Storyline

Excalibur Con 1

Alpha-Rhesus 2, ein Klasse-M Planet, der erstmals für Ausbildungs- und Weiterbildungszwecke genutzt wird. Vor einem Monat wurde eine alte Anlage auf diesem Planeten zur Nutzung freigegeben. Neugierig schauen die Kadetten der Sternenflottenakademie aus den Fenstern der U.S.S. Pretender, einem alten Versorgungsschiff der Sternenflotte, welches zum Transportdienst für die Akademie abgestellt wurde, als das Schiff in die Umlaufbahn einschwenkt. Angeblich soll die Ausbildung hier etwas besonderes beinhalten. Eine Gruppe von Sternenflottenoffizieren steht ebenfalls nachdenklich in der Messe. Niemand konnte ihnen sagen, warum sie zum Ausbildungsdienst eingeteilt wurden, während ihr Schiff auf der McKinley-Station überholt wurde. Dann hört man die Anweisung des Captains der Pretender: "Personal und Kadetten für Alpha Rhesus 2... bitte begeben Sie sich in die Transporterräume 1 und 2. Ich bitte um Beeilung, da uns das Transportfenster nur 15 Minuten Zeit gibt..."

Persönliches Computerlogbuch von Lt.Cmdr. T. Stafford (Taktischer Offizier U.S.S. Exeter; AUSZUG)

Mein Name ist Lt. Commander Thomas Stafford. Ich war zweiter Offizier und Offizier für Taktik und strategische Operationen auf der U.S.S. Wellington, einem Schiff der Akira Klasse, welches im November 2372 gegen das Dominion verloren ging. Unser Kommandant, Captain Sergej Starkov, kämpfte hier eine große Schlacht und nur ihm ist es zu verdanken, dass von den 450 Besatzungsmitgliedern wenigstens noch 107 am Leben sind. Nachdem wir von einem Bergungskommando zur Erde zurück gebracht worden waren, erhielten wir überraschend schnell eine neue Zuteilung. Unser Auftrag lautete, die U.S.S. Exeter, ein altes Schiff der Ambassador Klasse, von einer vulkanischen Raumbasis abzuholen und zur Modernisierung und Modifikation zur McKinley-Station zu bringen. Später sollten wir das Schiff dann auch übernehmen, da die ehemalige Crew wegen Unfähigkeit versetzt worden war. Unsere verbliebene Crew sollte für diese Mission vollkommen ausreichen. Neuzugänge würden erst innerhalb der nächsten Zeit eintreffen. Nur zwei neue Besatzungsmitglieder wurden uns zugeteilt. Lieutenant (JG) Larissa Caylan, eine junge Trill; als neuer Schiffs-Counselor und ein Master Chief Petty Officer Oesterberg als Unterstützung für den Kommandobereich. Der Chief hatte eine interessante Akte, da er der Kommandoabteilung, welche den Aufbau der "Elite Force" organisiert hatte, zugeteilt gewesen war und dort wichtige Stabsarbeit geleistet hatte. Er war auch vom Oberkommando für eine Beförderung zum Ensign vorgesehen. Das musste also ein fähiger Mann sein. Der Counselor war noch sehr jung und sie musste gerade mit ihrer Ausbildung fertig sein, da in ihrer Akte noch keine Einsätze verzeichnet waren.

Nachdem wir diese Mission hinter uns gebracht hatten, erhielten wir einen sehr eigenartigen Auftrag. Für die Zeit der sechsmonatigen Instandsetzungsarbeiten an der Exeter wurden wir der Sternenflottenakademie als Ausbilder zugeteilt. Der Befehl war von einem Captain Hathaway von der Sternenflottenakademie unterschrieben und völlig in Ordnung. Nachdem uns unser über diesen Befehl sehr verwunderter Captain die Sachlage geschildert hatte, brachen wir zu einer 3-tägigen Ausbildungsmission auf. Die U.S.S. Pretender, ein altes Föderationstransportschiff, brachte uns zum Ort des Geschehens und zwar nach Alpha Rhesus 2, einem angeblich unbewohnten Klasse M Planeten. Vorab hatte Captain Starkov, in weiser Voraussicht, ab dem zweiten Tag ein Runabout für Notfälle zu diesem Planeten beordert, da dorthin sonst keine Subraumkommunikation möglich war. Dann beamten wir auf den Planeten und setzten damit unbewusst viele Hebel in Bewegung.

Zu dem eingeteilten Team gehörten neben unserem Captain meine alten Freunde, Commander O'Reardon (unser erster Offizier) und Lt. Commander Terron (unsere Chef-Wissenschaftlerin) . Mit den beiden letztgenannten hatte ich meine Akademiezeit verbracht und sie vor kurzem erst an Bord der Wellington wiedergetroffen. Lt. Cmdr. Terron war damals eine der ersten Bajoranerinnen in der Sternenflotte gewesen. Hinzu kamen Lieutenant Mersdonk (unser Chefingenieur), Lieutenant T'Opak (unsere vulkanische Sicherheitschefin), Lieutenant Caine (unser leitender medizinischer Offizier) und unser neuer Counselor, Lieutenant (JG) Caylan. Master Chief Oesterberg wurde dem Team ebenfalls zugeteilt, damit wir den Mann besser kennenlernen konnten. Ausserdem hatte der Captain geplant, die lange fällige Beförderung des Chiefs vorzunehmen. Für das leibliche Wohl sollten unsere beiden Chiefs O'Laighlan und Wallace sorgen, die schon längere Zeit unter unserem Captain als Köche dienten. Wallace ist ein ehemaliger Operationsexperte und O'Laighlan war früher einmal Chefsanitäter gewesen. Die beiden gehören dem Volk der El-Aureaner an und hatten schon unter Captain Kirk gedient. Wie üblich bekam ich - als Zweiter Offizier - die Akten der Kadetten und die des von der Akademie gestellten Sicherheitspersonals als letzter zu sehen und wie üblich ignorierte ich diese Tatsache und schaute die Unterlagen nochmal aufmerksam durch.

Die 2 / 743 war eine interessante Klasse. Gleich zwei Admiralstöchter waren unter den Kadetten.

Cadet 3rd Class Vanessa Williams
Die Tochter des Kommandeurs der 6ten Flotte. Ihre Schwester Isabella war zur gleichen Zeit mit der Klasse 2 / 742 auf dem Mars. Nach dem ersten Eindruck war sie freundlich, ruhig und fleissig, mit einer tadellosen Akte. Der angestrebte Abschluss ist natürlich Kommandooffizier.

Cadet 3rd Class Jacqueline Dawson
Die Tochter von Rear-Admiral Dawson, dem stellvertretenden Oberbefehlshaber der Sternenflottensicherheit. Sie ist das krasse Gegenteil zu Williams. Frech, vorlaut und faul. Leichte und mittlere Verstöße durchziehen ihre Akte wie ein roter Faden. Ihr angestrebter Abschluss ist Crewman im Bereich Sicherheit. Aber so eine Akte ist nicht immer das Maß aller Dinge.

Cadet 3rd Class Cedric 'CiDi' Drake
Offiziersanwärter für den Bereich Kommando. Ein aufgeweckter junger Mann. Etwas zu vorlaut aber mit guten Führungseigenschaften gesegnet. Die Akte ist in Ordnung.

Cadet 3rd Class Thomas McCullum
Auch Offiziersanwärter für den Kommandobereich. Die Akte ist akzeptabel. Meiner Meinung nach ist der Mann zu ruhig aber wir werden sehen.

Cadet 3rd Class Enomis Rendlim (Halb- El-Aureanerin)
Unteroffiziersanwärterin für den Technikbereich. Eine freundliche junge Frau mit guten Vorraussetzungen aber leider sehr hektisch und mitteilungsbedürftig.

Cadet 3rd Class Daniel Anderson
Ebenfalls Unteroffiziersanwärter für den Technikbereich. Die Akte ist in Ordnung. Mit der richtigen Förderung kann dieser junge Mann einmal ein sehr guter Ingenieur werden, auch wenn er wie Cadet Rendlim ein Hektiker ist.

Cadet 3rd Class Adrian Kaleb (vereinigter Trill)
Noch ein Unteroffiziersanwärter. Der junge Mann hat beantragt, vom Kommandobereich in den medizinischen Bereich zu wechseln. Macht einen sympathischen Eindruck und scheint sehr engagiert zu sein.

Cadet 3rd Class John J. Stark
Der vierte Offiziersanwärter in dieser Klasse. Will auch Kommandooffizier werden. Absolut korrekt und sehr redegewandt. Meiner Meinung nach hat er alle Vorraussetzzungen, die ein Führungsoffizier benötigt.

Cadet 3rd Class Daniel Drinkmann
Unteroffiziersanwärter und anstrebender Shuttlepilot. Wenn er seine etwas zu lockere Art in den Griff bekommt, sehe ich hier keine Probleme.

Cadet 3rd Class Robin Clerens
Technikerin. Hat sich noch für keine Laufbahn entschieden und ist sehr still. Abwarten.

Cadet 3rd Class Connor Mac Rogers
Hat eine Akte, die Dawson wie einen Engel aussehen lässt. Er will einmal Offizier für den Bereich Technik werden. Obwohl ich eigentlich eher einen eigenen ersten Eindruck begrüße, frage ich mich, warum man diesen Mann überhaupt zur Akademie zugelassen hat, da er auch vor seiner Aufnahme eine recht bunte Karriere vorzuweisen hat.

Cadet 3rd Class Vinzenz Lloyd (Halbbetazoid)
Ha, ...ein Taktiker. Lloyd möchte Offizier werden. Ruhig und überlegt mit einer tadellosen Akte. Ich bin sehr gespannt.

Sonstige Akten:

Lieutenant O'Neil (Halbbetazoid)
Sicherheitschef auf Alpha Rhesus 2. Er wurde direkt von der Sicherheit der Akademie geschickt. Ich habe die Akte dreimal gelesen und irgend etwas kommt mir merkwürdig vor. Ich weiss nur noch nicht genau was. Warum hat man nur auf eigenem Sicherheitspersonal bestanden? Im Großen und Ganzen macht er aber einen recht zuverlässigen Eindruck. Scheint ein Einzelgänger zu sein.

Chief Petty Officer Degenhart
Der Stellvertreter von Lt. O'Neil. Die beiden sind seit geraumer Zeit ein Team. Im Gegensatz zu seinem Vorgesetzten scheint er recht offen zu sein. Ich werde ihn, genau wie O'Neil, im Auge behalten.

Master Chief Petty Officer Thoran Oesterberg (Halbbetazoid)
Chief Oesterberg wurde unserer Crew erst kürzlich für die Abholung der Exeter zugeteilt. Er war vorher Mitglied der Stabsabteilung für den Aufbau der 'Elite Force' gewesen, welche nach Indienststellung dieser Spezialeinheit wieder anderen Bereichen zugeteilt wurde. Nach seiner Akte hat er dort sehr gute Arbeit geleistet. Er scheint eine Vorliebe für klingonische Kultur zu haben und hat eine Faszination für den Kampf und der damit, angeblich, verbundenen Ehre entwickelt, die ich absolut nicht teilen kann. Ansonsten macht er stets einen kompetenten und korrekten Eindruck.

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Bericht von Cmdr. M. O'Reardon (Erster Offizier U.S.S. Exeter; AUSZUG)

Wir beamten auf die Planetenoberfläche, ganz in die Nähe des Sternenflottenstützpunkts und wurden dort von Lt. O'Neil und Senior Chief Degenhart begrüßt. O'Neil stellte sich als Sicherheitsoffizier vor, Degenhart war seine rechte Hand. Wir bezogen unsere Quartiere, die uns zugewiesen wurden, und hielten dann eine erste Offiziersbesprechung im Kommandoraum ab. Die Kadetten hatten solange Freizeit und zogen sich in das Casino zurück. Da es auf dem Planeten bereits Abend war, bereiteten die Chiefs O'Lachlan und Wallace das Abendessen zu. Hätte ich gewusst, WAS sie zubereiten, hätte ich von der Pretender eine zusätzliche Feldration mitgenommen. Es gab Gagh - lebend! Aber todesmutig probierten alle davon.

Nach dem Essen führten wir einen Stubenappell durch und zu meiner Überraschung waren alle Kadetten sehr ordentlich. Lediglich die Tatsache, dass Kadett Dog'Ma einen kleinen Generator in seinem persönlichen Gepäck hatte, wunderte uns. Im weiteren Verlauf des Abends führten wir ein taktisches Training durch. Zuerst gab es einen Alarm, dass das Gebäude von aussen angegriffen wurde. Nach der (verbesserungswürdigen) Waffenausgabe stürmten die Kadetten nach draussen und boten ein hervorragendes Ziel. Es war selbstverständlich, dass sie sofort ausgeschaltet wurden. Hier besteht noch viel Lernbedarf.

Den Rest des Abends hatten die Kadetten frei. Am nächsten Morgen frühstückten wir ausgiebig, beim anschließenden Morgenappell erklärte Captain Starkov den weiteren Tagesablauf und beförderte MCPO Oesterberg in den Rang eines Ensign. Dann begann der Unterricht, Captain Starkov und ich hielten eine Lehrstunde über die erste Direktive. Im Anschluss folgte Unterricht in Physiologie (Lt. Caine) und Geologie (Lt.Cmdr. Terron). Nach dem Mittagessen erkundeten einige Trupps die Gegend. In dieser Zeit kam es zu einem Zwischenfall: Die Kadetten Dawson und Williams waren zusammen mit Lt. O'Neil und Chief Degenhart unterwegs, als diese sich von der Station entfernten, Dawson betäubten und Vanessa Williams entführten. Captain Starkov übergab daraufhin Ensign Oesterberg das Kommando über die Station, während er, ich, Lt.Cmdr. Stafford, Lt.Cmdr. Terron, Lt. T'Opak und Lt. Mersdonk die Verfolgung aufnahmen. Lt. Caine und Lt. jg. Caylan blieben auf dem Planeten zurück.

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Bericht von Ens. T. Oesterberg (Kommandooffizier auf der U.S.S. Exeter; AUSZUG)

Als die Situation klar war, entschlossen sich die Führungsoffiziere den Planeten zu verlassen und das Maquis-Schiff zu verfolgen. Ich sollte das Kommando übernehmen und die Stellung halten. Ich musste nun viele wichtige Entscheidungen treffen und die Kadetten machten mir meine Arbeit nicht gerade leichter. Besonders Kadett Dawson war mit meinen taktischen Entscheidungen nicht zufrieden und verkündete dies immer wieder lautstark. Nachdem ich die Kadetten in Zweiertrupps eingeteilt hatte und befohlen hatte, die Türen, Fenster und Vorhänge zu schließen, die Tür zum Casino (welches nicht über Vorhänge verfügte) mit dem Rahmen mittels Phaser zu verschweissen und ihnen erklärt hatte, beide Ausgänge zu bewachen und im Haus zu patrouillieren, versuchte ich ebenfalls alles im Auge zu behalten. Immer wieder musste ich die Kadetten auffordern, sich im Haus zu verteilen und die Augen offen zu halten - ausser Kadett [Bitte Namen melden!] und Kadett [Bitte Namen melden!], die ihre Aufgabe sehr gut erledigten. Da einige Kadetten es nicht im Haus auszuhalten schienen und mich baten, vor die Tür gehen zu dürfen, erlaubte ich zwei Kadetten und später noch einem dritten, kurz vor dem Haus Wache zu halten, um die Moral zu verbessern. Leider nutzten einige Kadetten dieses Entgegenkommen aus und ich musste immer wieder Kadetten befehlen, ins Haus zurück zu gehen, damit wir im Falle eines Angriffs nicht zu viele Ziele vor der Tür hatten.

Als dann auch noch Einheimische (die es ja eigentlich gar nicht geben sollte) zum Haus kamen, befahl ich allen Kadetten ins Haus zu kommen, verschloss die Tür und wir verhielten uns still. Da die scheinbar primitiven Einheimischen jedoch nicht abziehen wollten, holte ich mir Rat von den Chiefs, wie wir nun vorgehen wollten. Sie empfahlen mir, sie abzulenken und sie dann von hinten zu betäuben und weg zu bringen. Dies erschien mir auf den ersten Blick als gute Entscheidung, da die Einheimischen unseren Scanner und somit unsere Sicherheit gefährdeten. Als mich dann der Counselor nochmal auf die Erste Direktive aufmerksam machte und empfahl abzuwarten - selbst wenn das hieße, den Scanner zu verlieren - musste ich ihr Recht geben und wollte die Aktion abbrechen, doch es war bereits zu spät und die Chiefs brachten die bewusstlosen Einheimischen zusammen mit dem Doktor in den Wald.

Nach einiger Zeit kamen die Eingeborenen jedoch wieder und wir stellten fest, dass sie eine hohe Intelligenz besaßen und mit dem Häuptling sprechen wollten. Da sie auch diesmal nicht weichen wollten und sie scheinbar mitbekommen hatten, was passiert war, konnten wir sie ja nun nicht mehr ignorieren und so tun, als wäre niemand da. Ich beriet mich mit dem Counselor und sie stimmte mir zu. Ich hatte beschlossen sie solle die Verhandlungen führen und ich würde zum Schutz mit raus gehen. In dem nun folgenden Gespräch fanden wir heraus, dass die Einwohner friedlich und nur die Vorhut aus einem großen Stamm sind. Sie erklärten uns, dass im Wald noch mehr Wesen herum laufen, die aussehen wie wir, aber schwarze Kleidung tragen, Phaser haben und nicht so freundlich wie wir wären. Sie sagten, dass der Hügel selbst in den kalten Jahreszeiten warm sei und dass sie einem grünen Monster, das auch fliegen kann, opfern müssen. Als Zeichen unserer Friedfertigkeit versprachen wir, ebenfalls diesen Brauch zu achten und dem Monster zu opfern. Als Zeichen unserer Dankbarkeit für ihre Informationen schenkte ich jedem einen Apfel, verabschiedete sie friedlich und ging mit dem Counselor wieder ins Haus. Wir vermuteten nun einen Stützpunkt unter dem Hügel, doch mit einem Haufen Kadetten konnte ich kein solches Wagnis eingehen. Alleine ja, aber nicht solange ich die Verantwortung für die Kadetten hatte. Also war ich noch stärker darauf bedacht, auf einen Angriff vorbereitet zu sein und die Stellung zu halten, bis die Führungsoffiziere wieder da wären.

Ich wies Kadetten an, die Tür weiter zu bewachen und dachte es sei überstanden, doch als ich in den Offiziersraum kam, sah ich wie der Chief seelenruhig am Computer saß und durch ein offenes Fenster (obwohl ich ausdrücklich angeordnet hatte, die Fenster und Vorhänge zu schließen) mit den Eingeborenen sprach. Ich schloss natürlich sofort das Fenster und sah, wie die Eingeborenen zur Tür eilten. Schnell gab ich über das Handsprechgerät den Befehl durch, die Tür dicht zu machen, um auf Nummer sicher zu gehen. Doch es war leider zu spät. Die Eingeborenen waren nun im Haus und zielstrebig zum Essen gegangen. ,Zu spät', dachte ich mir und wollte aus dieser unbefriedigenden Situation das Beste machen. Da ich sie nicht mit Gewalt aus dem Haus schaffen konnte, versuchte ich sie in ein Gespräch zu verwickeln und sie von der vorhandenen Technik abzulenken. Ich befahl, darauf zu achten, dass sie nicht den Offiziersraum betraten und luchste ihnen die Zeichnungen der Kadetten von Phasern und anderen technischen Geräten wieder ab. Der Counselor, der Doktor und ich beschäftigten die Eingeborenen bis sie gingen und fingen ihre teils sehr raffinierten Fragen ab, ohne etwas über Technik zu verraten.

Als die Eingeborenen endlich fort waren, musste ich erfahren, dass zwei Kadetten fehlten und dies aufgrund einer unglaublichen Zuwiderhandlung meiner Befehle. Kadett Drake und Kadett Dawson hatten zuvor schon ohne mein Wissen versucht, das Gebäude gegen meinen Befehl zu verlassen und den Spuren der Einheimischen zu folgen, wobei sie jedoch vom Doktor zurecht aufgehalten wurden. Weil es ihnen jedoch nicht gelungen war, wiegelten sie die Kadetten Stark und McCullum auf, es ihnen gleich zu tun und diese hatten zwar Erfolg, doch waren von da an verschwunden. Als ich dies erfuhr, entschloss ich mich, die Kadetten zusammen mit Drake und einem Techniker zu suchen und dem Doktor das Kommando solange zu übergeben.

Als wir den Weg verfolgten, den die Kadetten genommen haben, kamen wir zu dem Hügel, der von einem Kraftfeld umgeben schien. Ich entschloss mich umzukehren, da weit und breit nichts von den Kadetten zu sehen war. Als wir rechts einschwenkten, um uns noch einen Baum anzusehen, wurden wir plötzlich bewusstlos. Als ich wieder zu mir kam und die Kadetten aufweckte, stellte der Techniker fest, dass wir wohl von einem EM-Impuls getroffen worden waren. Ich befahl sofortigen Rückzug und wir zogen uns taktisch bis zum Haus zurück. Ich dachte schon darüber nach, wie ich das dem Commander erklären wollte, da wurden die Kadetten vor das Haus transportiert. Messungen ergaben: von einem romulanischen Transporter. Der Doktor untersuchte die Kadetten sogleich und stellte fest, dass man mit romulanischen Gehirnsonden versucht hatte, die Erinnerung zu manipulieren, was entweder nicht geklappt hatte (was mich wundern würde) oder jemand anderes wollte, dass wir glauben es waren die Romulaner. Das gesamte Vorgehen war einfach zu auffällig für Romulaner. Es schien eher so, dass man wollte, das wir alles sehen. Plötzlich flog ein romulanischer Aufklärer über unser Haus hinweg und verschwand. Auch die Scanner konnten nichts Ungewöhnliches feststellen.

Als ich mich mit den beiden Chiefs, dem Counselor und dem Doktor wegen der Moral beriet, schlugen die Chiefs vor, den Hügel zu erkunden und wenn er sicher sei, könnte man ein Aussenteam mit Kadetten zusammenstellen, um ihnen wenigstens eine Aufgabe zu bieten, auch wenn vorher schon klar war, dass sie nichts finden würden. Ich stimmte dem zu und der Chief rannte los. Währenddessen hatte ich ein interessantes Gespräch mit Kadett Kaleb wegen der Moral und ich bat ihn, Kadett Drake zu mir zu schicken. Ich wollte ihn nun zu meinem 1. Offizier machen, da ich bemerkt hatte, welchen Einfluss er auf die Kadetten hat und die Kadetten trotz allem mehr mit einbeziehen wollte. Noch bevor mich Drake erreichte, kam ein Funkspruch der Offiziere, dass sie gleich kämen und wir alles für Notfälle vorbereiten sollten. Ich veranlasste sofort alles und bereitete mich auf die Ankunft der Offiziere vor.

Als sie angekommen waren, sahen wir in der Ferne noch ein Shuttle abstürzen und brachten die Verwundeten sofort ins Haus, wo sich der Doktor um sie kümmern konnte. Ich erstattete dem Captain und dem Commander Bericht, woraufhin die Offiziere mit den Kadetten ein Briefing veranstalteten. Später gab es noch taktischen Unterricht und einige Manöver im Haus. Am späten Abend stieß noch ein Überlebender der Besatzung zu uns, dem ich jedoch sehr misstraute und ihn noch einige Zeit bewachte.

Fortsetzung Bericht von Cmdr. M. O'Reardon (Erster Offizier U.S.S. Exeter; AUSZUG)

Es gelang uns, die Schilde des Maquis-Raiders zum Kollabieren zu bringen und beamten Vanessa Williams heraus. Da Lt. O'Neil Verstärkung gerufen hatte, kam es im Anschluss zu einem Raumgefecht mit 4 Schiffen der Peregrine-Klasse. Wir hatten zwar die taktische Überlegenheit, waren jedoch grundsätzlich der Übermacht erlegen und setzten einen Fluchtkurs zurück nach Alpha Rhesus 2. Die Maquis-Schiffe brachen bis auf eines ihre Verfolgung ab, da sie ihr Kurs tiefer in Föderationsgebiet trieb und die Wahrscheinlichkeit, von einem Sternenflottenschiff aufgebracht zu werden, stark stieg - auch aufgrund der Annahme, dass wir in der Zwischenzeit das Sternenflottenkommando informiert und Unterstützung angefordert hatten, was den Tatsachen entsprach.

Nachdem wir den Wiedereintritt in die Atmosphäre trotz der starken Beschädigungen des Shuttles geschafft hatten, befahl Captain Starkov einen Notfall-Transport auf die Oberfläche, da das Shuttle abzustürzen drohte. Aufgrund der atmosphärischen Störungen war es dem Maquis unmöglich, Personen von der Oberfläche hinaufzubeamen. Der Notfalltransport aus dem Shuttle war möglich, weil wir uns bereits unterhalb der störenden Atmosphärenschicht befanden. Wir rematerialisierten direkt vor dem Stützpunkt und wurden sofort (notdürftig, in Ermangelung besserer Ausrüstung) medizinisch versorgt. Niemand wird bleibende Schäden davontragen, die Verletzungen beschränkten sich auf Prellungen, Schürfungen, Schnittwunden und Plasmaverbrennungen. Am Abend erhielten wir eine Nachricht von einer unbekannten Person. Die Nachricht wurde vermutlich von einer Funksonde abgespielt, die in der Atmosphäre des Planeten verglühte, was es leider unmöglich machte, ihre Herkunft näher zu untersuchen. Der Inhalt der Nachricht lautete sinngemäß: "Wir werden uns wiedersehen und wir werden uns Vanessa Williams wiederholen. Es macht keinen Sinn, diese Nachricht zu verfolgen."

Am Sonntagmorgen fand eine kombinierte Unterrichtsstunde über Schiffskunde und Taktik statt, die von Lt. Cmdr. Stafford und mir abgehalten wurde. Um 13:00 Uhr Ortszeit holte uns die U.S.S. Pretender vom Planeten ab und brachte uns zur Erde zurück.

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