Janara ist wieder da. Sie gehörte zu den Neuzuteilungen für die Exeter, die ich abgeholt habe. Eine Degradierung wegen Befehlsverweigerung! Ich bin sicher, dass Michael begeistert sein wird. Ich erinnere mich noch an meine dritte Woche auf der Akademie, damals 2360. Sie kam in unser Leben gebraust wie ein Tornado und heiratete meinen besten Freund. Berry und ich hatten damals gerade Dienstschluss und wollten in unser Stammlokal Billiard spielen gehen und dabei einen Drink nehmen, da kam sie um die Ecke gewirbelt und lief uns fast über den Haufen. Ich hatte schon am ersten Tag gewusst woher der Wind weht, denn sie hatte Berry angestarrt, als wäre er aus purem Latinum. Dann grinste sie uns beide an und weg war sie. "Wer war denn das?", hatte ich gefragt. "Eine Trill!", war die äußerst intelligente Antwort gewesen. "Das sehe ich, Trottel", war meine knappe Bemerkung darauf, während er ihr hinterher starrte. Dann musste ich ihn fast mitschleifen, weil Michael und Jarvis bereits warteten. Nun ja, wie ich schon sagte, er heiratete sie und wir wurden die besten Freunde. Tja, mein Pech! Aber weglaufen hatte auch nicht funktioniert. Zur 'Tactical' war sie mir mehr oder weniger gefolgt, dann konnte ich 6 Jahre lang 'untertauchen' und jetzt ist sie unser neuer erster CONN-Offizier. Mein erster Reflex war es sofort meine Versetzung zu beantragen. Ich bin ja soweit wieder fit und die Tactical würde mich sofort zurücknehmen. Aber wie kindisch ist das bitte? Ich muss endlich lernen damit klar zu kommen. Meine Crew im Stich lassen wäre das gleiche, als wenn ich damals den Einsatz auf Omega 746 abgelehnt hätte. Ich habe so etwas 2367 nicht getan und werde es heute auch nicht tun. Wird schon werden! Computer, Pause.
Computer, weiter. Vorgestern habe ich mich mit Master Chief Renaro getroffen. Er hat nur gegrinst und ein paar Flaschen geholt. Mein Gott waren wir betrunken. Am nächsten Tag haben wir uns dann auf die Suche nach der besagten Akte gemacht und ... ta-ta ... sind fündig geworden. Ich habe die Akte und werde nicht schlau daraus. Vor allem ist es mir ein Rätsel warum man so viele Umwege gehen musste um dranzukommen. Letztlich war es ganz einfach und Renaro hat genau 7 Minuten gebraucht um fündig zu werden. Wir haben es dann so gedreht, als wäre die Akte zufällig wieder aufgetaucht. Der Mann ist schon ein Genie. Zur Zeit nimmt er sich noch ein paar andere Bereiche vor, wo er etwas vermutet. Na ja, er hat auch versprochen sich um das andere Problem zu kümmern, aber verlassene cardassianische Raumbasen sind selten. Computer, Pause.
Computer, weiter. Wie auch immer, ich war zur Party wieder da. Tolles Holo-Programm, tolle Getränke, leckeres Essen und fast nur nette Leute. Nach diesem tollen Abend hätte ich eigentlich jemanden erschießen oder sonstwie entsorgen können. Dieser Brite ist sturer als ein Maulesel und verbohrter als ein Klingone. Ich habe jetzt die Nase entgültig voll. Wäre der Captain nicht gewesen, wäre ich nicht mehr an Bord. Ich habe das Gefühl gegen die Wand zu reden. Meinen Versetzungsantrag hatte ich schon diktiert. Zum Glück stellte sich die entscheidende Sache dann doch als Missverständnis heraus und ich habe meinen Antrag zurückgezogen. Außerdem kann ich ja, wie schon gesagt, die Crew und Starkov nicht im Stich lassen. Ich mache jetzt Dienst nach Vorschrift und überlege es mir stark, ob ich ihm nicht sage, dass er sich einen Anderen suchen soll, der als Trauzeuge fungiert. Na ja, schauen wir mal, vielleicht wird es ja diesmal besser. Computer, Pause.
Computer, weiter. Weiterhin habe ich mich um den Posten des Flightcommanders für das neue Valkyrie-Geschwader an Bord beworben und darf jetzt zu irgendeinem schwachsinnigen Wettkampf antreten und das gegen den Captain und Janara. Na ja wird schon! Computer speichern und Ende. Bei widerrechtlichem Zugriff aktiviere Löschungssequenz Stafford 3.
Der Testlauf der Systeme auf der Krankenstation war erfolgreich. Kaleb und ich arbeiten noch an den Feinabstimmungen der Systeme. Ist aber schon ein Unterschied zur Exeter 26531, wo wir teilweise komplette Installationen selbst vornehmen mussten.
Abends habe ich mit Lt. (jg) Williams einen kleinen Shuttleflug unternommen. Dabei habe ich die Gelegenheit genutzt, ihr mein etwas seltsames Verhalten der letzten Wochen zu erklären. Ob sie mich verstanden hat, kann ich nicht so genau beurteilen. Ich hoffe es.
Wir arbeiten noch immer an den Feinjustierungen, aber bisher läuft alles ziemlich reibungslos. Kaleb und ich sind sehr zufrieden. Cmdr. Caine offensichtlich auch. Leider haben wir bisher den uns zugeteilten Stellvertreter oder die Stellvertreterin von Cmdr. Caine noch nicht kennen lernen können.
Unser Problem mit den Viren haben wir noch nicht gelöst. Aus den Datenbanken von 375 und der Exeter haben wir aber inzwischen einen guten Überblick über die Geschichte der Krankheit: Erstes Auftreten, Schnelle und Art der Verbreitung, eingeleite Gegenmaßnahmen, Verlauf der Epidemie und Abklingen derselben. Weiters Auftreten , Übertragung, Verbreitung in andere Systeme etc. Kaleb ist wirklich eine große Unterstützung. Er nimmt mir nicht nur einen Teil der manchmal unangenehmen Arbeit ab, sondern ist vor allem als Diskussionspartner immer wieder sehr hilfreich. Ideen, Anregungen, neue Gedankenanstöße - ohne ihn würde ich glaube ich manchmal nicht so schnell wieder aus einer Sackgasse herauskommen. Schade, hätte er sich früher für die medizinische Ausbildung bei der Sternenflotte entschieden, wäre aus ihm sicherlich ein guter Arzt geworden. Aber vielleicht? Das muss Kaleb entscheiden. Auch Cmdr. Caine ist für mich jederzeit ansprechbar. Er war maßgeblich an der Ausrottung der bolianischen Pest beteiligt und verfügt daher über ein großes Fachwissen und wertvolle Erfahrung. Ich frage mich, ob er wohl Lt. O'Donnell kennt, bei der ich im ersten Jahr einige medizinische Kurse an der Akademie besucht habe, bevor sie wieder auf ein Schiff versetzt wurde. Wie ich hörte, war auch sie an der Ausrottung der bolianischen Pest beteiligt. Vielleicht frage ich den Commander einmal danach.
Zudem habe ich heute die Gelegenheit genutzt, Kaleb auf Lt. (jg) Lloyd anzusprechen. Wie soll ich sagen? Es lief leichter und besser, als ich es erwartet hatte. Ich hatte ja schon fest damit gerechnet, dass Kaleb mir eine Standpauke hält, mich gingen Lloyds Probleme nichts an und ich solle mich nicht in die Angelegenheiten anderer Crewmitglieder einmischen. Aber im Gegenteil. Kaleb konnte meinen etwas chaotischen Ausführungen in Bezug auf Lloyd, die Verantwortung in seiner Position und dem Fakt, dass es beim nächsten Mal nicht besser, sondern nur noch schlimmer werden wird, wenn er jetzt nicht lernt seine Schwierigkeiten in den Griff zu bekommen, bestens folgen. Irgendwie hat er mir wohl sogar zugestimmt, wenn er es auch nicht explizit gesagt hat. Manchmal frage ich mich, warum die Propheten mir die Eigenschaft mitgegeben haben, dass ich mir ständig über Alle und Alles Gedanken und Sorgen mache. Eigentlich eine gute Sache, aber manchmal auch sehr belastend. Was soll's? Sie haben sich schon etwas dabei gedacht. Aber zurück zu Lloyd und Kaleb: Kaleb hat den Vorschlag gemacht, wie schnappen uns Lloyd bei der nächstbesten Gelegenheit und reden mit ihm. Dann sehen wir weiter, denn bevor wir Lloyds Antwort nicht kennen, können wir uns über das weitere Vorgehen keine Gedanken machen.
Heute ist es genau 15 Jahre her, dass Vater verschwunden ist. Am liebsten hätte ich mich den ganzen Tag in mein Quartier zurückgezogen, aber das lässt die Arbeit nicht zu. Ist ja auch nicht das erste Jahr, in dem es mir so geht. War die letzten Jahre schließlich nicht anders. Ich weiß nicht, ob ich es dieses Jahr allerdings durchgehalten hätte, wenn ich nicht vor einigen Tagen mit Cmdr. Stafford über das Verschwinden meines Vaters damals gesprochen hätte. Ich bin ihm immer noch sehr dankbar für seine Hartnäckigkeit und sein permanentes Nachhaken, bis ich dann doch geredet habe. Ich glaube, ich muss ihm dies noch einmal sagen.
Auf der Arbeit lief es natürlich auch entsprechend schlecht. Mir ist ein dummer Fehler, eigentlich nur eine Routinesache, unterlaufen und ich hab einen entsprechenden Anschiss von Cmdr. Caine erhalten. Was soll's, ich hätte ihm die Situation erklären können, aber das geht ihn nichts an. Kaleb hat wohl gemerkt, dass es mir nicht besonders ging und mich entlastet, wo er nur konnte. Ich bin immer wieder froh, dass er da ist. Der Tag ging dann glücklicherweise ohne weite Zwischenfälle zu Ende.
Tirel sich hat heute Abend über das Intercom gemeldet. Er weiß auch immer genau, wie es mir an solchen Tagen geht und ich weiß, dass es bei ihm auch nicht anders ist. Ich habe ihm nichts von Cmdr. Staffords Angebot erzählt; das muss noch nicht "an die große Glocke gehängt" werden, wie die Terraner sagen. Mögen die Propheten über meinen Vater wachen.
Auf Terra beginnt jetzt der Frühling und auch zu Hause lässt diese Jahreszeit nicht mehr lange auf sich warten. Das Erwachen der Natur ist das einzige, was ich hier draußen im All manchmal vermisse. Die ersten Blumen, die ersten Blüten an den Bäumen, junges Grün an Bäumen und Sträuchern, die Farben - das gibt es im All einfach nicht. Bei den Propheten, jetzt werde ich sentimental. Aber ich erinnere mich noch gut als ich im Winter '71 Bajor verließ, um nach Terra zu fliegen, da ich mich dort auf die Aufnahmeprüfung zur Sternenflotteakademie vorbereiten wollte. Es war ein komisches Gefühl, als das Shuttle vom Landeplatz in Ilvia abhob, um die anderen und mich nach Terok Nor zu bringen, von wo aus meine Fähre nach Terra gehen sollte. Ich dachte, den nächsten Frühling würde ich hoffentlich auf Terra erleben, denn sonst wäre ich durch die Aufnahmeprüfung gefallen. Und ob der Frühling dort wohl auch so schön sein würde wie auf Bajor, trotz der Verwüstung, die die Cardassianer hinterlassen haben. Und ja, der Frühling war schön. Anders als auf Bajor, aber nicht minder schön. Als ich auf Terok Nor ankam, war mir mulmig und ich hatte weiche Knie. Die Station hatte sich seit meinem letzten Besuch dort doch sehr verändert. Bis hierher hatte ich nie an meiner Entscheidung gezweifelt, Bajor zu verlassen und zur Sternenflotte zu gehen. Aber war es der richtige Weg? Das zurücklassen, für das ich mein Leben lang gekämpft hatte? Den anderen den Wiederaufbau zu überlassen? Noch konnte ich zurück. Der Flug von Terok Nor nach Bajor dauert nur fünf Stunden, und ein Shuttle ging häufiger. Zweifel. Ich hatte ein paar Stunden Aufenthalt und so noch genügend Zeit, über Alles nachzudenken. Komisch, dass mir diese Dinge erst jetzt durch den Kopf gingen.
Ich nahm meine Sachen und begann, mich auf der Station ein wenig umzusehen. Am "Quark's" bin ich natürlich nicht vorbeigekommen, aber ich habe mich dort nicht lange aufgehalten. Zu viele Leute, zu laut. Irgendwann gelangte ich auf das Promenadendeck. Hier war es ruhiger und der Ausblick in die weiten des Alls ist dort einfach grandios. Noch nie war ich mir so klein vorgekommen, so unbedeutend angesichts der Unendlichkeit dort draußen. Ich stand einfach nur dort und betrachtete die Sterne. Einer davon war meine Heimat und ich war im Begriff sie zu verlassen. Leise betete ich zu den Propheten, sie mögen mir den Weg weisen, zeigen, ob meine Entscheidung richtig war. Die Zeit verging und noch immer stand ich einfach nur auf dem Promenadendeck und blickte zu den Sternen. Langsam wurde es Zeit zu gehen, wollte ich meinen Flug nicht versäumen, aber ich konnte mich nicht losreißen. Ich blieb so lange ich konnte, aber dann musste ich zusehen, dass ich nicht zu spät zur Andockrampe kam. Ich ergriff meine Sachen und verließ das Promenadendeck. Kurz vor dem Ausgang drehte ich mich noch einmal um. Wieso? Keine Ahnung, vielleicht einfach nur ein letzter Blick, aber vielleicht steckte auch mehr dahinter. In diesem Moment öffnete sich der Himmelstempel, als ein Shuttle aus dem Gamma-Quadranten zurückkehrte. Das Schauspiel am Himmel war unbeschreiblich. Diese Farben! Noch nie hatte ich etwas Schöneres gesehen. Es waren nur wenige Augenblicke, aber ich werde es nie vergessen. Es war zu beeindruckend. Die Propheten hatten mein Gebet erhört und mir meinen Weg gezeigt. Sie würden mich immer begleiten, egal wo ich hinginge und egal wie weit ich von Bajor fort wäre. Und Bajor wird immer meine Heimat sein und ich kann stets hierher zurückkehren. Ich nahm meine Sachen und begab mich an Bord der Fähre. Der Flug nach Terra und in einen neuen Lebensabschnitt konnte beginnen, und war sicher, dass ich es mit Hilfe der Propheten schaffen würde.
So, Schluss mit der Sentimentalität. Ich habe noch zu arbeiten. Computer, speichern.
Heute sind wir mit den Vorbereitungen für unser Projekt zum Abschluss gekommen. Das Labor ist nur durch eine entsprechende Schleuse zugänglich, in der jeder beim Verlassen dekontaminiert wird. Wir haben Quarantänekraftfelder der Stufe 12 errichtet und Lt. T'Opak hielt Sicherheitsstufe 4 für angebracht. Der Zugang wird nur wenigen Personen gestattet sein. Dazu gehören (neben Kaleb und mir) der Captain, der erste und zweite Offizier, Cmdr. Caine selbstverständlich, Lt. T'Opak als Sicherheitschefin und Cmdr. Terron als Leiterin der Wissenschaftsabteilung. Wenn wir jetzt noch an die Viren rankommen, kann es losgehen. Gut dass nur wenige Personen auf dem Schiff wissen was wir da an Bord holen wollen. Yxen überlegt auch schon, ob noch weitere Sicherheitsmaßnahmen nötig sind. Aber ich denke, Cmdr. Terron, Kaleb und ich haben aus medizinisch-wissenschaftlicher Sicht alles Erforderliche getan und Lt. T'Opak hat an alles Übrige gedacht.
Schlechte Nachrichten! Ich kann's immer noch nicht begreifen. Tirel ist bei einem Einsatz seines Teams im vulkanischen Raumgebiet schwer verwundet worden. Ich weiß nicht, wie es ihm genau geht, aber der zuständige Arzt klang nicht sehr zuversichtlich. Es steht momentan nicht fest, ob mein Bruder seine Verletzungen überleben wird. Das wird sich erst innerhalb der nächsten 36 Stunden entscheiden. Wenn er die übersteht, hat er gute Chancen. Ich wäre jetzt gerne bei ihm, aber das ist der Preis für unsere Mitgliedschaft in der Sternenflotte. Wir können nicht einfach unseren Posten verlassen, wenn wir private Schwierigkeiten haben. Pflicht ist Pflicht. Oh man, jetzt klinge ich schon fast wie O'Reardon. Mögen die Propheten meinem Bruder beistehen.
Tirels Zustand hat sich noch immer nicht gebessert. Ich habe die ganze Nacht zu den Propheten gebetet, sie mögen meinem Bruder beistehen. Irgendwann muss ich vor dem Mandala eingeschlafen sein, denn heute Morgen bin ich auf dem Boden meines Quartiers aufgewacht. Viel geschlafen hab ich aber nicht. Gut, dass auf der Arbeit heute nur Routineaufgaben zu erledigen waren, da fiel mein psychisch labiler Zustand nicht weiter auf. Klar, Kaleb hat etwas gemerkt, dazu kennt er mich zu gut. Ich hab ihm erklärt, dass mein Bruder schwer verletzt sei und dass ich momentan um sein Leben bange. Er hat mich kurz in den Arm genommen, um mich zu trösten. Ich bin froh, dass er da ist. Wäre es nach ihm gegangen, hätte er nach meiner Information wieder die meiste Arbeit allein gemacht. Aber das wollte ich auf gar keinen Fall. Sonst schöpft Cmdr. Caine noch Verdacht und ich will auf keinen Fall, dass meine Arbeit unter meinen persönlichen Sorgen leidet. Hat sie bisher noch nicht und wird sie auch in Zukunft nicht. Ich muss mich trotzdem 'mal bei Kaleb für seine Hilfe revanchieren.
Die 36 Stunden sind um und Tirel lebt noch. Die Ärzte meinen, jetzt steigen seine Chancen stündlich. Bitte Tirel, halte durch! Ich will dich nicht auch noch verlieren! Habe diese Nacht wieder nicht viel geschlafen. Wen wundert's?
Tirel ist wieder bei Bewusstsein. Es geht ihm schon wieder ein wenig besser und die Ärzte sagen, dass er wohl wieder ganz gesund werden wird. Dank an die Propheten!!
Ich frage mich, wie viele Crewmitglieder in diesem verdammten Krieg wohl schon Angehörige oder Freunde verloren haben. Von meiner Familie lebt so gut wie niemand mehr und Tirel hat für dieses Mal überlebt. Meine Freunde von der Akademie sind alle noch in ihrer Ausbildung - bisher ist noch keiner zu einem vorzeitigen Einsatz auf ein Schiff versetzt worden. Sie sind alle noch auf Terra und somit vorerst in Sicherheit. Hoffentlich ist dieser Krieg bald zu Ende. Die Verlustlisten werden immer länger und ich mag keine Todes-, Vermissten- oder Verwundetenmeldungen mehr hören. Das habe ich mein ganzes Leben getan und ich bete, dass es aufhören möge. Immer wieder sehe ich Besatzungsmitglieder, die mit mühsam zurückgehaltenen Tränen über die Flure laufen, oder von anderen Crewmitgliedern tröstend in den Arm genommen werden. Dann weiß ich, jetzt hat es einen ihrer Angehörigen oder Freunde getroffen. Wieder ein Leben verloren - ein Toter mehr auf den Listen. Ich glaube, es gibt kaum ein Mitglied der Flotte, das nicht einen Angehörigen oder einen Freund in diesem verdammten Krieg verloren hat. Auch die sorgenvollen Minen einiger Crewmitglieder sind nicht zu übersehen. Bei ihnen ist es die Sorge um verletzte Angehörige und Freunde oder um vermisste Personen. Bei den Propheten - wie lange soll das noch so weiter gehen? Es gibt keine Antwort und wir werden weiter kämpfen müssen. Man sagt, was uns nicht tötet, macht uns hart. Bin auch ich hart geworden? Was wäre gewesen, wäre ich auf Terra geboren worden? Wie wäre ich dann? Viele Fragen, keine Antworten. Die Propheten haben mir dieses Leben gegeben, es ist ihr Geschenk an mich, ich nehme es an und bemühe mich, das Beste daraus zu machen.
Tirel ist auf dem Weg der Besserung. Er wird keine Schäden davon tragen. Jetzt hat er erst 'mal eine lange Genesungszeit vor sich und ist somit vorerst in Sicherheit. Vielleicht wird er sogar nach Tonga verlegt. Oder sie bringen ihn zur Genesung nach Bajor, sobald er transportfähig ist.
Christine hat sich gemeldet. Jetzt ist es also auch bei ihr soweit. Sie hat ein Angebot vom Chefingenieur der USS Auckland erhalten, dort als Technikerin anzufangen und ebenfalls eine verkürzte Ausbildung mit vorgezogener Prüfung zu machen. Eigentlich hatte ich bei ihren Leistungen nichts Anderes erwartet; es war wohl nur noch eine Frage der Zeit. Allerdings konnte sie sich wohl nicht so schnell entscheiden, wie ich damals. Jetzt wollte sie wissen, ob ich die Entscheidung je bereut habe und wie es mir mit der Situation ergangen ist. Was hätte ich ihr antworten sollen, außer, dass ich es jederzeit wieder tun würde? Klar, es ist viel Arbeit neben dem regulären Dienst noch den Lernstoff der Akademie zu erarbeiten. Aber dafür bin ich auf einem Schiff - hier draußen zu sein wiegt einfach alles Andere auf. Ich habe nette Kameraden und fast nur erträgliche Vorgesetzte. Was will ich mehr? Ich habe ihr gesagt, so eine Chance bekommt man nur einmal, und dann muss man sie nutzen. Ich glaube, Christine hätte das Angebot auf jeden Fall angenommen, sie wollte nur noch eine allerletzte Bestätigung, dass dies der richtige Schritt ist.
Unser Projekt steckt in einer Sackgasse. Kaleb und ich haben alle Datenbanken ausgewertet und jede Information verwendet, die wir nur irgendwie erhalten konnten. Mehr können wir nicht tun. Wenn wir nicht bald die Erreger erhalten, werde ich die Forschungsarbeit daran wohl aufschieben müssen und mich für meine Abschlussarbeit nach einem Alternativprojekt umsehen müssen. Immerhin bleibt mir so momentan mehr Zeit, für die theoretischen Prüfungen zu lernen.
Heute hat Kaleb seinen Geburtstag gefeiert. Eigentlich war mir gar nicht so recht nach feiern zumute. Ich hatte mehr als genug Stoff für die Akademieprüfung aufzuarbeiten, aber ich konnte die Einladung auch nicht ausschlagen. Das hätte Kaleb mir vermutlich nie verziehen. Also habe ich noch kurz ein Geschenk für ihn besorgt und mich dann zum Holodeck 1 begeben. Das Programm (wohl von Kalebs Vater) war fantastisch. Eine Landschaft von Terra, ein Sommertag, ein Haus am Rheinufer, mitten in den Flussauen mit Zugang zum Wasser. Schiffe auf dem Fluss, die Vögel zwitschern und die Luft roch nach Frühling. Das hob meine Stimmung etwas. Es waren schon einige Crewmitglieder anwesend und sogar Cmdr. O'Reardon war gekommen. Hätte ich von ihm (nach unseren vulkanischen Crewmitgliedern) am Wenigsten erwartet. Nun ja, wie gesagt, meine Laune war nicht die beste, also hab ich mir von Trel (ja, wir sind nach neun Jahre, die wir uns kennen, endlich beim Vornamen und beim Du angekommen) etwas zu Trinken geben lassen und mich ans Fenster des Raumes gestellt. Als Cmdr. Stafford erschien, brachte er noch ein neues Crewmitglied mit. Unseren neuen Flugkontrolloffizier: Darrim, heißt der Lieutenant, glaube ich. Eine Trill und offensichtlich schien die Führungscrew sie und sie die Führungscrew gut zu kennen. Zumindest anhand der herzlichen Umarmung mit der sich Cmdr. Terron und sie - vielleicht sollte besser Jarvis sagen, aber das später - begrüßten. Mir gab das einen Stich in der Magengegend und ich habe mich abgewandt. Kaleb schien sich über sein Geschenk zu freuen, mal sehen, wann er das Programm ausprobieren wird. Ich wandte mich wieder dem Fenster zu und ließ meinen Blick über den Fluss schweifen, als Cmdr. Stafford zu mir trat. Viel hatte er nicht zu sagen, außer dass es jemanden gäbe, der sich um "das Problem" kümmern würde. Immerhin ein Anfang. Später am Abend habe ich mir dann in Staffords Gegenwart doch glatt einen kapitalen Ausrutscher geleistet. Einen ziemlich dämlichen faux pas. Irgendwie kam das Gespräch auf unseren ersten Offizier. Dawson berichtete, sie habe ihn auf der Party (nicht ganz unkorrekt) mit "Mr. O'Reardon" angesprochen. Und der Erste hatte nicht Besseres zu tun, als zu kommentieren: "Für Sie Commander O'Reardon." Er kann seine spitzen Bemerkungen nicht lassen. Bei mir konnte er es auch nicht unterlassen, mir demonstrativ klar zu machen, dass er meinen Vor- und Nachnamen sehr wohl unterscheiden kann. Aber das hat er bestimmt nur getan, um sein Ego zu befriedigen, weil ihm der Patzer neulich peinlich war. Aber zurück zum Thema. Cmdr. Stafford meinte auf Dawsons Bericht nur, dass sei Cmdr. O'Reardons gutes Recht (ja ist es auch) und wir sollten in Bezug auf den ersten Offizier einfach 'mal die nächsten Tage abwarten. Als wenn der sich so schnell ändern würde. Na ja, und in etwa das hab ich auch so kommentiert; aber der Ausspruch "dann müsste ja das achte Weltwunder geschehen" in Gegenwart des Zweiten über den Ersten ging dann doch zu weit. Er hat mir einen Rüffel verpasst und der war auch gerechtfertigt. Ich weiß bis jetzt nicht, was da in mich gefahren ist. Passiert mir doch sonst nie, aber vermutlich ist mein Temperament einmal mehr mit mir durchgegangen. Und ich hatte vermutlich zu viel Alkohol getrunken. Ich werde mich morgen auf jeden Fall in aller Form bei Cmdr. Stafford für mein Verhalten entschuldigen müssen.
Was geschah sonst noch an diesem denkwürdigen Abend? Einiges. Jarvis hat mich zu einem persönlichen Gespräch eingeladen. Wir haben am Flussufer gesessen und uns lange unterhalten. Erst war mir ein wenig mulmig, schließlich hat sie den weit höheren Rang als ich, aber das spielte an diesem Abend zwischen uns keine Rolle. Sie hat mir einiges aus ihrer Vergangenheit erzählt. Die Flucht ihrer Familie von Bajor und wie ihr Schiff über Valo II abgeschossen wurde. Dass ihre Eltern beide bei dem Angriff der Cardassianer starben und nur sie und fünf weiter Flüchtlinge überlebt haben. Dass sie darüber nachgedacht habe, nach Bajor zurückzukehren, dass sie ihre Zukunft dann aber in der Sternenflotte gesehen habe. Und dass sie Bajor seither noch nicht wieder gesehen habe. Von ihrer Beziehung zu Cmdr. O'Reardon damals auf der Akademie und der ersten Begegnung mit dessen Vater. Bei den Propheten, dieser Mann erklärt einiges über das Verhalten seines Sohnes. Familienstammbaum bis ins 16. Jahrhundert zurückverfolgen können. Na toll! Was hat ihm Jarvis darauf so treffend geantwortet: "Da hat unser Volk gerade die Raumfahrt entdeckt!" Hihi! Dann hat sie davon erzählt, wie Cmdr. O'Reardon nach Abschluss der Akademie die gemeinsame Beziehung abgebrochen habe. Und von ihrem gescheiterten Versetzungsgesuch auf die USS Traveller und wie sie nach ihrer Versetzung auf die USS Wellington ihren Ex-Freund O'Reardon wieder getroffen habe, den sie zu diesem Zeitpunkt acht Jahre lang nicht gesehen hatte. Klar kamen wir in unserem Gespräch mehr auf Cmdr. O'Reardon zu sprechen. Sein Verhalten gegenüber der Mannschaft beispielsweise. Ich habe Jarvis gegenüber die Vermutung geäußert, dass es an Cmdr. O'Reardon wohl noch eine Seite geben müsse, die er uns noch nicht gezeigt habe, da sie sich ja ansonsten wohl nicht in ihn verliebt habe. Wie ging der Satz, bei dem Jarvis so lachen musste? "Wenn sie ihn nur so kennen würden, wie wir ihn kennen, hätten sie sich wohl nicht in ihn verliebt, oder?" Was daran so lustig war, weiß ich nicht, aber sie hat sich erst einmal nicht mehr eingekriegt. Sein Verhalten habe wohl mit den Ereignissen auf der Wellington zu tun. Seit dem sei er so, wie er ist. Ja, er ist entweder nicht in der Lage oder nicht bereit, neue emotionale Bindungen einzugehen. Nicht gut, meinten wir beide. Aber was soll ich tun? Das Gespräch mit Jarvis hat einige meiner Vermutungen in Bezug auf den Commander bestätigt und ich kann sein Verhalten jetzt besser verstehen. Trotzdem fällt es mir schwer. Aber warten wir ab. Wenn O'Reardon nur nicht immer das Talent hätte, das positive Bild, dass seine Verlobte von ihm aufgebaut hat, einige Momente später mit einem Satz wieder zu zerstören, wäre es leichter. Nun gut, nach dem Gespräch jedenfalls meinte Terron nur: "Im Übrigen, ich heiße Jarvis." Damit hatte ich dann nicht gerechnet, also konnte ich nur antworten: "Und ich Lhasa", worauf ihre Antwort nur war "Ich weiß, es gibt da so eine Geschichte?" Wir haben beide nur noch gegrinst. Jedenfalls war ich danach in Partylaune.
Die Unterhaltung mit Masterson trug dann auch weiter zur Erheiterung bei. Er hatte noch einen Bekannten dabei, Michael Vaughn heißt er und gehört wohl zur Sicherheit. Scheint sehr nett zu sein. Nach seinen Ausrutschern beim letzten Mal, hat mich Masterson doch glatt gefragt, welche Fettnäpfchen er bei Bajoranern besser vermeiden sollte. Propheten steht mir bei, was soll ich denn auf diese Frage antworten? Fragen Sie sie besser nicht nach ihrer Vergangenheit, sie könnten alte Wunden wieder aufreißen oder den Finger in noch offene legen. "Und was noch?", wollte er wissen. "Keine Ahnung, Mr. Masterson. Ich habe keine Ahnung, auf was für Ideen Sie mit ihren Fragen noch kommen. Ansonsten fällt mir erst einmal nichts mehr ein." Und dann kam die Frage nach diesem dummen Psychotest, den jeder Offizier vor seinem Akademieabschluss absolvieren muss. Wie ich ihn denn absolviert habe? Keine Ahnung, ich musste diesen Test noch nicht machen. Aber ich sei Offizier. Ja, aber ohne Akademieabschluss und Patent. Mann, seinen Gesichtsausdruck hätte ich gerne im Bild festgehalten, ebenso den, als ich ihm erklärt habe, dass ich eine Zusatzausbildung in Psychologie absolviere. Das war in dem Zusammenhang, als er mich nach Officer Rendlim gefragt hat. Da hat er wirklich mein Mitleid. Die Frau ist kein leichter Fall. Aber Counselor Caylan hat wohl einen Deal mit Masterson. Sie kümmert sich um Dawson, er übernimmt dafür Rendlim. Ich weiß nicht, wer da jetzt das bessere (oder das schlechtere) Los gezogen hat.
Am Lagerfeuer (wo wir 'mal wieder bei der Lagerfeuerromantik wären) hatte ich Gelegenheit, mich näher mit Lt. Tohkinen zu unterhalten. Bei unserer ersten Begegnung kam er mir unheimlich vor, vermutlich aufgrund seines Äußeren, aber er scheint ganz nett zu sein. Er hatte einige konstruktive Vorschläge für den Transport der cartalianischen Fieberviren. Auch was das sichere Beamen der Erreger betrifft (Stasisfelder, Behälter etc.). Sollte es je so weit sein kommen, dass wir das Virus erhalten, werde ich mich auf jeden Fall an ihn wenden. Der Lieutenant hat 'was drauf. Allerdings kann man bisher noch nicht ausschließen, dass das Virus sich nicht auch über den Transporter verbreitet, da es auf Grund seiner Unbekanntheit noch kein entsprechendes Muster für die Biofilter gibt. Wenn ich gewusst hätte, dass Cmdr. Stafford nach Terra fliegt, um einige neue Besatzungsmitglieder abzuholen, hätte ich vorsichtig gefragt, ob er vielleicht eine Probe aus einem Labor auf Terra mitbringen könne, aber leider ist diese Chance dann wohl vertan. Dafür hat Trel mir eine interessante Alternative für meine Abschlussarbeit geboten. Ich werde darauf zurückgreifen, wenn das erste Projekt zeitlich nicht zu realisieren sein sollte. Ansonsten ist es auf jeden Fall ein weiteres interessantes Forschungsprojekt. Mich interessiert wirklich, was die Cardassianer da an ihm verbrochen haben.
Und wer hat mich eigentlich in Gegenwart von Captain Starkov nach einem Stellvertreter/einer Stellvertreterin für Cmdr. Caine gefragt? Keine Ahnung wer und außerdem bin ich für Personalfragen nicht zuständig. Ja, wir sollen jemanden bekommen. Aber wann, wo und wer weiß ich nicht. Und der Kommentar unseres Captains? Mit seinem unvergleichlichen Akzent meinte er nur: "Wenn ein bestimmter Ensign sich endlich (ja 'endlich' hat er gesagt!) entschließen könnte, seine Akademieprüfung zu machen, hätten wir das Problem nicht mehr." Noch mehr Druck? vielen Dank. Ich bin erst seit einen halben Jahr an Bord und muss schließlich auch noch meinen regulären Dienst versehen. Gebt mir bitte noch ein, zwei Monate!
Tja, und an diesem Abend hatten Kaleb und ich dann endlich Gelegenheit mit Lt. Llyod zu sprechen. Ich hatte vorher ein Gespräch mit Counselor Caylan, eigentlich mehr über Fragen zu meiner Psychologieausbildung, aber ich wollte einfach einmal ihre Meinung zu Lt. Lloyd hören. Sie sieht das Problem wohl ähnlich wie Kaleb und ich. Sie sagte auch, lange könne sie nicht mehr warten, dann müsse sie etwas unternehmen. Und wenn Freunde mit ihm sprechen würden, könne das nicht schaden. Also haben wir uns Lloyd im Park geschnappt, um mit ihm zu reden. Kaleb hat es als erster versucht, schließlich ist er Lloyds Freund. Aber das hat den Lieutenant offensichtlich nicht interessiert. Ich habe dann versucht, ihm meinen Standpunkt klar zu machen. Das er ein Problem habe, offensichtlich mit den Verlusten unserer letzten Mission, dass er lernen müsse damit klar zu kommen, was er aber offensichtlich so allein nicht könne. Dass wir uns im Krieg befinden, dass es bei unserer nächsten Mission vielleicht noch mehr Tote geben könne, und dass es für ihn dann nicht leichter sondern vermutlich nur noch schlimmer werden würde. Dass er in seiner Position ein große Verantwortung habe, und dass es nur von Verantwortung zeugen würde, wenn er Hilfe suchen und die Sache nicht verdrängen würde, bis einer der Offiziere deshalb auf ihn zukommen müsse. Und dass das Gespräch hier nie stattgefunden habe, es läge jetzt an ihm. Kaleb hat zustimmend genickt, aber Lt. Lloyd meinte nur, er komme schon klar und es sei alles in Ordnung. Selbstverständlich Lieutenant - und ich habe in meinem Leben noch keinen Cardassianer umgebracht. Computer, letzten Satz bei unberechtigtem Zugang sofort löschen!
Alles in Allem war es eigentlich ein gemütlicher Abend. Bin 'mal gespannt, wie das Wettfliegen morgen ausgeht, das Cmdr. Stafford, Captain Starkov, Lt. Darrim, Officer Drinkmann und Crewman Torwin veranstalten wollen. Wieso sie gerade einen Atmosphärenflug unternehmen möchten, ist mir zwar ein Rätsel, aber Piloten eben. Und darum geh ich jetzt auch noch auf die Krankenstation um den kleinen Cocktail für Cmdr. Stafford und seinen Piloten zu mixen, um den er mich gebeten hat. "Etwas, das verhindert, dass wir in den Kurven ohnmächtig werden." Ich habe da schon so eine Idee.
Mir ist tatsächlich etwas für das Gravitationsproblem beim Wettfliegen eingefallen. Ein Sensor, ähnlich dem Scanner eines medizinischen Tricorders, nur viel kleiner und nur auf Herz- und Kreislauffrequenz gepolt. Dieser misst die entsprechenden Biowerte und wird im Herzbereich auf die Brust geklebt. Weiterhin ein Medikamentendepot, das wie ein Hypospray funktioniert und auf den Oberarm geklebt wird. In den Sensor werden die Biowerte der entsprechenden Person im Ruhezustand eingegeben. Bei kritischer Überlastung wird ein Signal an das Medikamentendepot abgegeben, dass dann automatisch eine Dosis des Medikaments (eine Mischung aus Trianolin, Inaprovalin und Adrenalin) verabreicht. Dass sollte eine Bewusstlosigkeit verhindern. Die automatische Verabreichung hat zudem den Vorteil, dass der 'Patient' nicht selbst auf die Medikamentengabe achten muss, so dass diese auf jeden Fall rechtzeitig erfolgt. Ich hoffe, der Commander wird zufrieden sein. Okay, es verschafft ihm und Crewman Torwin vielleicht einen Vorteil, aber Cmdr. Stafford hat noch Einiges bei mir gut und zudem hätte mich ja jeder andere auch fragen können, oder?
So, es war eine lange Nacht. Ende, Computer speichern.
Habe mich heute erst einmal bei Cmdr. Stafford für mein Verhalten von gestern Nacht entschuldigt. Ich hoffe, er hat es angenommen und verstanden.