Steppe und 3km Wald. Unterwegs hatte ich einige Schwierigkeiten mit Gesteinen, die die Tricorder störten. Diese konnten aber durch eine Modifikation, welche von PO Castle vorgenommen wurde stark eingeschränkt werden. Irgendwann rutschte ich aus und ramponierte meinen Kommunikator, den ich erst später reparieren konnte. Na ja, Hauptsache die Waffen waren heile geblieben, denn die brauchte ich kurz darauf. Als ich die Stellung der Tacticals erreichte befanden sie sich gerade in einem Feuergefecht mit ein paar Cardassianern, die versuchten sie einzukreisen. Da ich nicht mit dem Platoon kommunizieren konnte, hielt ich es für eine gute Idee durch Unterstützungsfeuer auf mich aufmerksam zu machen und rannte los. Phasergewehr auf Frieden und durch. Wie auch immer, ich erschoss 2 oder 3 der Cardassianer bevor ich den ersten Tactical sah, der auf mich anlegte. Zum Glück hatte ich extra meine alte Tactical-Uniform angezogen und das schien ihn wohl an dem Schuss zu hindern. Als ich gerade in Deckung gehen wollte schoss mir einer dieser verdammten Löffelköpfe in den Rücken und es wurde dunkel. Nachdem ich wieder zu mir gekommen war, stellte ich fest, dass mich die Tacticals zusammengeflickt hatten. Ich lag direkt zwischen Stewart und Dr. Dubiot, die fleißig auf die Cardassianer feuerte. Was für eine Frau. In der Nähe lag noch ein Scharfschütze namens Mike und eine Trill namens Tria; das war es dann aber auch. Abgesehen davon, dass Dubiot mich erschießen wollte, als ich ihr sagte, das ich meine Uniform noch im Schrank gefunden hatte waren die Leute wirklich nett und hoch motiviert. Sie litten jedoch unter einer merkwürdigen Krankheit. Hätte Stewart nicht kurzfristig das Bewusstsein wiedererlangt und mich erkannt hätte der Doktor meiner aufblühenden Karriere bestimmt ein jähes Ende bereitet. Die Krankheit hatte wohl etwas mit einem Behälter zu tun, den ich unterwegs gefunden hatte und ließ sich nicht so einfach nachweisen. Gut für mich, dass ich den Behälter genau untersucht habe. Wenigstens habe ich dabei so viele der Viren geschluckt, dass kaum noch welche für die anderen blieben. Blöder Witz, wenn man dann auch noch gesagt bekommt "herzlichen Glückwunsch, sie haben noch 12 Stunden". Computer Pause.
Computer weiter. Nun ja, nachdem das Team wieder vereint war igelten wir uns ein. Toll zu wissen, dass ich wenigstens das Schießen nicht verlernt habe, auch wenn mir diese verdammten Kopfschmerzen und Schwindelgefühle wirklich zu schaffen machen. Irgendwie war es diesen grauköpfigen Maden gelungen Ensign Wagner gefangen zu nehmen. Als sie ihn als Druckmittel einsetzen wollten habe ich diesem Gul mal gesagt was ich von Cardassianern halte. Dann habe ich aber ungefähr einen halben Liter Blut ausgehustet und die Verhandlung an Stark übergeben. Zum Glück hat sich Wagner, trotz der für Cardassianer typischen Folter, selbst befreit. Guter Junge. Nun, wir haben dann nochmal versucht zum Runabout zu gelangen, doch diese Bastarde hatten das Gelände komplett vermint und wir mussten zurück. Kurz bevor uns dann die Munition ausging kam die Exeter zurück und ließ uns mit einem Shuttle abholen. Auf dem Weg dorthin wurde Wagner getroffen. Ich packte ihn und schob ihn Richtung Schiff. Als ich dann gerade meine letzte Energiezelle in mein Phasergewehr schieben wollte verpasste mir einer der Löffelköpfe einen Treffer und es wurde dunkel. Dass der Schuss mir direkt die Herzwände versengt hatte, hat man mir dann später erzählt. Wäre diese kleine bajoranische Ärztin nicht gewesen würde mein Sarg jetzt durchs All treiben. Gutes Mädchen! Ich wusste schon warum ich sie an Bord haben wollte. Na ja, wie auch immer wir wurden alle geheilt und flogen zum nächsten Einsatz. Da ging es dann mit der Jagdstaffel raus. Nachdem sie meine Geschwader schon vorher um 9 Jäger verkleinert hatten verloren wir während dieses Einsatzes weitere 6 Valkyries. Drinkmann, dem ich das Beta-Geschwader anvertraut hatte, machte seine Sache wirklich gut. Der Junge hat das Zeug zum Offizier. Ich werde mich darum kümmern. Was meine liebe Freundin Janara angeht war ich weniger begeistert. Ich hatte sie als Unterstützung angefordert, ohne zu wissen, dass sie während ihres letzten Einsatzes ganz schön schwer verwundet worden war. Natürlich sagte die nichts davon und krabbelte wahrscheinlich auf allen vieren in die nächste Valkyrie. Dabei muss sie wohl ihren taktischen Beistand vergessen haben, denn sie traf fast nichts und konnte gerade so landen. Im Fliegen ist sie eben ungeschlagen, nur schießen kann sie nicht. Wie dem auch sei, wir putzen 4 Galors aus dem All und taten unseren Job. Und wir taten ihn gut. Nach der Schlacht flogen wir mit 3 Shuttles los und retteten noch ein paar 'Schiffbrüchige'. Dann war endlich Ruhe. Ensign Wagner kam dann noch zu mir, um mir zu sagen wie schlecht er war und dass ich ihn doch bitte bestrafen solle. Ich habe Ehrlichkeit und Respekt schon immer als wichtig betrachtet und ihm gesagt, dass es schon ok sei. Der Junge gefällt mir und ich bin sicher, dass er seinen Weg machen wird. Was Yxen sich danach geleistet hat und was sonst noch passierte vergesse ich lieber ganz schnell. Jo ich glaube, dass war es dann. Computer speichern und Ende.