Alle Tests waren erfolgreich. Es funktioniert alles. Nur noch einige Justierungen hier und da und dann ist alles einwandfrei. Wenn ich an das Theater denke bei der alten Exeter, war das hier ja echt ein Klacks. Jetzt können wir mal schauen, dass wir wegen unserem Projekt mal nachhaken und richtig recherchieren können.
Mit den Justierungen sind wir heute nicht ganz fertig geworden. Dafür hat Jaris aus den paar Daten, die wir bisher sammeln konnten, eine schöne Übersicht erstellt. Aber wirklich viel bringt uns das nicht. Wir brauchen den Erreger. Ich bin sicher, die Quarantänekraftfelder hier sind absolut sicher, selbst wenn es sich um einen sehr kleinen Virus handelt, der durch die Luft schwebt. Ich habe da noch ein paar Ideen gehabt, aber die bringen uns erst was, wenn wir mit dem Erreger auch arbeiten können. Na ja. Dann hat sie mich auf Vinz angesprochen. Das ist wirklich eine Sache mit ihm. Und so wirklich blicke ich auch nicht mehr in ihn hinein. Eigentlich bräuchte er ein gutes Gespräch mit Lt. Caylan und Landurlaub, den er nutzt, um seine Empathie zu schulen. Und danach noch ein paar weitere gute Gespräche. Er ist Taktiker. Er braucht einen kühlen Kopf. Zusammenreißen kann er sich sicherlich, aber man sieht es ihm einfach an, dass es ihn zermartert.
Jaris war heute recht komisch drauf. Irgendwie stand sie neben sich. Die ganze Standardarbeit habe ich einfach mal an mich gerissen. Ich muss da auch mal nachhaken, aber sie war heute auch alles andere als gesprächig und jetzt sollte sie sich erst mal ausschlafen. Ansonsten habe ich gerade eben eine Nachricht von meinen Eltern bekommen. Vater hat mir ein Holodeck-Programm geschickt. Er meinte nur, dass er hofft, dass ich mich darüber freuen würde. Ich werde es mal bei Gelegenheit testen. Da bin ich jetzt echt neugierig.
Der gestrige Abend war gelungen. Vaters Simulation ist wirklich herrlich und so kam sie wohl auch ganz offensichtlich an. Ein vielfaches Lob habe ich ihm vorhin per Subraumnachricht zukommen lassen können. Trotz der Bitte, nur etwas zu Essen und zu Trinken mitzubringen, haben es sich einige nicht nehmen lassen, auch ein Geschenk zu organisieren. Am neugierigsten hat mich dabei ein Datenkristall von Jaris gemacht. Ein Holo-Programm befindet sich wohl darauf. Ich bin schon sehr gespannt. Aber die nächste Zeit habe ich erst mal keine Holo-Deck Zeit, da ich mir ja soviel zusammensparen musste, um all die gestrigen Stunden am Stück zu haben.
Es hat mich sehr gefreut, dass so viele gekommen waren. Die Führungsriege war fast komplett. Aber einige müssen halt Dienst versehen. Yxen war so freundlich, sich direkt hinter die Theke zu stellen und gab einen wunderbaren Barkeeper ab. Zu meiner freudigen Überraschung geschah auch noch etwas Dienstliches: Eine Beförderung. Nachdem der Captain, sowie der Erste und der Zweite mir gratuliert hatten, überreichten sie mir mein neues Rangabzeichen. Petty Officer Second Class. Ich hatte echt nicht damit gerechnet. Vielleicht wurde mir mein Arbeitseinsatz gewürdigt. Dabei ist es eigentlich nur die Arbeit, die ich nachhole, nicht die ich mache, um mich fortzubilden. Ich muss mich selbst erst mal ausbilden. Eins nach dem anderen. Und jede Beförderung bedeutet auch ein Stück mehr Verantwortung, als man eh schon hat. Am besten zerbreche ich mir darüber nicht den Kopf und mache einfach weiter wie bisher. Das wird das Beste sein.
Ich glaube, die meisten, die kamen, hatten auch wirklich Spaß. Das Aufzählen lasse ich jetzt mal lieber bleiben. Wir müssen aber um die 20 Leute gewesen sein. Besonders in Erinnerung ist mir von dem Abend und den Gesprächen einiges geblieben. So begab es sich, dass Masterson kam. Da das Duell mit Yxen noch aussteht und Torka wohl auch nicht so gut auf ihn zu sprechen war, hatte er sich wohl einen guten Freund von der Sicherheit mitgebracht. Scherz beiseite. Mit Mr. Vaughn konnte man sich auch ganz gut unterhalten. Zur Zeit sucht er noch eine Stelle an Bord eines Schiffes, da er momentan noch auf der Akademie ist. Wer weiß, vielleicht zieht er ja die Prüfung vor und verstärkt noch unser Team.
Interessant war es auch, unseren neuen Conn-Offizier kennen zu lernen. Lieutenant Darrim ist eine Trill und unserer Führung wohl noch aus alten Tagen bekannt. Es war wahrscheinlich keinem der Gäste möglich, einem, ähm... Übungsflug, der heute stattfindet, aus dem Weg zu gehen. Es sollten wohl 3 Valkyrie-Jäger zu einer Art Rennen starten. 3 Teams mit je 2 Leuten; Conn und Taktik. Der Captain fliegt wohl mit Drinkmann, der Zweite mit Kyrill. Aber mit wem die Lt. startet fällt mir gerade nicht ein. Stand es eigentlich schon fest? Ach egal. Jedenfalls hat Stafford wohl den ganzen Abend über irgendwelche Tricks ausgeheckt.
Was gab’s sonst noch? Ach, ja klar. Commander Terron schien immer mal wieder recht eifersüchtig auf Darrim zu werden. Was mir ins Auge fiel, war nur der häufige Umgang zwischen dem Ersten und ihr. Was da noch ist, weiß ich nicht. Später am Abend hatte ich noch ein gutes Gespräch mit der Bajoranerin. Wir gingen einmal ums Haus und genossen den Sternenhimmel. Wahrscheinlich haben wir ein klein wenig aneinander vorbeigeredet, beziehungsweise das Hauptthema war ihr nicht so sehr genehm. Meine Überlegung war in dem Moment, dass alles auf Schönheit und der Suche nach ihr basiert. All unsere Wünsche, die uns leiten. Die Suche nach Genuss und sei es auch Stolz für erreichte Dinge und harte Arbeit. Genauso wie auch die schönen Erinnerungen an Heimat und Freunde. Für sie als Bajoranerin war das wohl nicht das richtige Thema und im Nachhinein frage ich mich, ob ich mit der kurzen philosophischen Diskussion nicht ein wenig zu weit gegangen bin. Jedenfalls schien sie weniger angekratzt als wir zurückgingen, als noch wie wir losgegangen sind. Ich bin mir aber sicher, es gibt auch genug schöne Dinge in ihrem Leben, an denen sie sich festhalten kann. Selbst bei den Bajoranern, bei denen ich immer darüber nachdenken muss, dass Trill nur einen Steinwurf entfernt ist. Wir hatten eigentlich Glück, dass die Cardassianer nicht auf uns negativ aufmerksam wurden.
Wo wir bei schlimmen Schicksalen sind. Jaris und ich haben es endlich mal geschafft Vinz gemeinsam anzusprechen. Leider schien er uns mehr zu ignorieren, als uns zu zuhören. Ich hoffe, er denkt wenigstens darüber nach. Denn Jaris’ Sorge um ihn könnte sich bald bestätigen. So erzählte sie mir von einem Gespräch von ihr mit Counselor Caylan. Sie war wirklich sehr geduldig. Meine Meinung von ihr ist aber nicht nur deshalb hoch. Bei ihr frage ich mich schon fast, warum jemand wie sie unvereinigt ist. Diese Frage werde ich mir ihr gegenüber aber mit absoluter Sicherheit verkneifen.
So, nun werde ich mir aber noch mal das PADD zu Gemüte führen bezüglich der Zellpenetration von hüllenlosen Viren. Das sollte ich im Schlaf beherrschen, bevor wir hier den Virus an Bord haben. Die Erlaubnis haben wir, die Sicherheitsvorkehrungen sind abgeklärt. Aber erst mal an den Erreger nun auch rankommen. Und die Garantie, dass es auch wirklich ein Virus ist, haben wir nicht. Aber es liegt näher als die Kleidung am Körper.
Das Beste habe ich mir aber nun zum Schluss aufgehoben. Inzwischen glaube ich allerdings fast, dass es nur ein Traum war. Vielleicht war sogar auch nur irgendwie nach einem langen Tag meine Wahrnehmung beeinträchtigt. Dennoch, ich muss zugeben, dass es mir so vorkam, als hätte mich Jaris einmal geduzt. *ha* Das hebt die Stimmung nochmals erheblich. Computer Ende.