Storyline

Excalibur Intermezzo

Persönliches Computerlogbuch - Lt. Commander Thomas Stafford

Sternzeit 06.05.2373, 19:35 - Europa - Erde. Drei Monate nach der Alpha Rhesus Mission

Das war mal wieder einer der Aufträge, die ich hasse. Detektivarbeit war noch nie so meine Sache. Aber ich sehe ein, dass die Aufklärung dieser Sache wichtig für den Fortbestand der Sternenflotte ist. Es ist wichtig, dass nicht jeder machen kann, was er will und ungestraft die Regeln bricht und Verrat übt. Die Motive sind hier eher erstmal sekundär. Dennoch bin ich kein Freund von diesen halboffiziellen Aufträgen, bei denen man dumm dasteht, wenn man erwischt wird und die FAST nichts bringen als Ärger. Doch die Entführung von Isabella Williams war uns allen sehr nah gegangen und somit war es recht einfach für den Admiral gewesen, den Captain zu diesem "Einsatz" zu überreden, obwohl das Oberkommando offiziell eine Untersuchung abgelehnt hatte. Nun gut... zum Wesentlichen...

Als ich mit Michael dieses Relikt aus der Vergangenheit für den Auftrag herrichten musste, hatte ich schon keine Lust mehr und ich war mir sicher, dass es Ärger geben würde. Zum Glück ging es dem Commander nicht besser als mir... na ja. Der Shuttleflug und die Fahrt mit der Magnetbahn waren zwar recht entspannend, doch das Gebäude ließ zu wünschen übrig. Sicher, es war ein Wohnturm aus dem 16. Jahrhundert, aber dass man die Mäuse mit unter Denkmalschutz gestellt hatte, war doch sehr lästig und schwer zu glauben. Überall hatten sich die kleinen Biester versteckt und liefen umher, während wir Terminals und Leitungen hin- und herschleppten. Am Mittwoch hatte ich die Nase voll und besorgte eine Katze. Das war wirklich eine gute Idee, denn am Freitagmorgen hatte der kleine Krieger einen Großteil der lästigen Nager eliminiert und sich dann aus dem Staub gemacht.

Wie auch immer, mit der Ankunft der restlichen Crew und der Kadetten waren wir dann auch mit unserer Arbeit fertig. Das Sicherheitsgitter war aktiviert und unsere kleine Zentrale im Dachbereich voll funktionsfähig. Dann kam die ganze Rasselbande, die sich auch auf unser Schiff beworben hatte. Angeführt von Cadet Stark nahmen sie brav Aufstellung und er meldete die vollzählige Anwesenheit. Einige, besonders Dawson, hatten diesen eigenartigen Blick in den Augen, den ich aus meiner Kadettenzeit noch kenne und der vorzugsweise dann auftritt, wenn man zuviel Synthohol kombiniert mit Alkohol getrunken hat. Nun... sollen sie doch ihre Zeit an der Akademie genießen, denn die bekommen sie nie wieder. Nur einer, und zwar Cadet Vinzenz Lloyd, hatte ein PADD mit Lernmaterial in der Hand und tat sein Bestes, um sich auf die Prüfung vorzubereiten. Ha, die Taktiker... gut der Mann... aber mehr dazu später.

Nach einer kurzen Einweisung vom Captain machten wir ein wenig Unterricht und gingen dann zum gemütlichen Teil über... meiner Geburtstagsnachfeier. Doch es wollte keine richtige Stimmung aufkommen und eine aufgezeichnete Übertragung von O'Neill mit der Geisel ruinierte dann die Feier vollkommen. Spät in der Nacht machten sich die Kadetten und wir dann noch daran, die von Admiral Williams überstellten Akten zu prüfen. Die kleine Aktenliste enthielt die Daten von Personen, die in letzter Zeit in irgend einer Art und Weise etwas mit der Akademie oder dem ALPHA RHESUS System zu tun gehabt hatten. Nach einer halben Stunde war ich mir sicher, dass die Hälfte der Leute höchstens an dem System vorbeigeflogen oder an der Akademie vorbeigegangen waren.

Letztendlich fanden Stark, Dawson und Drake eine Übereinstimmung bei unserem Freund Lieutenant O'Neill und einem gewissen Commodore Roberts, welche sich aufgrund von Parallelen im Mericor System festigte. Aber Beweise hatten wir natürlich keine. Ausserdem war der Mann hochdekoriert und sowas riecht förmlich nach Ärger. Doch dann schickte ich die fleissigen Ermittler ins Bett und erledigte noch ein paar Kleinigkeiten. Das endete damit, dass ich mich noch, etwas nachdenklich, mit einem Glas Wein auf die Veranda setzte und die Modernisierungspläne der Exeter durchging. Ausserdem ging mir das Geturtel von Michael und Jarvis auf die Nerven. Das hatte schon auf der Akademie nicht geklappt und auch jetzt wird es wieder in einem Desaster enden. Weiterhin schlich unser Doktor immer um unsere Counselor herum, was diese leider auch nicht störte. Die junge Trill war aber auch wirklich eine nette und sympathische Frau, die mir gut gefiel. Aber ich wollte mich da natürlich nicht reindrängen und in Konkurrenzkampf mit dem guten Doktor treten. Schon auf der Akademie war ich immer entweder zu ungeschickt oder zu höflich gewesen. Da hat... aber lassen wir das.

Der Samstag begann mit Unterricht, bei dem Dawson mal wieder ein Comic las. Ich habe keine Ahnung, was die junge Frau sich dabei denkt. Ein fundiertes Grundwissen ist doch von immenser Wichtigkeit bei der Sternenflotte und trägt großflächig zum Überleben bei. Aber gut... mehr als gut zureden kann man niemandem. Dann kamen die verhassten Personalgespräche. Bis heute kann ich nicht nachvollziehen, warum sich Michael immer so darauf freut. Briten sind schon merkwürdig. Wie üblich bekam ich als zweiter Offizier die Ergebnisse nur kurz mitgeteilt und durfte für die Zeit, die sie dauerten, die Kadetten trainieren. Aber wie ich immer sage... es stört mich nicht.

Na dann fasse ich mal zusammen:

Cadet 3rd Class Daniel Anderson
Er hat seinen Platz an Bord, aber Unteroffizier wird er wohl nicht werden. Wenn er sich etwas in den Griff bekommt, steht ihm aber alles offen, würde ich sagen. Vielleicht sollte er zur Sicherheit wechseln.

Cadet 3rd Class Enomis Rendlim
Sie kommt an Bord und hat ihre Zulassung zur vorgezogenen Unteroffizierspüfung. Ich kann es nicht fassen. Ausser Dawson gibt es kaum jemanden der weniger Disziplin an den Tag legt.

Cadet 3rd Class Cedric Drake
Obwohl der Mann alles hat, was ein guter Kommandooffizier braucht, hätte ich ihn, aufgrund seiner mehr als mangelhaften Diziplin, noch ein Jahr auf die Akademie geschickt. Ich zweifele aber nicht daran, dass er einen guten Abschluss machen wird.

Cadet 3rd Class Thomas McCullum
Was soll ich sagen? Solide und hilfsbereit. Hat seine vorgezogene Zulassung zur Offiziersprüfung und seinen Platz auf der Exeter.

Cadet 3rd Class John Jeremias Stark
Wie erwartet ist der Mann dabei. Er hat das Zeug dazu, Captain zu werden, wenn er seine Leistung durchhält.

Cadet 3rd Class Vinzenz Lloyd
Es war mir klar, dass er es schafft. Von der ganzen Rasselbande ist er zusammen mit Stark der Disziplinierteste. Hier gilt 'Offizier und Gentleman'. Ich hoffe nur, dass er nach seinem Abschluss ein wenig auflockert.

Cadet 3rd Class Adrian Kaleb
Der Doktor ist wohl zufrieden und der Commander auch. Er wird an Bord kommen und hat seine Zulassung zur vorgezogenen Unteroffiziersprüfung.

Cadet 3rd Class Vanessa Williams
Tja, die Frau tritt in des Vaters Fußstapfen. Ich bin froh, dass sie lockerer geworden ist. Sie wird Offizier und macht die Prüfung mit links, keine Frage.

Cadet 3rd Class Torwin Kyrill
Kam aus einer anderen Klasse, um seinen vorgezogenen Abschluss als CONN-Offizier zu machen. Ich bin sicher, dass er das auch irgendwann schafft. Ein lieber Kerl, an dessen Selbstbewusstsein wir aber noch etwas arbeiten müssen. Ich habe in meinen ganzen Leben noch nie so einen stillen und schüchternen Bajoraner gesehen.

Cadet 3rd Class David Drinkmann
Schade, schade... der hätte das Zeug zum Offizier. Kompetent, dynamisch und ein guter Pilot. Die Zulassung zur vorgezogenen Unteroffiziersprüfung und seine Versetzung auf die Exeter hat er in der Tasche. Ich bin sicher, dass er auch seine kleinen Probleme in den Griff bekommt.

Cadet 3rd Class Dawson
Kommt später....

Petty Officer 2nd Class O'Kenner
Ich führe ihn einfach mal auf, da es sich um einen Neuzugang handelt. O'Kenner ist ein OPS-Experte von der Frontaufklärung. Er macht einen überaus positiven und vor allem pflichtbewussten Eindruck auf mich. Es sind wohl alle froh, dass wir ihn im Team haben, da unsere 5 OPS Offiziere und Unteroffiziere alle auf der Wellington gestorben waren.

Nach den Personalgesprächen wurde der Captain von Admiral Williams zum HQ gerufen und Michael übernahm das Kommando und verschwand in der Überwachungszentrale. Ich war gerade dabei, den Kadetten etwas über Raumgefechte und Schiffe zu erklären, als ein kurzer Ausfall des Sicherheitsgitters gemeldet wurde. Da der Commander nicht auftauchte, gab ich kurzerhand das Kommando das Gebäude zu sichern. Die Kadetten bezogen schnell und präzise Stellung. Wenige Sekunden später erschienen auch schon die Verursacher auf der Bildfläche. Ein Andorianer und ein Halbbolianer stürmten das Haus. Nachdem sie auf die Anrufe nicht reagierten, wurden sie unter Feuer genommen. Der Bolianer hielt sich am Anfang erst im Hintergrund, da der Andorianer über ein Personenschutzschild verfügte. Ich wunderte mich noch, wo er das neue Gerät, das eindeutig nur von der Elite Force und sehr selten von wenigen taktischen Verbänden genutzt wurde, wohl her hatte und schaute beeindruckt zu, wie meine Phaserschüsse absorbiert wurden, als es dunkel wurde. Ich hatte ihm hinter einer Wand aufgelauert und genau getroffen. Er hatte sich einfach umgedreht, gegrinst und mich betäubt.

Als ich wieder zu mir kam, hatte er sich längst, zum Glück scheinbar erfolglos, zurückgezogen und den 2 oder 3 nicht betäubten Kadetten war es gelungen, den Bolianer gefangenzunehmen. Mittlerweile war auch der Commander wieder aufgetaucht. Er gab kurz einige Anweisungen und verschwand wieder. Bevor die Sicherheit eintraf hatten wir noch einige Minuten Zeit, welche wir zu einem Verhör nutzten. Dawson entpuppte sich dabei als Moralapostel und kritisierte immens die Standardverhörmethode der Tactical Force, obwohl dem Gefangenen dabei kein Haar gekrümmt worden wäre. Aber das muss wohl in ihrer Vergangenheit verankert gewesen sein, dass sie Verhöre nicht mag. Kein Wunder bei der Akte. Somit wechselten wir zum Sternenflottenprotokoll und bekamen lediglich heraus, dass die beiden Angreifer die uns überstellten Personaldaten vernichten sollten und dass sie Söldner waren. Dann traf die Sicherheit ein. Beim Abtransport schnappte sich der Gefangene einen von Anderson liegengelassenen Phaser und betäubte einen der Sicherheitsoffiziere. Er konnte zwar nicht fliehen, doch die beiden waren zurecht extrem verärgert und garantierten mir eine Meldung des Vorfalles. Dann passierte das Übliche... die beiden meldeten es ihrem Vorgesetzten, der faltete unseren Commander zusammen, dieser nahm dann mich in die Mangel und ich übernahm die Verantwortung und bekam einen Akteneintrag.

Ich war stinksauer über das Ganze, denn sowohl der Commander als auch die beiden Sicherheitsleute waren an dem Phaser vorbeigegangen, hatten nichts bemerkt und ich durfte es allein ausbaden, da ich ja bekanntlich mehr sehe als drei Leute zusammen. Sicherlich war ich mitschuldig aber... na ja, lassen wir das, denn immerhin hatte ich ja die volle Verantwortung übernommen. Dank des Captains war es nur ein Akteneintrag, was O'Reardon, der natürlich vollkommen unschuldig war, überhaupt nicht passte. Ich nahm mir vor, das später zu klären. Im Laufe des Abends bekamen wir dann ein 7 Tage altes Update der von uns untersuchten Personalakten, welche ja vor ca. 3 Wochen letztmalig aktualisiert worden waren, zum Vergleich. Weiterhin traf eine Meldung von O'Neill ein. Dieser gemeine Verräter ließ dann seine Wut über den gescheiterten Anschlag, der ja somit offensichtlich von ihm geplant oder zumindest ausgeführt worden war, an der armen Isabella Williams aus und warnte davor, dass wir bloß den Forderungen des Maquis nachkommen sollten. Dieser Feigling.

Nachdem wir uns von unserer Betroffenheit erholt hatten und feststellten, dass an den neuen Akten manipuliert worden war, überwand sich Dawson und verständigte mit der Zustimmung des Captains ihren Vater, um ihn um Hilfe zu bitten. Ich selbst war bei dem Gespräch zwar nicht dabei aber nach allem, was ich von den anderen hörte, muss der Mann kälter sein als ein sibirischer Winter und ein Vorbild an Zynismus und Gemeinheit.

Spät am Abend setzten wir uns noch gemütlich mit den Kadetten zusammen und erzählten so manche Geschichte aus unserer eigenen Akademiezeit, um ein wenig den Druck des vergangen Tages abzubauen. Der Pärchenbildung von O'Reardon und Terron, sowie dem Doktor und der Counsellor, gesellten sich Drake und Williams hinzu und Drake kümmerte sich den ganzen Abend brav um die Admiralstochter. Ich vermied es, mir darüber Gedanken zu machen und trank lieber ein wenig Wein.

Das einzig Lustige an der Sache war, dass der Erste und Terron von Drake am nächsten Morgen in einer sehr eindeutigen Situation geweckt wurden. Vormittags teilte uns Rear-Admiral Dawson mit, dass die Manipulation von einem Akademieterminal aus vorgenommen worden war und dass Commodore Roberts unter Beobachtung gestellt wurde. Weiterhin müssen die Gespräche mit ihrem Vater bei Dawson irgendetwas in Bewegung gesetzt haben, denn sie erklärte sich freiwillig bereit, fleissig zu lernen und ihre vorgezogene Unteroffiziersprüfung zu machen. Ich besorgte ihr dann einen Platz, wo sie ungestört lernen konnte und wünschte ihr viel Glück. Für ihren Vater tat sie das ganze bestimmt nicht und das war auch gut so. Ich hoffe nur, dass sie das Strandhaus meiner Eltern ganz lässt und wirklich lernt.

Wir sind jetzt alle von der Kadettenausbildung abgezogen worden, da sich unsere Klasse in der Prüfungsvorbereitung befindet und wurden der Abteilung für Sonderausbildung und Weiterbildung zugewiesen. Irgendwie ist das schade, denn trotz allem ist das eine feine Klasse, die so manche Erinnerung an meine eigene Akademiezeit geweckt hat.

....Computer...speichern und Ende.

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Persönliches Computerlogbuch - Jaqueline Dawson

Sternzeit 05.05.2373 oder so...

Computer - fertig? Kann ich loslegen? Alles klar!

Nach der spaßigen und feucht-fröhlichen Kurzparty in der Bahn (die gelungen war, obwohl Drinkmann immer etwas von "schrecklich langweiligem Fortbewegungsmittel" nuschelte und Lloyd permanent auf seinem PADD herumtippte) wurden wir an dem wohl nassesten und gammeligsten Platz in der ganzen Galaxie abgesetzt, irgendwo in Deutschland. Uns war zwar nach dem mehrmaligen Umsteigen irgendwo im strömenden Regen, der albernen Geheimnistuerei und dem mürrischen Bahnfahrer klar geworden, daß uns sicherlich keine "terranische Geschichte" erwarten würde, doch waren wir trotzdem überrascht, Captain Starkov und seine Crew im Inneren dieser prähistorischen Bretterbude vorzufinden. Gefreut haben wir uns alle, denke ich, auch, wenn wir Starkov umtaufen sollten in "Captain Energielos", denn überall, wo wir ihn bisher getroffen hatten, gab es noch nicht einmal ein anständiges Holodeck, geschweige denn Replikatoren oder Schallduschen! Na ja, was soll's: der Empfang war angenehm, auch, wenn wir direkt mit dem mitreissenden Unterricht von Commander O'Reardon konfrontiert wurden, der meinte, uns Neuigkeiten über Phaser und Photonentorpedos erzählen zu können. Tja, schlauerweise hatte ich mich an seine Worte beim letzten Mal erinnert, als er drohte, mit dem Thema Torpedos fortzufahren, falls er uns noch einmal sähe. Ich mag zwar faul sein, aber genau deshalb lerne ich auch nur das, was notwendig ist - zum Beispiel den Aufbau von Photonentorpedos! Meine beiden Vorträge, Phaser und Photonentorpedo, waren ein Volltreffer, ich glaube, der Erste und auch Stafford mußten ihre Kiefer kurzfristig vom Boden wieder abkratzen, vor allem, weil O'Reardon sich sicherlich darauf gefreut hatte, mich mal wieder vor den anderen zu blamieren und als mahnendes Beispiel darzustellen.... was für ein Fest!!

Stafford war dann mit Schiffskunde dran, noch ein wenig stinkig, glaube ich, wegen dem Comic, aber er ließ mich bei seinem Unterricht in Ruhe. Diese blöden Kähne sehen von unten doch alle gleich aus! Ich habe es ehrlich versucht, auf der Akademie einige Daten darüber zu lernen, aber wie immer bin ich dabei wohl eingeschlafen und inmitten einer Party wieder aufgewacht. Zufälle gibt es! Drinkmann, McCullum und die anderen haben den Unterricht dann aber freundlicherweise rausgerissen, die wußten bei jedem noch so kleinen Weltraumsplitter immer noch, welcher Schiffstyp da gerade zerfetzt worden war. Stafford war somit auch zufrieden und eröffnete seine Geburtstagsfeier mit Wein, Bier und Kuchen - toll, der Mann!! Selbst die anderen Langweiler der Exeter gesellten sich dazu und genossen das ein oder andere. Lt. Commander Terron und O'Reardon gurrten die ganze Zeit umeinander herum, so unauffällig wie zwei verliebte Teenager. Ach, Terror, wenn du wüßtest, was für einen Gefallen du uns damit tust!!

Die Feier wurde leider drastisch durch eine Nachricht von O'Neill, diesem Bastard, unterbrochen. Hat er doch tatsächlich eine Nachricht an Admiral Williams gesandt, mit einer Videosequenz von ihm selbst und des Admirals braver Tochter Isabella, die er die ganze Zeit mit einem Phaser bedrohte. O' Neil sagte etwas von wegen, die Sternenflotte könne sich auch mal bewegen oder so ähnlich, und Isabella schmetterte eifrig patriotische Sternenflottenparolen, aber was das sollte, war uns nicht ganz klar. Eine offensichtliche Forderung hat dieser Penner jedenfalls nicht ausgesprochen. Drake und Stark machten sich direkt daran, die Führung über unseren chaotischen Haufen zu übernehmen und begannen mit der Analyse der Aufzeichnung von O'Neill.

Irgendwie wurden wir bespitzelt, denn unsere Sicherheitssysteme meldeten Eindringlinge mit Disruptoren, aber gefunden haben die anderen, auch nach hektischem Ausschwärmen, niemanden. Der Captain lieferte uns schließlich mehrere drei Wochen alte Akten der Sternenflotte, auch unsere eigenen und die der Exeter-Crew, damit wir darin herumschnüffeln konnten. O'Neills und Degenhardts Akten waren auch dabei, Update kurz nach der Entführung von Williams, so daß wir schnell Gemeinsamkeiten feststellen konnten. Ich war zwar schon ziemlich betrunken, glaube ich, aber die anderen waren ja auch da und gemeinsam klappte die langweilige Recherche dann auch. Degenhardt und O'Neill waren beide 2371 in die Verteidigung des Mericor-Systems verwickelt, ein Umstand, der uns stutzig machte. Mit der Freigabe der Akten von den höherrangigeren Offizieren fanden wir dasselbe Mericor-System auch bei Commodore Roberts vor, der bei den dortigen Einsätzen wohl das Sagen hatte und zudem seine Familie dort verlor. Seine Frau und seine Tochter galten zunächst als vermißt, wurden jedoch seltsamerweise ein Jahr später, just da, wo die Entführung von Isabella Williams stattfand, für tot erklärt. Sollte die Entführung eine Kurzschlussreaktion auf unterlassene Rettungsaktionen und die Toterklärungen sein?

Wir interviewten Admiral Williams, besser gesagt, Angeber und Schaumschläger Drake tat es in unserem Auftrag, doch viel fanden wir nicht heraus. Irgendwie schien Admiral Williams uns nicht viel sagen zu wollen. Was hielt er zurück? Ist doch schließlich seine Tochter! Aber daß Familienbanden nicht viel zu sagen haben, weiß ich ja selbst nur zu gut. Vielleicht ist er ja ganz froh, wenigstens eine Tochter los zu sein.... Irgendwann war der Alkoholpegel zu hoch und der Abend zu spät, so daß wir auf Befehl von Stafford hin die Untersuchungen abbrachen. War sicherlich besser so, denn zuviel lesen schadet, wie ja allgemein bekannt ist.....

Computer - das reicht. Ich glaub', mir ist schlecht. Ich mach morgen weiter, puh. Ende."

Persönliches Computerlogbuch - Jaqueline Dawson

Sternzeit 07.05.2373, guten Morgen!

Bin ich froh, daß ich die Aufzeichnungen von Vorgestern wiedergefunden habe! Beinahe hätte ich das ganze in den öffentlichen Teil gestellt, weil Edwards, der Idiot, die Kirschen von der Schlammbowle nach altem Rezept fast zwei Monate lang vorher in Wodka eingelegt hatte. Zum Glück hat das auch am nächsten Tag keiner kontrolliert. Aber betrunken sollte man keine Einträge in Logbücher vornehmen, das weiß ich jetzt. Also, Computer, weiter in meinem PERSÖNLICHEN Logbuch. Wo war ich stehen geblieben? Ach ja, Alkoholpegel, Freitag....

Der Samstagmorgen war hart. Vanessa Williams entpuppte sich als Frühaufsteherin, Drake als Schreihals und Lloyd als unglaublicher Streber, da er noch im Bett damit anfing, Taktik zu lernen und auf seinem PADD herumzutippen. Irgendwann entreiße ich ihm das Mistding und schmeiß es unter die Magnetbahn. Zudem war mir die Maus, die ich umbringen wollte, weil sie die ganze Nacht unter meinem Bett hergetapst war und die Wand angefressen hatte, die ganze Nacht durch verschiedenste Mauselöcher im Fußboden entwischt. Was für eine Baracke! Wenigstens der Counselor und Kaleb hielten die Klappe, der Counselor wohl eher wegen akuter Halsschmerzen.

Der Unterricht begann zähfließend. Ich langweilte mich zu Tode und hatte bis zum Mittag keine Ahnung, worum es überhaupt ging. Nicht, daß es mich interessiert hätte.... Nur das Nahkampftraining mit dem Sicherheitschef von Admiral Williams war einigermaßen erträglich, aber Rendlim, die ich mir ahnungslos als Kampfpartnerin herausgesucht hatte, alberte die ganze Zeit dermaßen herum, daß ich sie beinahe wirklich verhauen hätte, wenn Drinkmann nicht dazwischen gegangen wäre. Wenn sie im Ernstfall auch nur dumm lacht, dürfte sie ziemlich schnell tot sein - aber dann wäre wenigstens Ruhe! Mit den Forschungen waren wir auch nicht weitergekommen, doch freundlicherweise überfielen uns ein Halb-Bolianer und ein Andorrianer, die uns ungewollt in der Sache Isabella Williams weiterhalfen. Nachdem diese beiden uns nämlich fast allesamt mit ihren Phasern betäubt hatten (Kunststück, mit einem Personenkraftfeld geschützt könnte ich auch ein Haus mit mehreren Kadetten erstürmen!), gelang es uns, den Halb-Bolianer gefangen zu nehmen.

Stark und Stafford hatten zunächst eine etwas andere Einstellung zu Verhören als Drake und ich, doch durch vehementen Widerspruch gelang es uns, Stafford davon zu überzeugen, daß in der Sternenflotte so was nicht gestattet ist. Ausgerechnet ich mußte etwas von Sternenflottenvorschriften faseln! Nicht, daß ich Ahnung davon gehabt hätte, aber ich erinnere mich nur zu gut an das Gefängnis von Paris, die endlosen Verhöre, die hinterlistig gestellten verbalen Fallen und die scheinbaren Versprechungen und Drohungen, mit denen man versuchte, ein angebliches Geständnis von mir zu erhalten. Wer einmal von mehreren Polizisten in ein Kreuzverhör genommen wurde, kann ungefähr erahnen, warum ich gerade das Böser-Cop-guter-Cop-Spiel von Stark so daneben fand. Ich hasse so was. Irgendwann verspricht man sich nämlich auf jeden Fall. Der Bolianer erzählte uns schließlich, trotz der nun angenehmer gestellten Fragen, daß er und sein Kumpane Daten vernichten wollten, die sich in unserem Besitz befanden. Natürlich forderten wir daraufhin sofort die aktuellen Personalakten an, um nachzuschauen, ob die neuen Akten verändert worden waren. Sonst hätte sich kein Sinn aus dem Überfall und der gewollten Vernichtung der alten Daten ergeben.

Als die Sicherheit der Sternenflotte kam, um den Gefangenen abzuholen, gelang es dem Blaukopf tatsächlich fast freizukommen, indem er einen herumliegenden Phaser zu fassen bekam und einen der Sicherheitstypen umballerte. Obwohl es eine ernste Situation war, platzte ich fast vor Lachen, weil es dem Spießer von der Sicherheit schon Recht geschah, auf dem Boden herumzuliegen und sich aufzuregen. Bestimmt bekommt der irgendwann einen Herzanfall, und es wird eine Stelle für mich frei! Dummerweise hatte Anderson den Phaser dort liegengelassen, so dass er und auch Stafford später einen Mordsanschiss von O'Reardon bekamen. Der Captain war während des Vorfalls nicht anwesend, da er Admiral Williams aufgesucht hatte, um weitere Informationen zu erhalten. Was soll's. O'Reardon und Stafford haben so laut hinter verschlossener Tür herumgebrüllt, dass man sich sehr gut vorstellen konnte, wie sie beide grinsend bei Kaffee und Kuchen da saßen und für die Kadetten ein Schauspiel abzogen. Ich glaube nicht, dass der Erste Stafford tatsächlich so runtermachen würde. Sonst hätte er das ja gleich vor versammelter Mannschaft tun können. Gehört hat man ja eh alles. Für Anderson war das ganze sicherlich wesentlich unangenehmer...

Apropos unangenehm: am Nachmittag mußten wir alle nacheinander vor das ach so erhabene Komitee der Exeter treten und ein Personalgespräch führen! Wäre ich nicht so verzweifelt gewesen und hätte nicht unbedingt auf die Exeter gewollt, weil der Captain mir Asyl gewährt hatte - ich hätte diesem Drecksack von O'Reardon kein Wort von meiner Verhaftung, meinem Vater und all dem trübseligen Kram erzählt! Das habe ich ihm auch zu Beginn des Gesprächs klar gemacht, aber er hat wieder nur sein süffisantes Lächeln aufgesetzt, mit dem er mir verdeutlichte, daß ich auf ihn angewiesen war, falls ich jemals einen Fuß auf die Exeter setzten wollte. Nach dem Gespräch fühlte ich mich wirklich elend, weil ich mir selber schon so ungern eingestehe, warum ich eigentlich in der Sternenflotte bin, und erst recht vermeiden wollte, es je einem wie dem Ersten erzählen zu müssen. Bestimmt fühlt er sich jetzt darin bestätigt, daß ich auf der Exeter nichts zu suchen habe und überhaupt in der Sternenflotte nicht. Und dabei liegt er auch noch richtig.

Der Counselor sammelte mich in meinem Quartier wieder auf und vollbrachte tatsächlich Wunder, indem sie sich einfach mit mir freundlich unterhielt. Eigentlich hasse ich solche Psychogespräche noch viel mehr, aber sie hat eine Art, die einen alles herunterrasseln läßt, was einem durch den Kopf geht und wie Zentner auf der Seele liegt. Sie hat weder gelacht, noch mir Vorhaltungen gemacht. Irgendwie tat es gut, obwohl ich mir ziemlich bloßgestellt vorkam. Ich habe dann schnell das Thema auf Drinkmann gelenkt, denn er sollte auch noch in ein Counselor-Gespräch, nach dem entschieden werden sollte, ob er eine Flugerlaubnis oder nicht erhalten würde. Ich hoffe, meine Argumente für die Fliegerei und für Drinkmann haben etwas bewirkt! O'Neill schickte uns dann eine zweite Nachricht, indem er durch Folterung von Isabella Williams deutlich zu verstehen gab, daß er mit der Festnahme bzw. Vertreibung seiner beiden zu uns gesandten Handlanger nicht einverstanden war. Ich erschieße ihn einfach, wenn ich ihn sehe! Wir alle waren ziemlich betroffen und schockiert. Besonders Vanessa Williams war reichlich durcheinander, aber das war ja auch zu erwarten gewesen.

Die neuen Akten, die bald eintrafen, waren tatsächlich geändert: der Name des Mericor-System war ausradiert. Unglaublich, wie plump einige Verbrecher vorgehen! Der Zusammenhang und dringende Tatverdacht bezüglich Commodore Roberts, O'Neill und Degenhardt war nun äußerst dringend. Tja, da war ich also ausnahmsweise mal auf der richtigen Seite des Gesetzes tätig! Doch anstatt daß ich als Kommissar Dawson endlich meine Ruhe hatte, fand ich mich selbst freiwillig an dem Ende einer Verbindung wieder, auf dessen anderer Seite zunächst das schmierige Vorzimmer Halmström zu ertragen war und dann mein Vater. Wer keine Probleme hat, macht sich welche. Ich glaube, daß niemand nachvollziehen kann, wie schlecht mir da an dem Kommunikator zumute war. Nun ja, als "Kommissar" der Guten hat man halt Pflichten, und dazu gehört, daß man, wenn eine Geisel mit einem Schweißgerät bearbeitet wird, seinen verdammten Stolz und seine Wut beiseite schubst und auch die unangenehmsten Gespräche führt, wenn damit auch nur eine winzige Chance besteht, der Befreiung der Geisel näher zu kommen. Ich glaube, als Verbrecher war die Welt einfacher.....

George war natürlich wie immer ein Arschloch. Er war kalt, distanziert und voller spitzer Ironie, dieselbe, mit der er mich auch sonst immer heruntermacht. Ich hätte ihn permanent durch die Verbindung schlagen können, aber ich denke, das beruhte auf Gegenseitigkeit. Er unterbrach das Gespräch, ohne ein Wort des Abschieds und ohne auch nur einmal nachgefragt zu haben, ob es mir gut geht oder so. Aber was rege ich mich immer wieder darüber auf? Ich hätte kotzen können. Das Gespräch ergab immerhin, daß mein Vater stinkig darüber war, daß jemand es gewagt hatte, Personalakten zu fälschen. Wenn er richtig sauer ist, arbeitet er umso besser, zumindest lässt er dann nicht locker, bis er den Unrat samt Verursacher beseitigt hat. Die Akten waren von einem Terminal in Raum B23 im Westflügel der Sternenflottenakademie verändert worden. Für die Änderungsberechtigung hatte man den Code eines bereits verstorbenen Admirals wieder aktiviert. George war also an der Arbeit und wir - ja wir feierten weiter, zum einen, um unseren Frust zu ersäufen, zum anderen, um einer äußerst interessanten Pärchenbildung zuzuarbeiten: Terron baggerte weiterhin unverfroren O'Reardon an (Bajoraner müssen wahre Masochisten sein!), der Doc hielt Händchen mit dem Counselor und Drake kümmerte sich rührend um die arme, hilflose und verzweifelte Williams. Es war somit eine gelungene Feier!! Tatsächlich fand ich noch ein paar Leute, die ohne erhöhten Hormonspiegel genau wie ich versuchten, dem Absturz entgegenzusteuern. Drinkmann, Stafford und der Captain taten ihr bestes, den restlichen Alkoholvorrat zu vernichten und den Abend mit äußerst interessanten Anekdoten aus der Kadettenzeit zu erheitern. Jaja, Offiziers-Tee, Blumenbeete und Klingonenteddys........

Computer: hier mache ich besser noch eine Pause, bevor mehr Peinliches ans Tageslicht tritt! Speicher das ganze bloß gut weg! Ende.

Persönliches Computerlogbuch - Jaqueline Dawson

Sternzeit 10.05.2373, schönen Tag auch!

Ein eisgekühlten Drink in der Hand, Füße hochgelegt auf der Veranda... ehrlich, das Strandhaus von Staffords Daddy ist wunderbar!! Äh, wo wollte ich anfangen? Ach ja, Sonntag.....

Diesmal war Drake als erster wach. Zum Glück nicht so früh, zum Glück nicht so laut. Es begann schon wieder mit Unterricht, diesmal Erstkontakt mit Lieutenant HabdenNamenvergessen, der erstaunlicherweise doch reden konnte, obwohl es mich verwunderte, daß gerade der Stillste der Exeter-Crew die Vorlesung über Kommunikation hielt, aber was soll's. Stille Wasser sind tief, und interessanter war die Vorlesung dadurch auch nicht. Nachdem ich mehrmals eingeschlafen war und der Restalkohol sich ein wenig verflüchtigt hatte, mußten wir Kadetten alle in ein weiteres Gespräch mit der Führungscrew der Exeter. Spontan war mir wieder schlecht, weil ich keine Ahnung hatte, ob O' Reardon mich vor dem Captain runtergemacht hatte oder nicht, aber Starkov hatte ja versprochen, mir Asyl zu gewähren. Und Starkov würde - vielleicht zwar mit Bedingungen, aber immerhin - sein Wort halten, da war ich mir sicher. Man empfing mich tatsächlich herzlichst wie gestern, ein Stuhl für den armen Kadetten vor dem Tisch, die Offiziere alle dahinter - wie beim Verhör. Irgendwie fehlte noch die blendende Lampe....

Tja, und dann verblüffte Starkov mich wieder, so wie er es immer tut, wenn er sich mit mir unterhält: Er schockte mich erst damit, daß er mir eröffnete, er wolle keinen Crewman Dawson an Bord (und ich bekam einen Heidenschreck, tauchte doch gleich vor meinem inneren Auge die hübsche Arrestzelle in Paris auf), um dann leicht lächelnd darauf zu bestehen, mich zur Unteroffiziersprüfung anzumelden! Oh Mann, das war wirklich ein Wunder! Kurz fühlte ich mich unangenehm an meinen Vater erinnert, der mir auch immer Vorschriften zu meiner Karriere macht, aber dann warf O'Reardon, das Drecksstück, süffisant ein, er würde nicht daran glauben, daß ich die Unteroffiziersprüfung je schaffen würde. Pah! Von wegen, er würde schon sehen! Und es ist doch schon was anderes, wenn Starkov etwas wünscht oder mein Vater befiehlt (denn mein Vater kann mich mal!!!). Besonders gefreut hat mich dann auch, daß Drinkmann seine Flugerlaubnis nicht entzogen bekommen hat. Ich glaube, er konnte es selber noch nicht fassen, aber glücklich war er schon, das sah man ihm an. Der Unterricht plätscherte weiter, doch dann kam die Sache mit meinem Vater. Mir ist noch nie - ok, fast noch nie - eine peinlichere Sache zugestoßen. George meinte (auf seine unnachahmliche Art per Verbindung an alle), die Kadetten "ungewollt ein wenig für ihre Bemühungen im Falle Williams loben zu müssen". Ich hätte sterben können, weil die anderen so entsetzt guckten und mich fragten, ob diese "freundliche" Stimme am anderen Ende tatsächlich mein Vater sei. Zudem bemerkte Stark, der Blödmann, auch noch laut und ironisch durch den Raum, daß mein Vater mich wohl nie besonders loben würde. Beim nächsten Mal haue ich ihm die Zähne für so eine Bemerkung ein!! Es war schrecklich. Doch damit nicht genug, machte George noch nebenbei den Captain runter, indem er ihm drohte, falls einer der Kadetten etwas von den Geschehnissen der letzten Tage verlauten ließe, würde er ihn fertig machen.

Super. Soviel zum guten Start auf der Exeter. Jetzt hatte mein neuer Captain gleich meinen Vater am Hals, was ihn sicherlich höchst erfreute.... Immerhin eröffnete George, daß Commodore Roberts keinen Schritt mehr tun könne, ohne observiert zu werden, da sich der Verdacht gegen ihn verstärkt habe. Also hatte der Streß und die Peinlichkeiten wenigstens etwas bewirkt! Fertig war mein Vater allerdings immer noch nicht. Er ließ mir durch sein schleimiges Vorzimmer Halmström ausrichten, daß er sich darauf freue, daß ich noch nicht einmal meine Crewman-Prüfung schaffen würde. Das war's. Ein netter, persönlicher, wertschätzender und aufmunternder Gruß von der Familie. Wie ich ihn für so was hasse!!! Ich war so wütend, daß ich von Terrors Vorlesung nichts mitbekam, sondern statt dessen noch einmal meinen Vater kontaktierte, um ihm zu fragen, was die Aktion mit dem Vorzimmer sollte. Na ja, seine Reaktion hätte ich mir denken können: Er schrie so laut seine alte Litanei durch den Kommunikator, von wegen ich sei eine Schande für die Sternenflotte, für die Menschheit und überhaupt, daß ich kaum ein Wort verstand. Ich beendete das Geschreie schließlich damit, daß ich ihm sagte, er könne mich mal. Zum Glück bot mir Stafford danach das Strandhaus seines Vaters als Zuflucht zum Üben an...

Computer, danke, das war's. Jetzt gehe ich raus an den Strand vor Staffords Hütte und lerne. Ja, tatsächlich. O'Reardon soll sich gar nicht erst bestätigt fühlen und George auch nicht! Stafford hat sich ja auch für mich eingesetzt, und den will ich auch nicht blamieren. Ich habe ja noch fast drei Monate, um vier Jahre nachzuholen bzw. vorzuarbeiten... oh Mann. Hach, obwohl - der Strand, die Sonne...... Ende!"

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