Storyline

Excalibur Con 2

Perönliches Computerlogbuch - Ensign Silok

Computer Aufzeichnung starten

Ich werde gemäß den Vorgaben meines Lehrers diese Datenbasis für die Verifikation meiner Gedächtnisleistung nutzen. 00:00 Bordzeit die USS Exeter NCC-26531 startet von McKinley Station . Für die Dauer des kommenden Einsatzes werde ich die Leitung der Wissenschaftsabteilung übernehmen, da Lieutenant Commander Terron Jarvis krankheitsbedingt abwesend ist. Die Forschungsaufträge die von der wissenschaftlichen Abteilung der Sternenflotte an meine Abteilung gestellt worden, übersteigen zur Zeit die Kapazität meiner Abteilung. Aufgrund der Personalsituation und der taktischen Situation und den sich daraus ergebenden Einschränkungen sehe ich mich außerstande Gastwissenschaftlern personelle Unterstützung für ihre Forschungsarbeit zu leisten. Mit dem Hinweis auf eben diese Situation werde ich den Captain ersuchen, diese Unterstützungsersuchen abzulehnen. Lieutenant Junior Grade Marvick wird vorübergehend an Bord der Exter versetzt um den vorübergehenden Ausfall von Lieutenant Commander Terron Jarvis auszugleichen und um die Kalibrierung der neuen Trägheitsdämpfer zu unterstützen. Lieutenant Commander Stafford setzt mich davon in Kenntnis, daß die Leitung der wissenschaftlichen Abteilung trotzdem bei mir verbleibt. Nach Aussage des Captains hat die Exeter den Auftrag erhalten, Admiral Geoffrey Williams zu seinem neuen Einsatzstandort als Kommandeur der sechsten Flotte zu befördern auf die Sternenbasis 375. Nach Abschluss dieser Aufgabe soll die Exeter die Front verstärken und entlang der cardassianischen Grenze patroullieren. Die aktuelle Personalsituation reduziert das mögliche Einsatzspektrum des Schiffes. Durch die Abwesenheit von Lieutenant Commander Terron bekleide ich zur Zeit die Funktion des Chefwissenschaftlers und gehöre damit vorübergehend zum Kreis der Führungsoffiziere. ...

Auf dem Wege zum Einsatzgebiet wird die Exeter von einem Flottenverband des Dominion überrascht. Zwei Geschwader Angriffsschiffe greifen die Exeter an. Der Rest des Verbandes setzt seinen Weg fort. Wahrscheinliche Flugrichtung des Restverbandes ist DS9. Der Exeter gelingt es, nicht bestimmte Anzahl an Schiffen zu zerstören. Die Exeter ist den restlichen Angriffschiffen taktisch unterlegen. Der Captain befiehlt nach einer Rückzugsmöglichkeit zu suchen. In der Wissenschaftlichen Datenbank findet sich eine Rückzugsmöglichkeit, ein Standardklasse 3 Nebel relevante Bestandteile Referenz SilokJ04578 . Die Exeter zieht sich in den Nebel zurück. Die Angriffschiffe brechen die Verfolgung ab. Im Gefecht werden 34 Mann getötet und 5 verletzt. Der Captain entsendet die Grand Canyon um DS9 zu warnen. Durch die Schäden und den Nebel sind die Sensorleistungen begrenzt. Lieutenant Junior Grade Art Mulligan und ich versuchen zu kompensieren. Reparaturen werden initiiert. Meine Schicht wird abgelöst. Die Gammaschicht übernimmt. Ich begebe mich zur Ruhe.

Bei Antritt meiner Schicht ist das Runabout bereits zurückgekehrt. Am Mittag ereignet sich eine Explosion auf der Hülle. Der genaue Explosionsort läßt sich nicht ermitteln. Durch einen Vortortscan wird ermittelt, daß sich die Explosion innerhalb der Schilde auf der Hülle ereignete auf Deck3 Sektion 12. Bei der Explosion wird Lieutenant Junior Grade Winter, die stellvertretende Chefärztin getötet. Ein kleines Objekt hat die Schilde passiert. Ohne die Ablativpanzerung wäre eine komplette Sektion zerstört worden. Es besteht eine akzeptable Wahrscheinlichkeit, daß es sich hierbei um eine Subraummine des Dominions handelt. Lieutenant Junior Grade Art Mulligan kommt zum gleichen Schluß. Aufbauend auf den Daten der wissenschaftlichen Datenbank entwickle ich eine Prozedur die Minen jeweils für eine Sekunde durch einen Subraumimpuls vom Hauptdeflektor aus sichtbar zu machen. Die Art der notwendigen Modifikationen des Hauptdeflektors begrenzt die Anzahl der Impulse auf einen pro zehn Minuten. Ob es sich um Annäherungs oder Kontaktminen handelt ist mit diesem Impuls nicht festzustellen, lediglich der Umfang der Explosion Referenz SilokH39123 legt den Schluß mit akzeptabler Relevanz nahe, daß es eine Antischiffsmine ist. Mr Castle und Mr Miller haben unabhängig von der Brücke nahe am Explosionsort der ersten Mine eine ähnliche Prozedur entwickelt um die Minen zu entdecken. Diese Leistung habe ich in ihrer Beurteilung vermerkt. Beim zweiten Impuls läßt sich aus den Position der Minen ihre Drift errechnen. Die Bewegungsvektoren gehen von einem Punkt aus. Lieutenant Junior Grade Vinzenz Lloyd identifiziert Wrackteile eines Dominiontransporters an diesem Punkt. Meine Untersuchungen bestätigen dieses Ergebnis. Die Wrackteile, Position und Drift der Minen lassen den Schluß, daß die Ausbringung der Minen bei der Zerstörung des Dominiontransporters geschah. Mit der Position und der errechneten Drift ist es Petty Officer Second Class David Drinkmann möglich, einen Kurs durch das Minenfeld zu errechnen. Ausgehend von der Position, der nächsten nicht explodierten Mine in 5 km Abstand von der Exeter, wird der Sicherheitsabstand auf diese Distanz festgelegt. Die Sensorensuche zeigt keine intakten Dominionschiffe oder Sensoren in Sensorenreichweite. Die Exeter bewegt sich unter Befehl von Lieutenant Commander Thomas Stafford an den Rand des Nebels. Der Captain befiehlt Kurs für ein Rendezvous mit einem Ferengi Marauder aufzunehmen. Eine Suche meinerseits in den Föderationsdatenbank fördert eine Einschätzung des Ferengi durch die Sternenflotte zu Tage. Er hat bereits gegen Bezahlung als Informant für die Sternenflotte gearbeitet und ist bereit es wieder zu tun. Genauere Daten des Schiffes sind in den Datenbanken nicht enthalten. Der Ferengi soll nicht näher spezifizierte Informationen haben.

Zu einem der Wissenschaftsabteilung unbekannten Zeitraum im Verlauf des Tages findet ein Treffen mit dem Marauder statt. Der unvollständige Informationsfluß erschwert meine Tätigkeit als leitender Wissenschaftsoffizier. Der Marauder liefert Informationen über eine Person die Kenntnis haben soll wo sich O'Neill aufhält. Der Name der Person soll Harrison sein. Diese Person ist ein Homo Sapiens Sapiens, hält sich auf einem Planeten im Tokara System in der demilitarisierten Zone zwischen der Föderation und der cardassianischen Union auf, er ist ein Glücksspieler, ein Mitglied des Maquis, dessen genaue Beziehung zu diesem zum gegenwärtigen Zeitpunkt unklar ist und auf besagtem Planeten befindet sich eine Lokalität die regelmäßig von dieser Person frequentiert wird.

Am Vormittag des gleichen Tages werden zwei taktische Übungen im Holodeck angesetzt. Über den Beginn, das Ziel, den Verlauf und das geplante Ende wird die wissenschaftliche Abteilung nicht informiert. Ob wissenschaftliches Personal eingesetzt werden soll wird ebenfalls nicht an meine Abteilung übermittelt. Der Erfolg beider Übungen wird von Lieutenant Commander Thomas Stafford als katastrophal eingestuft.

Am Mittagstisch trägt Mr Miller Petty Officer Second Class T'Aloviks und mir seine Theorie über die Diskrepanz zwischen der naturwissenschaftlichen Definition der Art und der genetischen Kompatibilität der Menschen mit einer relevanten Anzahl bekannter humanoider Völker vor. Gemäß der Artdefinition sind alle Mitglieder einer Art genetisch miteinander kompatibel. Diese Komptabilität ergibt sich aus einem gemeinsamen Genpool. Als mögliche Erklärung berichte ich über Theorie des raumfahrenden Urhumanoidenvolkes, welches die Entwicklung der heutigen Humanoiden, gemäß dieser Theorie auf ihren jeweiligen Planeten angestoßen hat. Aus dem Gencode verschiedener humanoider Spezies auf verschiedenen Planeten Referenz SilokA78454 wurde durch Lieutenant Commander Data ein Programm zusammengesetzt. Dieses Programm modifizierte einen Tricorder und übermittelte eine holographische Botschaft, in der besagtes Urvolk den Anwesenden mitteilt, daß sie auf diversen Planeten humanoides Leben angestoßen haben, da sie in den Weiten des Alls sonst keine Humanoide Lebensformen trafen und das ihr Werk gelungen sei wenn diese Humanoiden jetzt zusammen hier stünden. Mr Miller fragt wie es möglich gewesen sein soll, ein solches Vorhaben umzusetzen, welches ermöglicht Genmaterial so lange in einer Biosphäre stabil zu halten trotz des Einwirkens der Evolution. Ich weise daraufhin, daß wir dies nicht feststellen können, da uns die technischen Mittel fehlen ein solches Vorhaben umzusetzen und uns keine Informationen über den Technologiestand dieses Urhumanoidenvolkes vorliegen. Wir haben lediglich die räumliche Verteilung des Genmaterials, das bestätigte Mindestalter des Genmaterials, die genetische Kompatibilität der Humanoiden Spezies der Referenz SilokA78454 und das holographische Programm, die der Theorie des Urvolkes eine ausreichende Relevanz für einen Forschungsansatz verleihen. Erschwerend für eine Erforschung kommt der zeitbedingte Informationsverlust hinzu.

Ich schlage Mr Miller vor, seine vulkanische Seite zu erforschen, ob er durch sein vulkanisches Erbe über die Physis eines Vulkaniers verfügt und ob er ganz oder teilweise die telepathischen Fähigkeiten eines Vulkaniers aufweist. Die Erforschung scheint angezeigt da solche Fähigkeiten durch Stress aktiviert werden können. Der Einsatz telepathischer Wahrnehmung ohne entsprechende Ausbildung führt zu Desorientierung. Da Stress mit als kritisch empfundenen Situationen koinzidiert, kann der Einsatz einer solchen Desorientierung, in einer kritischen Situation, lebensbedrohlich sein. Mr Miller zieht meinen Vorschlag in Erwägung. Ich kann bei Mr Miller keine Anzeichen für die unkontrollierte vulkanische Emotionsintensität erkennen. In seinen Handlungsabläufen und Äußerungen finden sich Hinweise auf emotionales handeln, wie es nach den Maßstäben der Akademie von Shikahr von Homo Sapiens Sapiens zu erwarten ist.

Nach Beendigung des Essens begebe ich mich auf die Brücke.

Am Nachmittag werden erneut zwei Übungen angesetzt zeitliche Parameter Referenz SilokT91176. Ich werde von Lieutenant Junior Grade Vinzenz Lloyd zu seinem Team 2 eingeteilt. Meine Aufgabe während dieser Übung besteht darin, mit dem Tricorder Sensorunterstützung und im Bedarfsfall Feuerunterstützung zu leisten. Das Team nähert sich dem Gebäude Referenz SilokC56389. Das Gebäude ist mit zwei automatischen Schnellfeuerwaffen mit Zielsuchern gesichert. Das Team bewegt sich unterhalb des Erfassungsgrenze des ersten Zielsuchers. Lieutenant Junior Grade Vinzenz Lloyd zerstört die zweite Waffe mit einem Phasergewehr. Petty Officer Third Class Enomis Rendlim entriegelt die äußere Tür diesmal unter Umgehung des Alarms. Der Einsatz von Blend- und Betäubungsgranaten ermöglicht das Eindringen ins Zielgebäude. Ich verbiege ein bajoranisches Phasergewehr und Handphaser vergleichbar der Kategorie zwei um sie unbrauchbar zu machen. Der Einsatz meiner für einen Vulkanier normalen Körperkraft bewirkt laut eigenen Aussagen bei Crewman Trall eine negative emotionale Reaktion, Angst. Inwiefern dies Humor ist oder eine tatsächliche emotionale Reaktion vermag ich nicht mit akzeptabler Relevanz zu extrapolieren.

Für die Beurteilung werden beide Teams in den Besprechungsraum beordert. Die Beurteilung aller vier Übungen ergab laut Lieutenant T'Opak von der jeweils ersten zur zweiten Übung eine Verbesserung um 50 %. Die Primärziele des Einsatzes wurden von Team 2 erreicht. Zwei Geiseln wurden lebend befreit. Das Sekundärziel Roberts wurde nicht erreicht. Team1 befreite eine Geisel und verhaftete Roberts.

Mr T'Aloviks schlägt vor, daß er und ich Mr Miller bei der Erforschung seiner vulkanischen Seite als Lehrer zur Seite stehen sollen. Ich werde Mr Miller diesen Vorschlag unterbreiten. Nachdem ich erfahren habe, daß es eine Besprechung der Crew gegeben hat über die die gesamte wissenschaftliche Abteilung nicht informiert wurde, habe ich mir durch Befragung verschiedener Crewmitglieder ein Bild der Informationslage machen können. Während dieser Besprechung arbeiteten Lieutenant Junior Grade Marvick, Mr Miller und Ich an der Umsetzung der Technik zu Erfassung der Spuren getarnter Schiffe. Ich habe den Captain um eine Unterredung gebeten und ihn darüber informiert, daß ich als leitender Wissenschaftsoffizier das volle Potential der wissenschaftlichen Abteilung zur Unterstützung der anderen Abteilungen nicht mobilisieren kann, wenn meine Abteilung vom Informationsfluß ausgeschlossen bleibt. Der Captain sagte dies wäre nicht seine Absicht und die wissenschaftliche Abteilung sollte nicht vom Informationsfluß ausgeschlossen bleiben, des weiteren informierte er mich über eine anstehende Besprechung der Führungsoffiziere. Aufgrund dieser Unterredung habe ich meinen Entschluss revidiert Lieutenant Junior Grade Marvick zu bitten die Leitung der Wissenschaftsabteilung zu übernehmen. Meine Extrapolation, daß mein Rang einen relevanten Einfluß auf die Informationspolitik hatte, verliert durch die Äußerungen des Captains an Relevanz.

Lieutenant Junior Grade Marvick hat mich angesprochen, er sagte Lieutenant Junior Grade Vanessa Williams hätte ihn gefragt ob er sich nicht dauerhaft an Bord der Exeter versetzen lassen will. Ich sagte ihm er solle dies tun da wir kompetente Unterstützung brauchen könnten. Er sagte, daß er dann ja mir unterstellt wäre einem rangniederen Offizier und dies würde er als seltsam empfinden. Ich wies ihn daraufhin, daß er dann den Posten des Stellvertretenden Chefwissenschaftlers übernehmen würde. Er drückte sein Unwohlsein darüber aus mich zu verdrängen. Ich wies ihn daraufhin, daß ich ein solches nicht empfinde. Er sagte andere könnten es so empfinden und er würde seine Unabhängigkeit verlieren. Ich vermute der Lieutenant vermutet hinter der Einschätzung seiner Person als kompetent durch mich ein Kompliment. Ich extrapoliere, daß die Feststellung meinerseits, daß dies allein aufgrund der objektiven Einschätzungen seiner Leistungen geschah seine Ansicht nicht ändern wird. An diesem Punkt beendeten wir das Gespräch.

Ich habe Lieutenant Junior Grade Marvick angeboten als mein Stellvertreter an der Besprechung der Führungsoffiziere teilzunehmen. Er hat dies abgelehnt, ich habe statt dessen Mr Castle als meinen Stellvertreter zu Besprechung mitgenommen. Details der Besprechung Referenz SilokA7862. Unter der Führung von Lieutenant Junior Grade Vinzenz Lloyd wird ein Team zusammengestellt um mit dem Informanten auf dem Planeten in der Lokalität Kontakt aufzunehmen. Das Team soll verdeckt operieren zu diesem Zwecke kleidet sich das Team in Zivil, sie werden mit nicht Sternenflottenwaffen ausgestattet und das Shuttle wird für diesen Einsatz so modifiziert, daß es nicht mehr als Föderationshuttle erkennbar ist. Die genauen Modifikationsparameter sind mir unbekannt.

Ein zweites Team unter Ensign Drake hält sich für eine gewaltsame Extraktion des ersten Teams bereit. Die genaueren Details des Teameinsatzes sind der Wissenschaftsabteilung nicht zugänglich. Petty Officer Third Class Jaqueline Dawson wurde an beiden Beinen verletzt. Aus den Äußerungen von zu dem Zeitpunkt noch Kadett Third Class Jaris Lhasa extrapoliere ich, daß sie gegenüber Lieutenant Junior Grade Vinzenz Lloyd Verhalten gezeigt hat welches der 14. Direktive betreffs des angemessenen Verhalten von Sternenflottenoffizieren zuwider läuft.

Mehrere Mitglieder des Teams haben Methylalkohol in ausreichender Menge konsumiert um eine Beeinträchtigung des Bewegungsapparates herbeizuführen. Das Ziel, den Informanten eindeutig zu identifizieren, wurde nicht erreicht. Durch eine Zusatzinformationen konnte der Kreis auf zwei Personen eingeengt werden. Der Körper des Informanten ist mit Agitilium angereichert. Mit einer der Personen wurde zu einem 4 Stunden späteren Zeitpunkt ein Treffen vereinbart. Die durch den Einsatz des Teams entstandenen Spannungen und die Natur der Gemeinschaft machen einen erneuten Versuch einer verdeckten Kontaktaufnahme schwierig. Der Grad der Schwierigkeit ist aufgrund der unzureichenden Datenbasis nicht mit akzeptabler Relevanz berechenbar. Die Frist abzuwarten ist aufgrund des begrenzten Zeitrahmens für den Einsatz nicht möglich.

Ich schlage dem Captain vor, beide Person mittels eines verdeckten Transportvorgangs zu extrahieren, dabei soll den eventuell vorhandenen Beobachtern vorgetäuscht werden, daß die Person durch einen Disruptorstrahl aufgelöst wird. Vergleichbar der Technik wie sie gegen Captain Jean Luc Picard eingesetzt wurde von den Schmugglern die versucht haben, die Einzelteile des Amplifikators für gewaltsame Gedanken zusammen zu sammeln. Lieutenant T'Opak weist auf die Risiken die mit dem Einsatz verbunden sind hin. Auf Befehl des Captains beginnen Petty Officer Second Class T'Aloviks, Crewman Miller und ich zwei Phaser Typ zwei für einen solchen Einsatz vorzubereiten. Nach einer halben Stunde wird die Vorbereitung auf Befehl des Captains abgebrochen, da ein erneuter verdeckter Einsatz als zu risikoreich eingestuft wird. Die Quelle dieser Einschätzung ist mir nicht bekannt.

Ich schlage dem Captain vor die beiden Personen mittels des Shuttletransporters zu erfassen und an Bord des Shuttles zu transportieren. Die Modifikationen am Shuttle werden verhindern, daß die Sternenflotte als Akteur identifiziert wird. Der Transport beider Personen wird durch ein Dämpfungsfeld verhindert.

Unter Führung von Lieutenant Commander Thomas Stafford gelingt es einem Team beide Personen zu extrahieren und an Bord der Exeter zu verbringen. Durch einen DNS-Scan wird der Informant eindeutig identifiziert.

In Abwägung der Rechtslage habe ich dem Captain angeboten in die Erinnerungen des Informanten einzudringen, um die gesuchte Information zu extrahieren. Da die Gesetze der Föderation den Einsatz dieser Extraktionstechnik nicht abdecken, habe ich mich an den gesetzlichen Vorgaben des hohen Rates von Vulkan orientiert.

Der Captain hat vom Informanten die genaue Position von Mr O'Neills Basis erhalten, der Einsatz der Extraktionstechnik ist daher nicht mehr erforderlich. Die Basis befindet sich auf Dorvan 4, einem Klasse L Planet in den Grenzen der cardassianischen Union nahe der Grenze zur Föderation. Auf Befehl des Captains nimmt die Exeter Kurs auf die Basis. Lieutenant Commander Stafford stellt ein Einsatzteam zusammen, um O'Neill und Roberts zu verhaften und Cadett Third Class Isabella Williams zu befreien. Ensign John Stark erhält das Kommando über das Team. Teammitglieder sind in Reihenfolge des Rangs: Ensign Cedric Drake, Ensign Silok, Ensign John Stark, Petty Officer Second Class T'Aloviks, Petty Officer Third Class Enomis Rendlim, Crewman Anara Kell, Crewman Kaivar Pelothel, Crewman Trall, Cadett Third Class Jaris Lhasa. Bei gleichem Rang werden die Personen alphabetisch aufgelistet. Ich bitte Lieutenant Junior Grade Marvick Mr Castle im Bedarfsfall auf der Brücke zu unterstützen. Beim Eintreffen der Exeter befinden sich zwei Keldon-Klasse Schiffe im System. Die Umstände lassen den Schluß, mit akzeptabler Relevanz zu, daß Mr O'Neills Stützpunkts von der Cardassianischen Flotte attackiert wird. Auf Befehl des Captains greift die Exeter die beiden cardassianischen Schiffe an. Während des Gefechts wird die Grand Canyon und ein weiteres Shuttle ausgeschleust. Das Team von Ensign John Stark befindet sich auf der Grand Canyon. Auf dem zweiten Shuttle befindet sich ein 3 Mann Team unter Führung von Lieutenant Commander Thomas Stafford. Die Maquisbasis wird durch zwei Schildfelder mit externen Generatoren abgeschirmt. Beide Reaktoren werden durch je ein Team zerstört. Außerhalb der Anlage finden sich Spuren, die mit akzeptabler Relevanz auf einen Kampf schließen lassen. Die Außenverteidigung des Gebäudes ist ausgefallen. Das Gebäude ist mit einer speziellen Beschichtung versehen, die Tricorder und Transportereinsatz erschweren.

Gebäudespezifikationen Referenz SilokA7863. Petty Officer third Class Enomis Rendlim entriegelt die äußere Tür. Das Eindringen wird mit einer Blend- und Nebelgranate gesichert. Petty Officer Second Class T'Aloviks und ich versuchen die störenden Einflüsse der Beschichtung zu neutralisieren. Auf Befehl von Ensign John Stark wird zuerst das untere Stockwerk gesichert. Eine felinoide Lebensform wird entdeckt. Derweil sichern Crewman Kaivar Pelothel und Petty Officer Second Class T'Aloviks die Treppe zum zweiten Stock. Petty Officer third Class Enomis Rendlim entdeckt, daß die Tür zum oberen Stockwerk mit einer Plasmamine gesichert ist. Die Tür wird aufgesprengt. Crewman Trall wird beim vordringen auf den Treppenabsatz des oberen Stockwerks betäubt. Ich ziehe Crewman Trall aus der Schusslinie, Crewman Keivar Pelothel erhält beim Versuch mit einem Phasergewehr, aus der Deckung eines umgekippten Tisches, in den Gang des ersten Stocks zu feuern eine Phaserbrandverletzung. Beide werden durch Cadett Third Class Jaris Lhasa versorgt. Ich versuche die Zielerfassung der Maquis mit dem Tricorder zu stören. Ensign John Stark sprengt den Boden hinter den Maquis im Gang vom unteren Stockwerk aus. Die drei Maquis im Gang ergeben sich. Einer von ihnen wird von einem Disruptorstrahl aufgelöst. Mr O'Neill schreit vom Ende des Ganges Drohungen und Aufforderungen weiter zu kämpfen. Die Gefangenen werden mit Phasern betäubt. Die Gruppe rückt bis zu Treppe am Ende des Ganges vor. Ensign John Stark versucht zu verhandeln. Die Verhandlung bleibt erfolglos. Ensign John Stark befiehlt den Einsatz von einer Blend- und einer Betäubungsgranete. Im Keller lassen sich mittels Tricorder die eindeutigen Lebenszeichen von vier Personen identifizieren: O'Neill, Roberts, Degenhard und Cadett Third Class Vanessa Williams. Ensign Cedric Drake und Crewman Kaivar Pelothel erleiden schwere Verletzungen durch die Auslösung einer Sprengfalle. Petty Officer third Class Enomis Rendlim erleidet leichtere Verletzungen. Ihre Verletzungen werden Cadett Third Class Jaris Lhasa versorgt. Es wurde versäumt die Treppe nach Sprengstoff zu überprüfen. Eine Untersuchung der Treppe meinerseits ergibt keine weiteren Sprengfallen. Der Zugang zum Untergeschoß ist durch ein Sicherheitskraftfeld gesichert. Über einen Sicherheitsmonitor vor dem Kraftfeld ist das Untergeschoss einsehbar. O'Neill feuert zweimal auf Cadett Third Class Vanessa Williams. Einmal trifft er sie in die Seite dann wirft sich Roberts dazwischen und wird in den Bauch getroffen. O'Neill und Degenhard lassen sich transportieren, in dem Moment wo das Kraftfeld deaktiviert wird. Das Team rückt vor. Mir entzieht sich die Logik dieses Vorgehens. Warum läßt O'Neill Cadett Third Class Vanessa Williams zurück? Sie kauert sich in der Ecke zusammen. Cadett Third Class Jaris Lhasa verabreicht Cadett Third Class Vanessa Williams ein Beruhigungsmittel. Roberts verlangt nach einem Offizier. Er übermittelt eine unbekannte Information an Ensign John Stark und stirbt. Petty Officer Second Class T'Aloviks trägt die beiden betäubten Gefangenen zu den Musterverstärkern. Mit Hilfe von Musterverstärkern werden die Verletzten, die Gefangenen und Cadett Third Class Jaris Lhasa zum Shuttle gebeamt.
Kontakt zur Exeter ist zur Zeit nicht möglich. Meine Berechungen ergeben für zwei Alternativen eine relevante Wahrscheinlichkeit: A die Exeter wurde zerstört, B die Exeter befindet sich zur Zeit nicht im Orbit. Meine Datenerhebung über Menschen legen den Schluß mit akzeptabler Relevanz nahe, daß eine solche Information demotivierend wirken wird, daher gebe ich sie nicht weiter. Ich trage den Körper von Roberts zum Shuttle. Lieutenant Commander Stafford und sein Team fliegen mit in unserem Runabout da sein Shuttle zerstört wurde. Die Exeter kehrt zurück und nimmt das Runabout auf.

Die von Lieutenant Junior Grade Marvick entwickelte Sensorenkonfiguration für die Suche nach Deuterium Spuren von getarnten Schiffen und die Zuteilung zusätzlicher Rechenleistung ermöglicht es Mr Miller und mir die Spuren eines getarnten Raiders nach Dorvan 5 zu verfolgen. Auf dem Planeten der Klasse M lebt eine kleine Gruppe Homo Sapiens Sapiens. Diese Gruppe stammt von Indianern des Nordamerikanischen Subkontinents der Erde ab. Dorvan 5 wurde im Rahmen des Friedensvertrages mit der Cardassianischen Union an diese abgetreten. Diese Gruppe ist freiwillig auf diesem Planeten geblieben. Der Captain kontaktiert diese Gruppe per Audio-Funk. Der Anführer der Gruppe willigt ein, O'Neill zu übergeben wenn dieser in einem ritualisierten Zweikampf am folgenden Tage um 12:00 Ortszeit besiegt wird. Auf Befehl des Captains wird ein mögliches Versteck für die Exter innerhalb der Grenzen der Cardassianischen Union gesucht. Der von der aktuellen Position nächste Quasarnebel erfüllt die Vorgaben des Captains, die Wahrscheinlichkeit dort entdeckt zu werden liegt bei 5% bei einer nicht zielgerichteten Suche. Die Exeter zieht sich dorthin zurück.

Zur angegebenen Zeit kehrt die Exeter in den Standarorbit um Dorvan 5 zurück. Während der Kontaktaufnahme entflieht O'Neill, unter Waffeneinsatz und es werden zwei Personen von der Planetenoberfläche transportiert.

Mr Miller und ich lokalisieren den Raider. Der Captain befiehlt den Angriff. Der Raider hat eine bessere Masse zu Waffen und Masse zu Schilden Ratio als die Exeter und ist beweglicher. Zusätzlich verfügt er über ein Tarnschild. Es gelingt Mr Miller, Mr Castle und mir nicht den Erfassungszeitraum so zu verkürzen, daß die aktuellen Bewegungen des Raiders erfaßt werden können. Es gelingt nicht den Raider mit Waffengewalt zu zerstören. Der Captain befiehlt die Frontalschilde zu verstärken und den Raider zu rammen. Durch die Kollision wird der Raider kampfunfähig und die Exeter verliert ihre Warpfähigkeit und die Systemgesamtleistung sinkt auf 30 %. Während der Kollision haben sich mehrere Personen auf die Exeter gebeamt. Es kommt zum Kampf im Maschinenraum in deren Verlauf Mr O'Neill überwältigt wird. Petty Officer Second Class T'Aloviks kann Einsatz einer Sprengvorrichtung im Maschinenraum verhindern. Das Brückenschott wird durch eine Sprengung beschädigt. Mr Miller sichert die Brücke für den Fall eines Transportes auf die Brücke. Ich sichere das Brückenschott von innen. Admiral Geoffrey Williams macht Anstalten die Brücke zu verlassen. Ich begebe mich zwischen ihn und das Brückenschott um ihn nötigenfalls aufzuhalten. Wie soll ich diesen Konflikt der Vorschriften lösen? Er ist ein Admiral und damit gemäß den Vorschriften in besonderer Weise befehlsbefugt und gleichzeitig aufgrund der selben Vorschriften in besonderer Weise schützenswert. Der Admiral fordert mich auf aus seiner Schußlinie zu gehen. Zur Zeit ist kein Gegener zu sehen. Ich folge dem Befehl des Admirals. Ich bin der einzige Offizier der sich zur Zeit dieser besonderen Situation annehmen kann. Lieutenant Commander Thomas Stafford betritt die Brücke und gibt Entwarnung. Die Situation ist geklärt doch der Konflikt der Vorschriften nicht. Ich werde die Gesetzes- und Vorschriftendatenbank der Sternenflotte konsultieren.

Der Captain setzt Kurs auf den Föderationsraum mit maximal möglicher Geschwindigkeit. O'Neill wird in die Arrestzellen verbracht. Admiral Geoffrey Williams befiehlt bei Fluchtversuch die Phaser auf Desintegrationsstufe einzusetzen. Captain Starkov befiehlt Petty Officer Second Class T'Aloviks die Sicherheitskraftfelder auf jeden Fall stabil zu halten. Der Maschinraumcrew gelingt es für 15 Minuten den Warpantrieb in Gang zu setzen. Die Exeter nimmt Kurs auf Sternenbasis 375. 7 Minuten vor eintreffen an der Station versagt der Warpkern und die Warpgondeln explodieren, nach einer erfolgreichen Abstoßung. Mehrere Personen darunter Lieutenant Junior Vinzenz Lloyd und Officer Dawson werden durch die Erschütterungen verletzt. Die Exeter setzt ihren Kurs mit Impuls fort. Nach dem Andocken der Exeter wird die komplette Crew mit dem Frachtransporter zur Sternenbasis transportiert. Der Admiral läßt die komplette Crew am nächsten Tag im Versammlungsraum 3 der Sternenbasis antreten. Cadett third Class Jaris Lhasa wird zum Ensign zu Felde befördert. Crewman third class Anara Kell wird zum Crewman second class befördert. Captain Starkov wird das Kommando über ein neues Schiff der Akiraklasse übertragen. Der Admiral belobigt die gesamte Mannschaft, wird dies in den Personalakten der gesamten Mannschaft vermerken und bedankt sich für die Befreiung seiner Tochter.

Mr Castle und Mr Miller haben ihrem Anforderungsprofil entsprochen und ihre Aufgaben erfüllt, trotz der teilweise unübersichtlichen Kommandostrukturen in Abwesenheit des Captains, des ersten und des zweiten Offiziers. Gemäß den Grundsätzen für Personalführung habe ich beide verbal belobigt. Meine Datenbasis für einen angemessen Einsatz dieses Werkzeugs der Personalführung ist noch nicht ausreichend. Ich werde den Counselor ersuchen, mir bei der Implementation zu helfen. Ich habe die Leistung von Mr Miller und Mr Castle in meiner vorläufigen Beurteilung für den Personalbericht eingeschlossen.

Die vorübergehende Zuteilung von Lieutenant Junior Grade Marvick als funktionalen Ersatz für Lieutenant Commander Terron stellt mich vor ein Problem. Als leitender Wissenschaftsoffizier muss ich über alle Mitglieder der Wissenschaftsabteilung eine Beurteilung abgeben für den Personalbericht, die Vorschriften der Sternenflotte sehen aber eine Personalbeurteilung eines ranghöheren durch einen rangniederen Offizier nicht vor. Ein Überprüfung der Vorschriftenlage ist indiziert. Computer Aufzeichnung beenden.

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Persönliches Computerlogbuch - Petty Officer J. Dawson

Computer? Hier bin ich wieder!

Da gibt es eine wirklich witzige Geschichte, die ich aufzeichnen muss, warte mal, gleich habe ich einen Titel: "Wie verhalte ich mich als Sternenflottenheld in einer Kneipe mitten in den Badlands?!" Zu schade, dass es keine Aufzeichnung davon gibt, das wäre der Brüller jeder Party des nächsten Jahrhunderts! Allein Lloyd... ach, ich fange einfach von vorne an.

Um die Schwester von Vanessa Williams zu befreien (obwohl? jetzt, wo sie wieder da ist, frage ich mich, warum wir uns das angetan haben, denn sie ist wirklich eine Tussi), haben wir eine der verrücktesten Anstrengungen unternommen, die es wohl je in den letzten Jahren gegeben hat (ok, bis auf die Aufprallmanöver von Captain Starkov). Laut Information eines Ferengis (jawoll, eines Ferengis!) sollte sich ein Mann namens Harrison in einer Kneipe in den Badlands befinden, der wüsste, wo sich O'Neill befände. O'Neill, ach ja, das ist der Entführer der besagten Dame. Klar, das konnte nicht gut gehen, aber der Brückendienst des Tages war so langweilig gewesen, dass ich selbst eine Kneipentour mit O'Reardon einem weiteren Dienst dort vorgezogen hätte, und das soll schon was heißen!

So machte ich Stark und Lloyd, die einen Trupp zusammenstellen sollten, um die Kneipe undercover zu besuchen, den Vorschlag, dass ich sie begleiten sollte, schließlich habe ich mit Kneipen die größte Erfahrung. Niemand hat mir das streitig gemacht, was mich auch wirklich gewundert hätte bei den spießigen Leuten an Bord. So konnte ich immerhin endlich der Routine entkommen. Dass allerdings auch Weichei Anderson mitkommen sollte, war garantiert nicht meine Idee. Hätte ich ihn doch vorher verhauen, dann hätte ich mir einiges erspart!

Aber was soll's, so war es wenigstens besonders spannend, auch wenn es in die Hose gehen musste! Schon allein die Tarnung war nicht besonders authentisch geraten, auch wenn wir allesamt beschlossen hatten, Anderson als Verrückten darzustellen. Sowohl er als auch Taylor waren bei weitem zu brav geraten, so unecht, dass sie selbst auf den weniger abgerissenen Partys in Paris unter lauter Spice-Junkies aufgefallen wären. Lloyd sah wirklich cool aus, keine Frage, aber was sollte es nutzen? Sobald der angepasste Streber seinen Mund aufmachen würde, wäre es vorbei mit der Coolness. Ich mag ihn ja ganz gerne, aber manchmal macht seine langweilige, strebsame Art mich wahnsinnig, auch ohne sein PADD, das ich eigenhändig bei der letzten Schießübung aufgelöst habe, aber egal, weiter im Text.

Da standen wir also vor der Kneipentür auf einem Klasse L Planeten. Der Flug war ereignislos verlaufen, ich glaube, Drinkmann wollte Eindruck schinden, weil er so ruhig geflogen ist und uns nicht zum Erbrechen gebracht hat. Vielleicht lag es auch daran, dass wir Lhasa bei uns hatten, unseren medizinischen Kadetten, die sicher Drinkmann für fluguntauglich erklärt hätte, wenn er so geflogen wäre wie immer. Als ich die Tür aufstieß und eintrat, überkam mich spontane Begeisterung, obwohl mir bewusst war, in welcher Gefahr wir schwebten. Es war dunkel, dreckig und laut. Der Geruch von Spice, Alkohol und anderen Drogen hing in der Luft, gepaart mit dem Schweiß mehrerer Menschen und Staub. Als ich hereinkam, hielt der Lärm der Anwesenden noch einen kurzen Moment, bis der Rest unseres Trupps hereinkam. Ich hörte förmlich anhand des sinkenden Lärmpegels wie Lhasa, Lloyd, Taylor und Anderson durch die Tür gingen und unschlüssig stehen blieben.

Hastig forderte ich direkt ein Bier, um gar nicht erst eine Pause aufkommen zu lassen. Als ich mich von der Theke umdrehte, konnte ich erst einmal kurz das Spektakel betrachten: zwischen unkoordiniert aufgestellten Tischen und Stühlen prügelten sich gerade ein paar Männer (wohl ein Umstand, der die Auffälligkeit unserer Gruppe einigermaßen überdeckte), während andere sich wie in Trance zu den wummernden Bässen bewegten, als hätten sie mehr als eine Prise Spice intus. Auf den Tischen tanzten ein paar abgetakelte Mädels. Im hinteren Teil des Raumes befanden sich noch weitere zwilichte Gestalten, die im Dunkeln kaum auszumachen waren. Was für eine Kaschemme. Ich liebe so etwas! Obwohl, ganz ehrlich, so schlimm waren die Kneipen, die ich bisher besucht habe, nun auch wieder nicht. Das schlug wirklich alle Rekorde.

Das diese Bande sich mehr als einen Tag kannte und wir, als Außenseiter, es schwer haben würden, war deutlich zu sehen, aber ich entschloss mich zur Offensive. Ich glaube, ich habe das Weltbild meiner Kameraden zerstört, als ich eine der Tänzerinnen vom Tisch kippte, um einen Pokerplatz für uns zu requirieren. Andersons Gesicht war klasse. Territorienkämpfe gehören sicherlich nicht zu seinem technischen Standardrepertoire. Schnell war die Schlägerei im Gange, obwohl ich ehrlich nicht damit gerechnet hatte, dass die blöde Kuh aus den Badlands mich direkt mit zwei Äxten angreifen würde. Ich bin zu freundlich für diese Welt, denn meinen Phaser hatte ich extra vorher abgelegt, damit sich kein Schuss im Eifer des Gefechts lösen konnte. Tja, da stand ich nun waffenlos einer Irrsinnigen gegenüber, die anscheinend zudem vollgepumpt war mit Drogen. Nun gut, ich entschloss mich für Plan B, ging in den Nahkampf, arretierte die eine Axt mit dem linken Arm, die andere mit meinem Rücken und haute die Frau mit dem Kopf direkt auf den Tisch. Selbst Schuld war sie's doch! Als sie sich wieder aufrappelte, schrie sie "Schlägerei" und ein Tumult brach los, genau das, was ich gewollt hatte. Sie wollte mich in zwei Hälften hauen, glaube ich, aber zu einer weiteren Attacke kam ich nicht. Ich spürte einen brennenden Schmerz im rechten Oberschenkel und fand mich auf dem Boden wieder, während über mir das Gerangel weiterging. So ein Typ mit Sonnenbrille (schön blöd in einer dunklen Bar) hatte mir eiskalt von hinten mit einem klingonischen Disruptor ins Bein geschossen. Keine Ahnung, warum sich jemand in einer Schlägerei zugunsten des Bewaffneten einmischt, aber egal. Schuss war Schuss, und ich war froh, dass es nicht mein Kopf gewesen war.

Verdammt, tat das weh! Lieber lasse ich mir nochmals von einem Klingonen einen Headbutt verpassen, ehrlich! Ich versuchte krampfhaft, den Schmerz zu ignorieren und wieder aufzustehen, schließlich wollte ich die Mission jetzt nicht abbrechen, nicht wegen mir. Irgendwann stand ich wieder, während Lloyd die Axtfrau mit seinem Messer in Schach hielt. Wusste gar nicht, dass er so schnell damit von hinten an die Hälse von Leuten herankommt. Ich merke mir das besser...

Irgendwie wurde alles plötzlich ziemlich nebelig vor meinen Augen, aber ich habe es dann doch noch bis zu einem Stuhl geschafft und mein Bier erwischt. Dann ging es besser. Der Tisch war unser, ein besserer Erfolg, als ich ihn von der Schlägerei erhofft hatte. Zumindest hatten wir uns gegen diese Meute durchgesetzt und die Fronten geklärt. Gerade, als wir mit dem Pokerspiel beginnen wollten, um Harrison zu ködern, der ja ein Spieler sein sollte, kam der Satz des Jahrhunderts: Anderson antwortete auf die Frage, was wir denn hier machen würden mit "Wir machen Urlaub von der Sternenflotte!". Wie dumm kann ein Mensch sein? Oder wie lebensmüde? Hätte ich nicht so Schmerzen gehabt, hätte ich ihn windelweich geprügelt, aber so blieb mir nur ein innerliches Aufstöhnen. So ein Idiot! Schlagartig waren alle still und, nun ja, das Misstrauen war kaum mehr abzubauen. Wir bemühten uns, mit unserer abgekarteten Story über Schmuggelgut und Flucht vor der Sternenflotte das Schlimmste zu verhindern, doch die Grundstimmung war versaut. Nach einer Weile grölten die Maquis trotzdem wieder lauthals, aber uns war klar, dass wir uns auf hauchdünnem Glatteis befanden. O.k., uns bis auf Anderson.

Das anschließende Pokerspiel verlief dennoch ohne große Zwischenfälle. Einige der Maquis versuchten uns zu provozieren, aber ehrlich, ich hatte so mit den Schmerzen zu kämpfen, dass ich keine Lust hatte, darauf einzugehen, bis auf ein paar verbale Attacken, die von den Spöttern geschluckt wurden. Anscheinend hatten sie keine weitere Lust mehr, sich mit uns zu prügeln. Das war mir nur recht. Mein Bein wurde irgendwann taub und gewonnen habe ich auch nicht. Wie erwartet gewann Taylor (deswegen hatten wir sie ja mitgenommen), aber das half nicht darüber hinweg, das sie ebenso fehl am Platz schien wie Anderson. Zudem schien es eine Fehlinformation zu sein, dass dieser Harrison eine Spielernatur war, denn es gesellte sich niemand dazu. Lhasa hat es übrigens geschafft, Lloyd zum Tanzen zu bewegen! Das war äußerst amüsant anzuschauen! Was gäbe ich für eine Aufzeichnung davon? Der arme Kerl, stocksteif und völlig verunsichert war er. Ich denke, bereits mein Vorschlag, dass er doch mal der Tarnung halber eines der Mädels angraben sollte, hatte ihn vollends verwirrt. Sein Gesicht war jedenfalls traumhaft. Aber Tanzen musste für den schüchternen Halb-Betazoiden eine Qual bedeutet haben. Jahrgangsbester, dass ich nicht lache?

Lhasa war jedenfalls spitze: Nicht lange, und sie hatte mir ein Gespräch mit einer der zwilichten Gestalten aus der hinteren Ecke der Bar besorgt, so dass ich in Ruhe ein wenig spionieren konnte. Trotz der Schmerzen im Bein machte ich gute Miene zum bösen Spiel, als der Typ mir mehrere Drogenarten anbot. Gut, dass niemand der dort anwesenden Sternenflottenmitgliedern weiß, dass ich eine Verurteilung wegen Drogenhandel besitze! Für sämtliche Auflagen wäre das das Ende gewesen, allein, dass ich das Zeug angetestet habe. Dabei kenne ich mich gar nicht so gut damit aus, wie man das im Gefängnis von Paris von mir behauptet. Aber die können mich sowieso alle mal, die sogenannten Richter und falschen Rechtsanwälte von Paris! Aber egal, besser, ich höre damit auf, bevor ich mich wieder aufrege und an George denke.

Während des Deals, bei dem ich imaginäre Waffen gegen Drogen anbot, konnte ich herausfinden, wer der Anführer dieser Bande war und dass die ganze Maquisgruppierung dort von O'Neill hereingelegt worden waren. Das Schiff, mit dem O'Neill durch die Gegend flog, war dem Mann vor mir bestens bekannt und das Gespräch kam gut ins Rollen. Bevor ich allerdings zu weiteren Informationen vordringen konnte, brach dann unsere Tarnung vollends zusammen. Urplötzlich hielt mir der Typ mit der Sonnenbrille den einen klingonischen Disruptor vor den Kopf, während er mit dem anderen auf Lhasa zielte. Er sagte: "Warum hast du zwei Namen? Warum nennen dich die anderen Dawson und nicht Dawn, so wie du dich vorgestellt hast?" Das war's. Keine Ahnung, wer von den anderen mich bei meinem richtigen Namen genannt hatte, aber es war auch irrelevant, denn jetzt hatten wir schließlich alle Hände voll damit zu tun zu überleben. Zum Glück hatte ich gerade den Deal abgeschlossen und konnte den Dealer überzeugen, den Sonnenbrillen-Irren davon abzuhalten, uns den Kopf wegzupusten.

Halsüberkopf machten wir uns auf Richtung Tür auf, um der aufgebrachten Meute zu entkommen. Man schrie nach Erklärung und die Stimmung eskalierte. Die anderen hasteten zur Tür, doch hatte ich nicht mitgekriegt, dass Lloyd bereits zum Runabout gelaufen war, um weitere Informationen einzuholen. Deswegen drehte ich mich noch einmal um, um nach ihm zu sehen. Außerdem war ich mit meinem Durchschuss im Bein gar nicht schnell genug, um mit den anderen Schritt zu halten. So war die Tür hinter dem Letzten zugefallen und ich noch drinnen, als die Menge sich vor mir zusammenrottete. Wirklich eine äußerst dumme Situation, vor allem, weil sich der Typ mit den Disruptoren nach vorne drängelte und meinte: "He, noch ein Andenken, Dawson!" Und dann schoss mir der Scheißkerl auch noch in das andere Bein. Jetzt reichte es. Mein Phaser lag irgendwo noch hinten in der Bar, so dass ich instinktiv die halbvolle Bierflasche in meiner Hand hochriss und sie dem Typen mitten ins Gesicht schmetterte. Es gab ein häßliches Geräusch, als er umfiel, und mehrere Hände versuchten mich zu packen. Irgendwer erwischte mich mit der Faust noch im Gesicht, doch in Anbetracht der unglaublichen Schmerzen in meinen Beinen war das eher sekundär. Ich musste da raus, denn mir war klar, dass der Typ, falls er wieder auf die Beine kommen sollte, mich umbringen würde. Das wollte ich nicht abwarten. Erstaunlich, was Adrenalin alles ausrichten kann: ich schaffte es tatsächlich, durch die Tür zu krabbeln und sie zuzuhauen. Erstaunlicherweise kam niemand nach, und ich torkelte fast besinnungslos zum Runabout. Erst nach dem Schmerzmittel von Lhasa konnte ich wieder klar denken und meine ersten Worte verfluchten Anderson und schworen, ihn umzubringen, sobald ich wieder laufen könnte.

Umgebracht habe ich ihn dann doch nicht. Als ich ihm später am Buffet sagte, er sei ein unglaublicher Idiot und dass ich wegen ihm fast erschossen worden sei, meinte er, beim nächsten Male sei er gründlicher, damit es nicht beim "fast" bliebe. Ich war so perplex über seinen lebensmüden Satz, dass ich ruhig meinen Teller vollstapelte und ging. Vielleicht kann er nichts dafür, dass er verrückt ist. Vielleicht ist er auch einfach nur dumm, ich weiß es nicht. Aber als ich ihn so ansah, schmal und blass wie er ist, fiel mir auf, dass er nicht die geringste Chance hätte, in einer Prügelei gegen mich zu bestehen. Dann fiel mir weiter ein, dass ich nicht George bin und dass ich keine Schwächeren schlagen möchte, nur weil sie wahnsinnig sind. Glück für Anderson. Aber beim nächsten Mal haue ich ihn doch. Und mitnehmen tue ich ihn auch nicht mehr. Tja, so läuft es, wenn die Sternenflotte versucht, sich heimlich in einer Badlandkneipe einzuschleichen. Es war ein voller Reinfall, aber ehrlich: allein um der Schlägerei, der Situationskomik und Lloyds Gesicht beim Tanzen wegen war es das hundertmal wert. Ich denke, ich werde mit Officer Dumot ein Holoprogramm entwerfen, das genau diese Bar in den Badlands darstellt? Und dann lade ich alle ein. Nur den Typen mit der Sonnenbrille, den muss man direkt am Anfang erschießen.

Dawson, Ende.

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